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»Da schlummert noch einiges an Potenzial«

Seit 2015 kann man Motorsport-Management am Ring studieren

Nürburg. Spätestens seit Mai 2015 gilt der Nürburgring nicht nur für Motorsport und Musikfans als Anziehungspunkt, sondern auch für Studierende. Denn seit rund zwei Jahren bietet die Hochschule Kaiserslautern drei berufsbegleitende Fernstudiengänge an der legendären Rennstrecke an.

»Man kann davon ausgehen, dass alle Innovationen in der Automobilentwicklung der letzten 40 Jahre am Nürburgring getestet wurden. Managementwissen ist hier  gefragt. Die Besonderheiten unserer Studiengänge sind hier live zu erleben – aus unserer Sicht ein idealer Ausgangspunkt um Wissenschaft und Praxis zusammenzubringen«, erklärt Prof. Dr Bettina Reuter von der Hochschule Kaiserslautern.
Insgesamt 50 Studierende büffeln derzeit während der Präsenzveranstaltungen am Nürburgring für ihren Master of Business Administration (MBA) in den Studiengängen Motorsport-, Sport, und Innovations-Management. Im Mai 2015 sind die MBA-Studiengänge angelaufen. »Die ersten Absolventen  werden im Herbst 2017 ihren Abschluss machen«, betont Reuter.


Vier Semester sind für das berufsbegleitende Studium angesetzt. Drei Präsenzphasen, jeweils freitags und samstags in den ersten drei Semestern, finden am Ring statt. Im vierten Semester führt die Abschlussarbeit die Studierenden wieder an die Eifel-Rennstrecke.  »Besonders interessant wird das Studium durch den enormen Praxisbezug aber auch durch Dozenten und Gastreferenten aus dem Motorsport-Metier«, verrät Bettina Reuter. So zählt auch Volker Strycek, selbst Rennfahrer und Leiter des Opel Performance-Centers, zur Riege der Dozenten.

Keine Männerdomäne

Die Studierenden kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen.  »Einige sind Renningenieure, die in die Teamführung wechseln, oder sie kommen aus dem Marketingbereich bestimmter Verbände. Es sind aber auch Fahrer dabei, die aus alteingesessenen Rennsport-Familien stammen«, sagt die Studiengangs-Leiterin. Aber wer meint, dass »Studieren am Ring« (StaR) nur was für Männer ist, liegt falsch. »Mit 40 Prozent liegt der Anteil an weiblichen Studierenden erfreulich hoch«, so Reuter.
Bei der Durchführung der MBA-Studiengänge am Ring kann die Hochschule Kaiserslautern auf starke Partner zählen. »Einer unserer Hauptpartner ist Lotto Rheinland-Pfalz. Die Gesellschaft unterstützt uns zum einen, indem sie uns Räumlichkeiten direkt gegenüber der Boxengasse  zur Verfügung stellt und zum anderen finanziell. Räume der Nürburgring GmbH können wir ebenfalls nutzen. Neben Dozenten des Deutschen Motorsport-Bundes, die bei uns unterrichten, stellt der Verband auch wichtige Kontakte her, gerade auch im internationalen Bereich. Es ist toll, dass wir soviel Unterstützung bekommen«,   sagt Prof. Dr. Reuter.


Dafür, dass die Nachfrage am Ring zu studieren seit 2015 ungebrochen ist, nennt die Professorin einen einfachen Grund: »Es ist der weltweit einzige Studiengang im Bereich Motorsport-Management. Den planen wir  übrigens zukünftig zusätzlich in englischer Sprache anzubieten. Da schlummert noch einiges an Potenzial.«

Studien-Voraussetzungen

Den MBA-Studiengang kann man entweder mit einem abgeschlossenen Studium und mindestens einjähriger Berufserfahrung nach dem ersten Studienabschluss belegen, oder ohne Erststudium. Dann benötigt man eine Hochschulzugangsberechtigung nach  Landesrecht, mindestens dreijährige Berufserfahrung in einer Tätigkeit, die einen inhaltlichen Bezug zum Studiengang aufweist. Hinzu kommt eine Eignungsprüfung des Fachbereichs Betriebswirtschaft. Der Studiengang kann als Zertifikatsstudium oder modular belegt werden. Infos: www.hs-kl.de und https://mba.bw.hs-kl.de/

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Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

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