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Black-Falcon-Mercedes siegt beim Prolog zum 24h-Rennen

WochenSpiegel-Ferrari fährt auf Platz 12

Nürburg. Das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen war ein gelungener Prolog für den Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife, das ADAC Zurich 24h-Rennen (10. bis 13. Mai). Die Teams hatten reichlich Trainingszeit, um sich beim letzten Test unter Wettbewerbsbedingungen auf den Langstreckenklassiker vorzubereiten. Sie boten beim Rennen über die Distanz von sechs Stunden extrem packenden Motorsport. Das Mercedes-AMG Team Black Falcon siegte im 24h-Qualifikationsrennen. Das Wochenspiegel-Team-Monschau im Ferrari 488 GT3, der von Georg Weiss, Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Christian Menzel pilotiert wurde, beendete das Rennen auf Platz 12.

Nach 41 Runden über die 25,378 km lange Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs jubelte das Mercedes-AMG Team Black Falcon über den Sieg der #5. Yelmer Buurman, Thomas Jäger und Jan Seyffarth setzten sich im Mercedes-AMG GT3 der Lokalmatadore aus Meuspath durch. „Das war ein toller Kampf um den Sieg. Zum Schluss sind wir für unsere Leistung belohnt worden. Wir sind überglücklich“, sagte Thomas Jäger. „Das ist eine gute Basis für das 24h-Rennen Mitte Mai. Da wollen wir wieder so eine Leistung zeigen wie heute.“ Mit einem Rückstand von 2,158 Sekunden wurde der Rowe-BMW M6 GT3 mit dem Fahrerduo Martin Tomczyk und Nicky Catsburg als Zweiter abgewinkt. Erst in der letzten Runde fiel die Entscheidung um den dritten Platz. Edoardo Mortara, Christian Hohenadel, Dominik Baumann und Daniel Juncadella schafften den Sprung auf das Siegerpodest. Der HTP-Mercedes-AMG GT3 mit der #47 presste sich nach einem sehenswerten Schlussspurt am WRT-Audi R8 LMS mit der #8 vorbei, der von der Pole Position ins Rennen ging. Die DTM-Fahrer René Rast und Robin Frijns mussten sich mit dem vierten Platz zufriedengeben. Alle Informationen und Ergebnisse gibt es über die offizielle Homepage www.24h-rennen.de.

Top-Teams mit Ambitionen

Die Zuschauer an der Nordschleife sahen ein packendes Rennen, in dem die Führung mehrfach wechselte. Der WRT-Audi (#8) des amtierenden DTM-Champions und DTM-Pilot Robin Frijns hatte sich im Top-30-Qualifyinng, dem spektakulären Einzelzeitfahren der schnellsten 30 Fahrzeuge, die Pole-Position gesichert. Doch von Beginn an unterstrichen die Top-Teams ihre Ambitionen: Wie beim bei einem Sprintrennen entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem acht Teams bis zum Schluss nach dem Sieg griffen. So sammelten neben den Pole-Settern auch der Individual-Sportwagen SCG003C der Scuderia Cameron Glickenhaus und der Aston Martin Vantage GT3 (#7) ebenso Führungskilometer auf der längsten und härtesten Rennstrecke der Welt wie der Manthey-Porsche 911 GT3 R mit #912 und der zweite Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon mit der #4. Das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen bot Spannung bis zum Fallen der Zielflagge. „Was für ein Fight! Nicky Catsburg war ganz dicht dran“, berichtete Sieger Yelmer Buurman. „Das war ein irre anstrengender Kampf. Insbesondere, weil wir in den letzten beiden Runden in den Verkehr hineingerieten: Da klebte Nicky plötzlich an meiner Stoßstange. Letztlich hatte ich dann aber etwas mehr Glück beim Überrunden und konnte das Rennen nach Hause fahren."

Aber auch die Zweitplatzierten waren happy. Nicky Catsburg: „Das war ein fantastisches Rennen. Ich bin so viel gefahren, da Martin und ich uns lange zwei Autos geteilt haben. Leider konnte ich Yelmer nicht mehr überholen, aber ich kam nah ran." HTP-Teamchef Günther Aberer ergänzte: „Die Fans haben ein sensationelles Rennen gesehen. Die Top Sieben liegen so eng beieinander. Es war richtig spannend. Wir können uns aufs 24h-Rennen freuen.“

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»Wo Bäume sind, da ist auch Regen«

Konzen. Bruder Theo Call ist auf Besuch in der Konzener Heimat. Der Rotary Club Monschau-Nordeifel unterstützt den Weißen Missionar bei einer Baumpflanz-Aktion in Tansania.Konzen/Kabanga (Fö). Er baut Kirchen, Tische und Bänke für Schulen, er ist Schreiner, Schlosser, Automechaniker, Lehr-meister, Bau-Unternehmer und kümmert sich um Albinos, Behinderte und Flüchtlinge. In Tansania gaben sie ihm den Titel »Hokwa«, was in der Landessprache Kisuaheli so viel wie »starker Mann« bedeutet. Bruder Theo Call strotzt vor Tatendrang – und das, obwohl er kürzlich den 80. Geburtstag gefeiert hat. Fünf Monate verbringt der Missionar der »Weißen Väter« in Konzen, nur alle fünf Jahren macht er Urlaub. »Das ist kein Urlaub, er sammelt Spenden für sein neuestes Projekt«, unterstreicht Martin Krings, Vorsitzender des Fördervereins »Bruder Theo Call«.Der gebürtige Konzener besuchte den Rotary Club Monschau-Nordeifel. Eine Wasserturbine errichtet der Geistliche mit handwerklichem Geschick. »Wenn Strom da ist, kommen die Menschen von alleine«, so Bruder Theo Call. Als er einst nach Kabanga kam, lebten dort 2.000 Menschen. Durch eine stark verbesserte Infrastruktur, die auf seinen Tatendrang zurückgeht, hat sich der Ort auf 15.000 Bewohner vergrößert. Bis Ende 2019 wird es noch dauern, bis das Wasser eines kleinen Baches samt großem Wasserfall eine Turbine andrehen kann, die 130 Kilowatt Strom produziert. »Unser Priesterseminar lebt davon, das Krankenhaus mit 160 Betten auch, ebenso die Schwestern jenseits des Flusses«, verdeutlicht der Missionar.Alles wird von Hand gemacht140.000 Euro hat das Projekt bislang gekostet. »Davon haben wir einen Berg abgetragen, eine Straße gebaut und große Teile der Rohrleitung gelegt«, erklärt Theo Call. Weitere 100.000 Euro benötigt er jedoch noch. »Die Hälfte trägt Misereor, die andere wir. Wir brauchen dringend weitere Förderer«, appellierte Martin Krings. Etwa 30 Arbeiter beschäftigt Theo Call, schließlich muss fast alles mit der Hand gemacht werden – Gräben ziehen oder Rohre verlegen, Bretter sägen oder dicke Felsbrocken zu Kieselsteinen verarbeiten.Aktuell sind seine Bauarbeiter, die rund 2 Euro pro Tag verdienen, dabei, die Fundamente für die Staumauer in der Böschung vorzubereiten. Br. Theo hat den Fluss über einen langen Zeitraum beobachtet und gemessen, wie viel Wasser transportiert wird. »Bei der letzten Messung waren es 3.000 Liter pro Sekunde.« Bei den Arbeiten ging ein Generator kaputt, der jedoch von der Firma Wasserkraft Volk AG kostenlos ersetzt wurde. »Es braucht alles seine Zeit, aber ich bin guter Dinge, im nächsten Jahr fertig zu werden«, erklärt der Weiße Missionar.Ein Hektar voller BäumeDie Rotarier der Eifeler besuchte Theo Call wegen eines anderen Projekts, Der Präsident der gemeinnützigen Organisation, Ian Riseley, hat gefordert, dass jeder Rotarier symbolisch einen Baum pflanzen solle. Diesem Wunsch kamen nun die Rotarier aus Nordeifel und Aachen nach. 175 Bäume werden Bruder Theo Call gestiftet. »Bäume ziehen den Regen an«, unterstreicht der 80-Jährige die Bedeutung der Aktion. 30000 Bäume hat er schon gepflanzt auf einer Freifläche hinter dem Stausee seiner Heimat. Seither ist genügend Wasser vorhanden, um die geplante Turbine antreiben zu können.Die nun gestifteten Bäume werden auf einer etwa einen Hektar großen Freifläche angepflanzt. »Langsam entsteht auch bei der Bevölkerung ein Bewusstsein für nachhaltigen Naturschutz«, erklärt Bruder Theo Call und gerät direkt ins Grübeln. Naturschützer haben sein Turbinen-Projekt ein Jahr lang lahmgelegt, »weil angeblich Frösche in die Rohrleitungen kriechen und dort verenden. Dabei ist das Wasser derart versschmutzt, dass kein Frosch dort überleben würde.« Und wenn Bruder Theo Call dann in seine Konzener Heimat kommt, merkt er, dass manche Probleme hüben wie drüben sehr ähnlich sind...Besuch beim FördervereinIn die Gaststätte »Achim & Elke« sind am Donnerstag, 19. April, um 18.30 Uhr alle Mitglieder, Freunde und Gönner des Fördervereins Bruder Theo Call geladen. Der Weiße Missionar wird selbst vor Ort sein und auch anderen Interessierten über seine Arbeit berichten. Kontakt, Mitglieds- und Spendenmöglichkeit im Netz unter www.krings-martin.de/foerdervereinBruder Theo Call ist auf Besuch in der Konzener Heimat. Der Rotary Club Monschau-Nordeifel unterstützt den Weißen Missionar bei einer Baumpflanz-Aktion in Tansania.Konzen/Kabanga (Fö). Er baut Kirchen, Tische und Bänke für Schulen, er ist…

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