Sascha Bach

Insul und Schuld siegen landesweit

Schuld. Großer Jubel an der Ahr, genauer in Insul und Schuld: Die zwei Ortsgemeinden haben sich auf Landesebene im Feld der insgesamt 220 Dörfer durchgesetzt und Gold im prestigeträchtigen Entscheid "Unser Dorf hat Zukunft" gewonnen.

Bereits 2006 (Hauptklasse) und 2011 (Sonderklasse) war Insul ins "Zukunftsrennen" gegangen, um auf Kreis- und Gebietsebene zu siegen. Im Landesentscheid landete man jeweils unter den ersten Zehn. Motivation genug, nun erneut anzutreten, "weil viel passiert ist", berichtet Ortsbürgermeister Ewald Neiß unter anderem vom Kinderspielplatz, den das Dorf in Eigenregie an einem anderen Standort neu aufgebaut hat. Das größte Projekt war jedoch die Umwandlung der alten Schule in ein schmuckes Dorfgemeinschaftshaus - Gesamtkosten rund 500.000 Euro. 350.000 Euro steuerte das Land bei, während die emsigen Insuler Bürger sich mit insgesamt 1.950 freiwilligen Arbeitsstunden beteiligten. So lobt Neiß denn auch "das besondere Engagement in Insul", dass dem Ort im Kreis Platz drei und damit 700 Euro einbrachte.

Schuld lag aktuell sowohl auf Kreis- als auch auf Gebietsebene ganz vorn. 1.200 Euro sind der verdiente Lohn, nachdem man nach etwa 18 Jahren erneut teilgenommen hatte. Platz zwei und Rang vier ein Jahr später belegte Schuld damals im Kreis, die Spielschar konnte ebenso gewinnen wie "Ahrfelsen in Flammen", das 2014 35 Vereine im Kreis auf die Plätze verwiesen hat.

Der Ort an der Ahrschleife habe in den vergangenen Jahren an Attraktivität zugelegt, zählt Ortsbürgermeister Helmut Lussi das Gemeinschaftswerk "Ahrfelsen in Flammen" ebenso auf wie die fast 3.000 Quadratmeter große Veranstaltungsfläche an der Hauptstraße (alter Sportplatz), auf der nicht nur das Dorfgemeinschaftsfest spektakulär und farbenfroh über die Bühne geht. Der Bürgermeister hebt "die intakte Dorfgemeinschaft" hervor, die gemeinsam Projekte verwirklicht. Beispiele sind die sanierten Ahr-Brücken und der neu gestaltete Friedhofsvorplatz. Auch nennt er den Ahrsteig und den Geo-Pfad, die Besucher nach Schuld locken. Gleiches gilt für die Freilichtbühne.

Auf Gebietsebene steigt die Preisverleihung am 9. Oktober in Koblenz. In Kaiserslautern finden sich die Gewinner am 21. November ein. Dann gilt es die Landessieger zu ehren - Schuld und Insul.

Foto: Julia Kläsgen

 

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Damit der Bürger weiß, was er tun kann und muss

Monschau. »Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung des Atomkraftwerks »Tihange 2« in Belgien. Nun wurde unter seiner Federführung eine 24-seitige Informationsbroschüre verfasst.Region (Fö). Warum ist das Kernkraftwerk in Tihange gefährlich? Wie verhalte ich mich im Falle eines Falles richtig? Und: Was hat es mit den Jodtabletten auf sich? Das sind nur drei von vielen Fragen, die die Bevölkerung derzeit beschäftigen. Antworten darauf gibt jetzt die auf der EUREGIO-Wirtschaftsschau vorgestellte Informationsbroschüre. Herausgeber ist die StädteRegion Aachen gemeinsam mit der Stadt Aachen, den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg in Kooperation mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz. Die Broschüre, die in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit aller Partner entstanden ist, trägt den Titel »Informationen für die Bevölkerung in der Umgebung des Kernkraftwerks Tihange (B)«. Fachleute aus der ganzen Region haben die Informationen zusammen getragen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg: »Die Broschüre ist die erste ihrer Art und nur der erste Baustein unserer Katastrophenschutzplanung.«Schwerpunkte sind die Kraftwerke in Belgien, die Wirkung von Radioaktivität und der Katastrophenschutz in NRW. Es wird geklärt, wie die Bevölkerung im Ernstfall gewarnt wird, und welche Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen beachtet werden müssen. Die Einnahme von Jodtabletten und das richtige Verhalten bei einem GAU in Tihange werden erläutert. »Das Medienhaus Weiss ist nicht nur der Klage gegen Tihange beigetreten, es hat uns auch bei der Produktion der Informationsbroschüre unterstützt«, dankt Etschenberg dafür, dass nicht nur Politiker und Institutionen, sondern auch Unternehmen für die »gemeinsame Sache« einstehen.36.000 Broschüren sind gedruckt worden. Die Exemplare sind in den Rathäusern sowie den Kreishäusern und im Haus der StädteRegion Aachen erhältlich. Mehr Informationen und die gesamte Broschüre als E-Paper gibt es unter www.staedteregion-aachen.de/tihange»Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung…

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