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Schlaglöcher und Asphaltbrocken auf dem Weg zur A1

Ohlenhard. In Ohlenhard hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die Straße allerdings, die Ohlenhard und die umliegenden Orte mit der A1 verbindet, ist in katastrophalem Zustand. Doch nun kommt Bewegung in die Sache.

»Wir haben viel auf die Beine gestellt in den letzten Jahren«, sagt Ortsbürgermeister Dirk Wassong. Wirtschaftswege und Ortsstraßen wurden saniert, ebenso wurde der Dorfteich wiederhergerichtet und die Neuausrichtung »Forst« in die Wege geleitet. »Wir haben dazu auch den Dorfverein Op de Ohled gegründet«, erzählt Wassong.
Besonders freut sich der Ortsbürgermeister, dass er von Westnetz eine Zusage bekommen hat, dass Ohlenhard ab dem Frühsommer an schnelles Internet angebunden wird. »Mit einem Zuschuss von 25 Prozent wird außerdem die Dorfbeleuchtung noch in diesem Jahr erneuert«, so Wassong. Damit könne man Energiekosten im vierstelligen Bereich einsparen.
Eine Problemzone gibt es allerdings noch in Ohlenhard: Die K9. Diese Kreisstraße führt vom Ort am Rande des Kreises nach NRW und damit direkt zur A1. Die Straße wird nicht nur von den Ohlenhardern sondern auch von den Menschen aus Fuchshofen und aus Wershofen und von Ahrtalbesuchern, die über die A1 anreisen, genutzt. Da ist schon einiges an Verkehr«, sagt der erste Beigeordnete Andreas Kürsten, der selbst Anwohner der Straße ist.  
Doch die Straße ist in sehr schlechtem Zustand. Der Straßenrand bröckelt ab, lose Asphaltstücke liegen herum und mehrere Schlaglöcher müssen umfahren werden.
»Die Unfallgefahr steigt täglich«, sagt Wassong. Mehrere Unfälle habe es schon gegeben, weil die Straße so eng sei. »Kaputte Felgen und Reifen sind an der Tagesordnung«, klagt Wassong weiter.
Vor knapp zwei Jahren haben die Ohlenharder schon einmal öffentlich über den Zustand der Straße geklagt, aber der geplante Vollausbau geriet ins Stocken. »Wir haben erfolglos versucht, den Grunderwerb zu tätigen«, so Werner Oster, der stellvertretende Dienststellenleiter des Landesbetrieb Mobilität Cochem Koblenz. Rechts und links der Straße muss der Landesbetrieb für die Verbreiterung ein Streifen von 60 bis 150 Zentimeter von den Grundbesitzern erwerben. Doch nicht alle spielen mit. »Der Grunderwerb seit 2015 scheitert an einem Eigentümer«, sagt Wassong.
Nun startet der Landesbetrieb einen letzten Anlauf und schreibt alle Eigentümer noch einmal an. »Wir hoffen, dass in der vierwöchigen Frist alle dem Grunderwerb zustimmen und dem Interesse der Allgemeinheit folgen«, sagt Dirk Wassong. Würde der Erwerb auch dieses Mal scheitern, so hofft der Ortsbürgermeister auf den Kreis.
»Der Kreis müsste sich für ein Planfeststellungsverfahren entscheiden«, erklärt Oster. Darin wird geklärt, ob ein allgemeines Interesse am Ausbau besteht und ob die Gründe für die Weigerung der Eigentümer Gewicht haben. Das würde sich im schlimmsten Falle über drei Jahre hinziehen. Würde zugunsten der Allgemeinheit entschieden, würden die Eigentümer enteignet und den Standardpreis für ihr Land bekommen. Und dann könne die Baumaßnahme starten.
Wassong und Kürsten allerdings hoffen, dass es dazu nicht kommen wird, sondern dass die Baumaßnahme ohne Umwege eingeleitet werden kann.  


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