Region Konz
06.07.2010
Flaxweiler/Luxemburg.
Am Dienstag sind im grenznahen Flaxweiler zwei Frauen (29 und 34) und ein Mann (45) durch Messerstiche getötet worden. Der mutmaßliche Täter, ein Mann aus Estland, griff bei seiner Festnahme die Einsatzkräfte mit einem Küchenmesser an. Diese eröffneten das Feuer und verletzten den 28-Jährigen lebensgefährlich. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Gegen 1.30 Uhr in der Nacht hatte eine Nachbarin die Leiche eines 45-jährigen Luxemburgers in der Garageneinfahrt eines Einfamilienhauses entdeckt und die Polizei alarmiert. Im Haus fanden die Beamten zwei weitere Leichen, die einer 29-jährigen Estin und einer 34-jährigen Kirgisin. Der mutmaßliche Täter war laut Zeugen zunächst in einem BMW geflüchtet. Daraufhin konzentrierte sich die Suche der Polizei auf den Fluchtwagen. Diesen fanden die Einsatzkräfte kurze Zeit später ca. einen Kilometer von Flaxweiler entfernt - durch einen Unfall beschädigt. Vom mutmaßlichen Täter fehlte jede Spur. Dieser tauchte jedoch nach Polizeiangaben kurze Zeit später wieder am Tatort auf. Dort griff er die luxemburgischen Beamten mit einem 25cm langen Küchenmesser an. Diese machten von ihren Schusswaffen Gebrauch und verletzten den 28-jährigen lebensgefährlich. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Offenbar lebten die drei Getöteten und der mutmaßliche Täter zusammen in dem Einfamilienhaus. Möglicherweise waren Beziehungsprobleme Auslöser für die Tat. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern noch an. Die Obduktion der Leichen in der Uniklinik Homburg soll weitere Erkenntnisse bringen. Während der Spurensicherung war die Rue de Berg in Flaxweiler für mehrere Stunden gesperrt. (fs) Eine Fotostrecke finden sie hier: Galerie
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