Sascha Bach

A1-Lückenschluss: Appell an die Landesregierung

Adenau. Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Hermann-Josef Romes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, appellieren laut Kreisverwaltung erneut an die Landesregierung Rheinland-Pfalz, den Lückenschluss der Eifelautobahn A 1 voranzutreiben.

Die Bedeutung des Lückenschlusses bleibe für Landrat und Bürgermeister "unumstritten". Dies zeige sich deutlich in der Resolution des Kreistags pro A 1 und der entsprechenden Unterschriftenaktion des Kreises Ahrweiler. Die touristische Entwicklung der Eifel lebe wesentlich von einer schnellen Erreichbarkeit; diese sei für den Adenauer Raum von Norden ohne A 1 nicht gegeben. Der fehlende Autobahnanschluss benachteilige die dortigen Gewerbebetriebe und erhöhe die Verkehrsbelastung der Dörfer und Eifelstraßen. Bei den Planungen zum Lückenschluss sei die "besondere naturschutzfachliche Prüfung" abgeschlossen. Die Ergebnisse: Die Notwendigkeit des Autobahnbaus ist gegeben. Es gibt keine günstigere Variante als die bisherige Trassenführung. Der sogenannte ´grüne Stern´ ist fachlich abgeprüft, der Weiterführung der Planfeststellungsverfahren für die beiden Abschnitte zwischen Kelberg und Lommersdorf steht nichts mehr im Weg, berichtet die Kreisverwaltung. Daher fordern der Landrat und der Adenauer Bürgermeister die Landesregierung Rheinland-Pfalz erneut auf, "den Lückenschluss jetzt zu forcieren". Beide begrüßen, dass das Land Nordrhein-Westfalen kurzfristig die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den sechs Kilometer langen Abschnitt von der Anschlussstelle (AS) Blankenheim bis zur AS Lommersdorf beauftragt hat. Der Bund stehe ebenfalls zur A 1. Bei der Umsetzung sei eine enge Abstimmung mit den betreffenden Ortsgemeinden wichtig, damit auch deren Interessen angemessen berücksichtigt werden. Die Schließung der 25 Kilometer kurzen Autobahnlücke zwischen der AS Blankenheim und der AS Kelberg hänge jetzt entscheidend vom politischen Willen der Mainzer Landesregierung ab. Alle bislang ins Feld geführten Gegenargumente und Einwände seien abgearbeitet. Das Land müsse die noch erforderlichen planungsrechtlichen Schritte zügig in die Wege leiten, so Pföhler und Romes.

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Werbung für Toleranz rund um die Marienburg

Kreis Bernkastel-Wittlich. Das Buch „Zuhause kann überall sein“ von Irena Kobald und Freya Blackwood wird derzeit an allen australischen Grundschulen gelesen. Nun kam die Autorin zu sechs Autorenlesungen in die Region rund um die Marienburg. Dabei erreichte sie 300 Erwachsene und 300 Kinder und Jugendliche. Kobald besticht mit klaren, einfachen Worten: „Die Botschaft von Windfang, der Hauptperson meiner Geschichte, ist eigentlich ganz einfach: Wenn Menschen unvoreingenommen aufeinander zugehen, kann der Funke überspringen, über alle Grenzen hinweg. Sprachbarrieren werden überwunden und die Hautfarbe spielt keine Rolle, das können wir vor allem von Kindern lernen.“ Ihren ersten Besuch stattete sie dem Ökumenischen Projektchor „beziehungsWeise“ ab, denn dieser Projektchor kombinierte Kobalds Geschichte mit aktuellen Songs und ansprechenden neugeistlichen Gesängen. Spontane Lust zu umarmen Die Autorin zeigte sich von dieser neuen Komposition ihrer Geschichte begeistert: „Ich könnte jeden von Euch umarmen“, rief sie den Sängern zu. Auch Sängerin Petra Schmitz war begeistert davon, wie die Geschichte „durch die Lieder vertieft und aktualisiert“ wurde. Die Geschichte ist so einfach wie aussagekräftig: Das kleine Mädchen Wildfang musste vor dem Krieg in ein fremdes Land fliehen. Alles dort scheint kalt, abweisend und beängstigend fremd. Wildfang möchte sich nur noch in ihre geliebte Decke wickeln, gewebt aus Erinnerungen und Gedanken an zuhause. Doch sie trifft im Park ein Mädchen, das ihr nach und nach die fremde Sprache beibringt und mit ihr lacht. Und so beginnt Wildfang wieder eine Decke zu weben aus Freundschaft, neuen Worten und neuen Erinnerungen, die sie wärmt und in der sie sich zuhause fühlt. Mutig Grenzen aufbrechen Den Schülern der Grundschulen Zeltingen-Rachtig, Maring-Noviand und Mehren ging die Geschichte unter die Haut. „Unserem neuen Mitschüler aus Syrien haben wir auch geholfen und jetzt kann er schon richtig gut Deutsch“, wissen sie eigene Erfahrungen beizusteuern. Die Sechstklässler des Cusanus-Gymnasiums in Wittlich spürten die aktuelle Bedeutung des Themas. Es gelte, einander ohne Vorurteile anzunehmen wie man ist. Besonders den Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit dankte Pastoralreferent Armin Surkus-Anzenhofer für ihr Beispiel, mutig Grenzen aufzubrechen und offen und tolerant aufeinander zuzugehen. Das Kooperationsprojekt von Kirchenmusik und Jugendpastoral wurde verantwortet von den Musikern Rafael Klar, Christoph Lauterbach und Bernhard Rörich. Inhaltlich wurde es vorbereitet von Marita Keß, Andrea Schnitzius und Armin Surkus-Anzenhofer. Von der technischen Seite arbeiteten Lukas Barz, Thomas Reusch und Tobias Schüller zusammen.   Fotos: FF Das Buch „Zuhause kann überall sein“ von Irena Kobald und Freya Blackwood wird derzeit an allen australischen Grundschulen gelesen. Nun kam die Autorin zu sechs Autorenlesungen in die Region rund um die Marienburg. Dabei erreichte sie 300…

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