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Unser*Notarzt tritt bei Rad am Ring in die Pedale

Mountainbike-Team startet wiederund wirbt für sein Projekt

Adenau. An diesem Wochenende 28. bis 30. Juli) zählen auf dem Nürburgring zur Abwechslung mal nicht Pferdestärken, sondern menschliche Muskelkraft. Tausende Radfahrer werden sich bei Rad am Ring im sportlichen Wettkampf messen, oder nur zu Spaß über die Nordschleife radeln. Mit einem eigenen Team geht wieder das Adenauer Projekt »Unser*Notarzt« beim 24-Stunden-Mountainbike -Rennen an den Start (wir berichteten). Weitere Teams unterstützen die Initiative ebenfalls.

»Wir sind schon zum drittem Mal mit einem Achter-Mountainbike-Team am Start«, erklärt Andreas Solheid, Sprecher des Projektes Unser*Notarzt, Medizinstudent und ehrenamtlicher Helfer der DRK-Rettungswache Adenau. Unterstützt wird die Intiative aber noch von weiteren Teams beim 24h-MTB-Rennen. Eines davon trägt den Namen »retten*löschen*biken« und besteht aus Mitgliedern der Feuerwehr Adenau. »Während Rad am Ring haben wir eine gemeinsame Zeltunterkunft mit dem Team der Feuerwehr. Das heißt logistisch arbeiten wir, wie im Einsatz ja auch zusammen. Sportlich herrscht allerdings schon eine gewisse Konkurrenz«, erklärt Solheid mit einem Schmunzeln. Weitere radelnde Unterstützer sind die Nürburger Teams »Achterjet« und das Damen-Team »RockhopperZ«.

Die bereits erwähnte Unterkunft bei Rad am Ring besteht aus insgesamt drei Zelten. »Eins nutzen wir zuErholung während des Rennens. Im zweiten Zelt gibt es Verpflegung für die Teammitglieder und im dritten Zelt sitzt unsere Zeitnahme. Die übernimmt dankenswerterweise ein weiterer ehrenamtlicher Unterstützer des Projektes. Er behält immer im Auge, wann wir uns für den nächsten Fahrerwechsel vorbereiten müssen und wann es los geht. Jeder hilft auf seine Art«, sagt Solheid.

Öffentlichkeitsarbeit

Wirksame Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt betreiben das Unser*Notarzt-Team und die Unterstützer während Rad am Ring auf vielfältige Art und Weise. »Wir haben natürlich spezielle Unser*Notarzt-Trikots an. Andere Teams tragen unser Logo oder stellen Spendenboxen in ihren Zelten auf um für das Projekt zu sammeln. Außerdem stehen wir, wenn wir nicht gerade auf dem Bike unterwegs sind, für Fragen zur Verfügung«, erklärt der Sprecher. Und wie hat sich das Unser*Notarzt-Team – eine bunte Mischung aus (angehenden) Ärzten, Feuerwehrleuten und Mitgliedern des DRK-Ortsvereins Adenau – auf die 24 Stunden im Mountainbike-Sattel vorbereitet? »Weil ich in Mainz studiere, trainiere ich meistens alleine. Da kann ich mir allerdings die Berge suchen gehen. Die Jungs und Mädels aus Adenau haben da schon einen gewissen Heimvorteil was die Trainingsmöglichkeiten angeht. So oft es geht, versuchen wir natürlich auch gemeinsam zu trainieren. Der Spaß steht aber für uns alle im Vordergrund – und wir wollen natürlich unser Projekt voran bringen«, sagt Solheid.

Durchhaltevermögen

In der Projektarbeit und im Sport sieht er übrigens gewisse Parallelen: »Wir haben in den vergangenen zwei Jahren zwar schon einiges für Unser*Notarzt erreicht, aber wie im Sport auch, muss man hier Durchhaltevermögen beweisen. Aktuell wollen wir das Thema Simulationstrainings voran bringen«.

Das Projekt Unser*Notarzt

Das Projekt Unser*Notarzt wurde 2014 durch den Förderverein St. Josef-Krankenhaus Adenau ins Leben gerufen. Ein Team aus Medizinstudenten, Rettungsassistenten, Notärzten und Menschen aus der Region trainiert gemeinsam in der Notfallmedizin und im Sport und sucht dabei Ideen zur Optimierung des Notarztstandortes rund um die legendäre „Grüne Hölle“. Offizieller Partner ist die Verbandsgemeinde Adenau. Das Projekt soll als übertragbare Strategie zur regionalen, nachhaltigen notärztlichen Nachwuchsgewinnung und zur gemeinsamen Ausbildung von Medizinstudenten, Rettungsassistenten und Notärzten dienen. Eine nachhaltige Steigerung der notärztlichen Versorgungsqualität besonders an ländlichen Notarzt­standorten soll unter anderem durch Einführung von innovativen Techniken erreicht werden. »Den quantitativen Mangel an Notärztlichem Personal in der Region haben wir weitestgehend behoben. Aktuell arbeiten wir am Thema Simulationstrainings. Anhand von Simulationspuppen kann das medizinische Personal besser auf Notfälle vorbereitet werden. Ein Pilot fliegt ja schließlich auch nicht ohne Training im Simulator«, erklärt Solheid. Ziel ist es durch qualitativ hochwertigen Ausbildungsmöglichkeiten mehr medizinischen Nachwuchs in die Region zu locken.

Wer das Projekt finanziell unterstützen will, kann das durch Spenden an folgende Bankverbindung tun.

Projekt Unser*Notarzt im Förderverein St. Josef-Krankenhaus Adenau e. V.

Volksbank RheinAhrEifel eG

Verwendungszweck:

Unser Notarzt

IBAN: DE09577615910606015100

BIC: GENODED1BNA

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