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Drei Schüler entwickeln eigene Filme

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Drei Schüler des Peter-Joerres-Gymnasiums haben den kreisweiten Filmwettbewerb mit ihrem Werk „Perterritus“ gewonnen. Jetzt haben sie den Film bei zwei bundesweiten Wettbewerben eingereicht und planen bereits das nächste Projekt.

Sebastian Klein, Manuel Groß und Florian Felderhoff haben ihr erstes Projekt über die Film-AG ihrer Schule gestartet. „Mittlerweile ist es keine AG mehr“, erklärt Manuel Groß. Die jugendlichen Filmemacher haben sich sowieso von Beginn an selbst organisiert und ihre eigenen Ideen umgesetzt. „Da steckt kein Lehrer hinter“, betont Groß.
Die drei Schüler teilen sich die Arbeit auf. Während Florian Felderhoff sich um die Technik kümmert, ist Sebastian Klein für die Koordination, Drehbuch und Regie zuständig. Manuel Groß spielt selber in den Filmen mit und besorgt Requisiten und schreibt Dialoge.
Schon mehrere Projekte haben sie gemeinsam auf die Beine gestellt. „Perterritus“ aber ist für das Hiemps-Filmtriumvirat, wie die drei sich nennen, ein riesiger Fortschritt.
„Die ersten Projekte waren nur zum rumprobieren“, sagt Florian Felderhoff. „Wir waren alle mit den Resultaten vorher nicht zufrieden“, erklärt auch Sebastian Klein.
Mystery-Film
„Perterritus“ ist ein Mystery-Film. Dass, so die Filmemacher, ließe sich gut realisieren – besser als ein Action-Film beispielsweise. So haben sie eigenverantwortlich das Drehbuch geschrieben, mysteriöse Orte in den Wäldern rund um den Nürburgring gesucht, eine Crew gecastet und den rund 20-minütigen Kurzspielfilm schlussendlich im Frühjahr 2016 produziert.
Zum ersten Mal haben die jungen Filmemacher dabei auch versucht, nicht nur vordergründig eine Geschichte zu erzählen. „Wir wollen auch dem Unterbewusstsein des Zuschauers etwas suggerien“, erklärt Manuel Groß.
Das Ergebnis kam gut an. Gedacht war der Film zuerst einmal für das Sommerfest am Peter-Joerres-Gymnasium „Von dem Wettbewerb haben wir in der Zeitung gelesen“, sagt Florian Felderhoff. Die Teilnahme der Hobby-Filmer war zuerst gar nicht geplant. „Ich habe gewettet, dass wir nicht unter die ersten drei kommen“, lacht Sebastian Klein. Diese Wette hat er zum Glück verloren, denn der Film landete beim kreisweiten Jugendfilmwettbewerb „Ahrweiler Jugend filmt“ auf dem ersten Platz und setzte sich damit gegen 20 andere Mitbewerber durch. Jetzt haben die drei Filmer „Perterritus“ bei zwei bundesweiten Wettbewerben eingereicht: dem Deutschen Jugendfilmpreis und dem Festival „FiSH – Festival im StadtHafen Rostock“.
Neuer Film geplant
Ende März erfahren die Jugendlichen, ob ihr Werk für das Bundes.Festival.Film. in Mainz vom 23. bis zum 25. Juni 2017 nominiert wird. Somit hätten die drei die Chance, den dort verliehenen Deutschen Jugendfilmpreis zu ergattern. Das „Festival im StadtHafen Rostock“ wird vom 11. bis zum 14. Mai ausgetragen. Außerdem haben die drei schon den nächsten Film in der Planung. Unter dem Titel „Vinculum“ soll ein Kammerspiel umgesetzt werden. Drehort ist das Kloster Marienburg bei Kempenich. Die Schauspieler haben die drei Filmemacher nun nicht mehr aus der Schule sondern aus Theatergruppen rekrutiert. „Wir haben beim Dreh von Perterritus nochmal viel gelernt“, sagt Sebastian Klein. Das wollen die drei natürlich im neuen Film auch anwenden.

Woher kommt die Inspiration?

»Bei mir sind es die alten Edgar Wallace Filme«, erzählt Sebastian Klein. Auch wenn die Filme nicht wirklich gut seien, würde ihn das Flair und das Gefühl dieser Filme faszinieren.
»Wir haben einige dramaturgische Kniffe daraus verwendet«, erzählt Klein außerdem.
Manuel Groß hingegen liebt es, wenn Filme mit der Erwartung des Zuschauers spielen. »Es fasziniert mich, wenn ein Film nicht so abläuft wie erwartet«, sagt er. Außerdem sei es für ihn wichtig, dass man bei den Filmen auch selber etwas zu interpretieren hat.
Florian Felderhoffs Inspiration kommt vor allem von Kurzfilmen. Egal ob von bekannten oder unbekannten Regisseuren.  Besonders achtet er darauf, was der Zuschauer unterbewusst beim schauen der Filme wahrnimmt.
Ganz einfach Filme gucken, können die Drei mittlerweile nicht mehr.
»Man kann keinen Film mehr anschauen, ohne zu bewerten, was man da sieht«, sagt Sebastian Klein. Man denke nun anders als ein normaler Zuschauer.

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