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Direktmandat für Heil / Nahles zieht über Landesliste ein

Wahlkreis 198 hat gewählt

Ahr. Mechthild Heil, Direktkandidatin der CDU für den Wahlkreis 198 (Ahrweiler), hat mit 42,8 Prozent der Wählerstimmen den direkten Einzug in den Bundestag geschafft. SPD Kandidatin Andrea Nahles erhielt 27,4 Prozent der Stimmen im Wahlkreis, wird jedoch über die Landesliste in das neue Parlament einziehen.

Bundesweit ist die CDU nach aktuellem Stand mit 33 Prozent stärkste Partei. Gefolgt von der SPD mit 20,5 Prozent. Ebenfalls des Einzug in den Bundetag geschafft haben die AfD (12,6 Prozent), die FDP (10,7 Prozent), die Linke (9,2 Prozent) und Bündnis 90/Die Grünen (8,9 Prozent).

Mechthild Heil sprach mit dem Wochenspiegel über ihren Wahlerfolg: „Ich bin froh dass ich gewählt wurde und mich gegen eine starke Kandidatin, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, durchsetzen konnte. In meinem Wahlkreis gab es ein paar mehr Kandidaten, insgesamt acht. Ich bin wirklich mit dem Ergebnis zufrieden. Auf Bundesebene ist es mit der AfD schwierig. Ich hoffe, dass die Demokratie das aushält. Es gibt eine Gruppe von Leuten, die nicht offen zugegeben haben, dass sie die AfD wählen. Es ist nun unsere Aufgabe, einen Weg finden, diese Leute zu erreichen."

So beurteilt Andrea Nahles (SPD) das Wahlergebnis: "Ich bedanke mich bei den Wählerinnen und Wählern in meinem Wahlkreis für die Unterstützung. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen: das ist ein bitteres Ergebnis für die SPD. Wir haben nicht das Vertrauen und die Unterstützung bekommen, die Bundesregierung zu führen. Das ist eine große Niederlage, das müssen wir uns eingestehen und wir brauchen einen programmatischen und organisatorischen Neuanfang. Ein weiter so kann es nicht geben. Wenn wir alles richtig gemacht hätten, hätten wir ein anderes Ergebnis. Der Auftrag zur Regierungsbildung liegt bei der Union und Frau Merkel. Die Freunde der schwarzen Ampel haben in den letzten Wochen zusammen geblinkt, jetzt müssen sie auch zusammen arbeiten. Die große Koalition ist abgewählt worden. Für die SPD besteht bei dem Wahlergebnis überhaupt kein Anlass, über eine Weiterführung der GroKo nachzudenken. Es muss wieder einen erkennbaren Wettbewerb zwischen Union und SPD geben. Im Bundestag wird nun eine rechtsextreme Partei sitzen, die Neonazis in ihren Reihen duldet. Das zwingt uns zum Handeln. Unser Land braucht gerade jetzt mehr denn je eine starke und selbstbewusste SPD. Dafür werde ich alles mir mögliche tun."

Wahlkreis 198

Zum Wahlkreis 198 gehören die Verbandsgemeinden und verbandsfreien Gemeinden aus dem Landkreis Ahrweiler, somit die Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen, Sinzig, die Verbandsgemeinden Adenau, Altenahr, Bad Breisig, Brohltal und Gemeinde Grafschaft sowie aus aus dem Landkreis Mayen-Koblenz die Städte Andernach und Mayen sowie die Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig, Pellenz und Vordereifel.

Zahlen:

Insgesamt wurden rund 56.500 Wahlscheine für die Briefwahl ausgestellt, davon circa 30.500 Wahlscheine an Wahlberechtigte aus dem Landkreis Ahrweiler und circa 26.000 Wahlscheine an Wahlberechtigte aus den Gebietskörperschaften des Landkreises Mayen-Koblenz.

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