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Wochenspiegel-Ferrari sieht Zielflagge nicht

Wenig Glück für WTM-Racing beim 24h-Qualifikationsrennen

Nürburg. Das Wochenspiegel Team Monschau (WTM-Racing) wartet in der Saison 2017 weiter darauf, dass die Pechsträhne reißt. Auch beim 24h-Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring sah der Wochenspiegel-Ferrari 488 GT3 keine Zielflagge. Nach einer starken Trainingsleistung musste der WTM-Ferrari nach der 23. Runde mit Benzindruckproblemen an der Box vorfahren. Trotz intensiver Reparaturversuche konnte das Team nicht weiterfahren.

Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach fuhren den Ferrari, der nach dem Unfall im letzten VLN-Rennen wieder rechtzeitig rennfertig geworden war. Im freien Training konzentrierte sich das Team zunächst auf wichtige Abstimmungsarbeiten, legte aber zum Schluss noch eine schnelle Runde vor. Die 8.22,688 Minuten reichten immerhin zum siebten Platz im gut 100 Teilnehmer großen Feld. Teamchef Georg Weiss: „Der Wochenspiegel-Ferrari hat von Beginn an wieder funktioniert. Wir haben eine gute Abstimmung gefunden. Der Wagen ist schnell und gleichzeitig auch gut zu fahren.“

Zufriedenstellende Rundenzeit

Das Qualifying war in zwei Abschnitte unterteilt. Am Samstagabend gelang WTM-Racing keine optimale Runde. Nach Rang 26 ruhten die Hoffnungen auf der einstündigen Trainingssitzung am Sonntagmorgen. Wie fast das gesamte Feld konnte sich auch der Wochenspiegel-Ferrari deutlich verbessern. Mit der Rundenzeit von 8.18,757 Minuten war das Team mehr als zufrieden. Doch obwohl man nur viereinhalb Sekunden hinter der Pole-Position lag, reichte es lediglich zu Startplatz 19. Krumbach, der die Runde gefahren war: „Die Runde war gut, das Auto funktioniert.“ Weiss: „Wahnsinn. Mit unserer Rundenzeit bin ich total zufrieden. Dass die Zeit nur für Position 19 reicht, sagt natürlich einiges über die Qualität des Starterfeldes aus.“

Probleme mit der Benzinversorgung

Der Start erfolgte bei guten äußeren Bedingungen in der Eifel – die Temperaturen lagen im niedrigen Bereich, aber es war trocken. Kainz überstand die heiße Anfangsphase unbeschadet und richtete sich anschließend in den Top 20 ein. Die gefahrenen Rundenzeiten konnten sich auch im Vergleich zu den Spitzenteams sehen lassen. Nach acht Runden übernahm Krumbach den Wochenspiegel-Ferrari. Aber bereits am Ende des Stints gab es erste Probleme mit der Benzinversorgung im Ferrari. Krumbach schaffte es zwar wieder bis zur Box zurück, doch der Zeitverlust war enorm.

Aus nach 23 Runden

Anschließend übernahm Weiss das Steuer. Nach vier problemfreien Runden traten dann erneut die Schwierigkeiten mit dem Benzindruck auf. Das Team konnte den Fehler zwar an der Box lokalisieren, aber vor Ort nicht reparieren. Das bedeutete das Aus für den Wochenspiegel-Ferrari nach 23 Runden. Weiss: „Das war schon enttäuschend. Der dritte Ausfall im dritten Rennen. Im Moment haben wir wirklich kein Glück.“

Fahrerstimmen

Georg Weiss: „Wir wollten endlich unser erstes Rennen zu Ende fahren. Es gab genügend positive Ansätze, aber für die Zielflagge hat es wieder nicht gereicht. Wir müssen nach vorn schauen und konsequent weiterarbeiten.“

Oliver Kainz: „Das Fahren mit dem Ferrari wird immer besser. Im Rennen habe ich mich anfangs aus allem herausgehalten. Später konnte ich das Tempo im Feld locker mitgehen. Am Ende fehlte uns wieder das erhoffte Erfolgserlebnis.“

Jochen Krumbach: „Ich bin endlich meinen ersten Rennrunden im Ferrari gefahren. Das Auto ist mittlerweile schon richtig gut, allerdings sind wir mit den Abstimmungsarbeiten noch nicht am Ende. Deshalb war es schade, dass wir nicht zu Ende fahren konnten. Wir hätten gern noch ein paar Sachen ausprobiert.“

Wochenspiegel-Cayman in der RCN am Start

An diesem Wochenende kam auch der Wochenspiegel-Cayman GT4 zum Einsatz. Allerdings startete der Cayman nicht beim Qualifikationsrennen, sondern beim ebenfalls stattfindenden zweiten Lauf der Rundstrecken-Challenge Nürburgring. Der 18-jährige Leonard Weiss absolvierte seinen ersten Auftritt auf der Nürburgring-Nordschleife, um Lizenz und Permit für den Langstreckensport zu erhalten. Bei schwierigen Bedingungen – zunächst war die Fahrbahn noch feucht, später trocknete die Piste schnell ab – lieferte Weiss eine fehlerfreie Leistung ab und beendete sein Debüt mit einem fünften Rang in der Klasse.

Leonard Weiss: „Es hat Spaß gemacht. Anfangs war ich noch ein wenig nervös. Aber mit jeder Runde bin ich sicherer geworden. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Start.“

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