Klaus Angel

Ein rotes Fahrrad sorgt für Irritaitonen

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wolfgang Huste ist ein engagiertes Mitglied der Partei "Die Linke" in Bad Neuenahr-Ahrweiler und macht das auch nach außen deutlich.

So ist der Sprecher des Ortsverbandes und Kreisschatzmeister nicht selten mit seinem feuerroten Fahrrad unterwegs, auf dem dick der Schriftzug seiner Partei prangt.

Wenn das dreiräderige Lastenfahrrad nicht auf Tour ist, steht es vor seinem Antiquariat in der Telegrafenstraße 16. Am vergangenen Donnerstag sei ein Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes auf ihn zugekommen und habe ihn aufgefordert, das Fahrrad zu entfernen, berichtet der Händler gegenüber dem WochenSpiegel. Auf Nachfrage Hustes, ob das Fahrrad denn störe oder vorschriftswidrig abgestellt sei, habe ihm der Mann erklärt: »Sie haben da Parteiwerbung auf dem Fahrrad. Das ist nicht erlaubt.«

Ausgewiesen habe sich der Mann aber nicht, sagte Huste und ergänzt: »Auf dessen Uniform stand in großen Lettern Ordnungsamt.« Das hat Huste doch ein wenig sprachlos gemacht, schließlich ist es nichts außergewöhnliches, wenn etwa auf Autos Parteiaufkleber in verschiedenen politischen Farben prangen ? und bei seinem Fahrrad soll das nun nicht gestattet sein?

Das Fahrrad sei zu Werbezwecken vor der Telegrafenstraße 16 abgestellt worden, Davon geht die Stadt aus. Dazu wäre aber nach der Satzung der Stadt über »Sondernutzungen an öffentlichen Straßen« eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich gewesen, erklärte die Stadt auf Nachfrage des WochenSpiegels. Eine solche Erlaubnis habe Huste aber nicht beantragt oder die Stadt hat sie ihm nicht erteilt.

Der kommunale Vollzugsbeamte habe also nach Ansicht der Stadt richtig gehandelt, in dem er die Beseitigung der unerlaubten Sondernutzung gefordert hat.

 

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Damit der Bürger weiß, was er tun kann und muss

Monschau. »Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung des Atomkraftwerks »Tihange 2« in Belgien. Nun wurde unter seiner Federführung eine 24-seitige Informationsbroschüre verfasst.Region (Fö). Warum ist das Kernkraftwerk in Tihange gefährlich? Wie verhalte ich mich im Falle eines Falles richtig? Und: Was hat es mit den Jodtabletten auf sich? Das sind nur drei von vielen Fragen, die die Bevölkerung derzeit beschäftigen. Antworten darauf gibt jetzt die auf der EUREGIO-Wirtschaftsschau vorgestellte Informationsbroschüre. Herausgeber ist die StädteRegion Aachen gemeinsam mit der Stadt Aachen, den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg in Kooperation mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz. Die Broschüre, die in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit aller Partner entstanden ist, trägt den Titel »Informationen für die Bevölkerung in der Umgebung des Kernkraftwerks Tihange (B)«. Fachleute aus der ganzen Region haben die Informationen zusammen getragen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg: »Die Broschüre ist die erste ihrer Art und nur der erste Baustein unserer Katastrophenschutzplanung.«Schwerpunkte sind die Kraftwerke in Belgien, die Wirkung von Radioaktivität und der Katastrophenschutz in NRW. Es wird geklärt, wie die Bevölkerung im Ernstfall gewarnt wird, und welche Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen beachtet werden müssen. Die Einnahme von Jodtabletten und das richtige Verhalten bei einem GAU in Tihange werden erläutert. »Das Medienhaus Weiss ist nicht nur der Klage gegen Tihange beigetreten, es hat uns auch bei der Produktion der Informationsbroschüre unterstützt«, dankt Etschenberg dafür, dass nicht nur Politiker und Institutionen, sondern auch Unternehmen für die »gemeinsame Sache« einstehen.36.000 Broschüren sind gedruckt worden. Die Exemplare sind in den Rathäusern sowie den Kreishäusern und im Haus der StädteRegion Aachen erhältlich. Mehr Informationen und die gesamte Broschüre als E-Paper gibt es unter www.staedteregion-aachen.de/tihange»Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung…

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