Klaus Angel

Frischer Wind weht durchs Kreishaus

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dem neuen Kreistag Ahrweiler gehören sieben Parteien und Gruppierungen an. Frisch dabei sind die Alternative für Deutschland (AfD) und die Linken. Der Wochenspiegel hat sich bei den etablierten Parteien und bei den erstmals im Kreistag vertretenen Gruppierungen umgehört.

Die SPD kann auch in der kommenden Legislaturperiode neun Vertreter in den Kreistag Ahrweiler entsenden. Dies, obwohl bei der Wahl drei neue Gruppierungen um Wählerstimmen gekämpft hatten, sagt Lorenz Denn, Spitzenkandidat der »Sozis«. Zwar habe man auf einen weiteren Sitz gehofft, dennoch ist der SPD-Politiker mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.

Horst Gies, Spitzenkandidat der Christdemokraten bei der Kreistagswahl, bedankt sich bei den Wählern für das gute Ergebnis. 21 Mandate konnte die CDU bei der Wahl erringen. »Mit einer sauberen Politik, guten Leuten und einem ganz klaren Programm konnten wir das erreichen«.

Sehr zufrieden mit dem Wahlergebnis ist auch der Grünen-Spitzenkandidat Mathias Heeb. Die Partei konnte im Vergleich zur letzten Wahl ein Mandat mehr erringen und schickt fünf Abgeordnete ins Kreishaus. »Unsere Wähler haben mit ihrer Zustimmung unsere sehr sachbezogene und konstruktive Arbeit in der letzten Legislaturperiode bestätigt«. Die Grünen wollen auch künftig die Themen Energie, Öffentlicher Personennahverkehr und Bildung weiter vorantreiben. Hans Boes, Frontmann der Freien Wählergemeinschaft, verliert zwei Mandate und geht mit fünf Abgeordneten in die neue Legislaturperiode. »Wir werden unser Ergebnis soweit möglich genau analysieren und unsere Schüsse daraus ziehen«. Wie er sagt, sei das ein Einbruch, der die Freien Wähler aber nicht umhaut. »Das Ergebnis der Kreistagswahl ist für uns niederschmetternd,« sagt Ulrich van Bebber, Spitzenkandat der FDP. Konnten die Freien Demokraten 2009 noch fünf Mandate erringen, müssen sie sich nun mit zwei Sitzen begnügen.

Die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Dr. Johannes Hüdepohl konnte bei der Kreistagswahl erstmals drei Sitze erringen: »Wir freuen uns über das Wahlergebnis. Es zeigt, dass die Menschen im Kreis der AfD Vertrauen entgegen bringen. Unsere Inhalte wie Ausstieg aus dem »Erneuerbare-Energien-Gesetz«, Förderung des Handwerks und des Mittelstands, solide Kreisfinanzen haben überzeugt«.

Ebenfalls erstmals im Kreistag sind die Linken. Marion Morassi, deren Spitzenkandidatin, zieht in das Parlament ein. Sie freut sich, dass es die Partei nach hartem Parteiaufbau, vielen Wahlkämpfen und einem spannenden 48 Stunden Wahlkampf im Kreisgebiet nun endlich mit einem Sitz in den Kreistag geschafft habe. Morassi: »Nun gilt es für mich, unsere Themen in den Kreistag einfließen zu lassen und uns als kritische Oppositionspartei glaubwürdig zu präsentieren und zu positionieren.

Die Ergebnisse der Kreistagswahl in Ahrweiler auf einen Blick:

 

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Damit der Bürger weiß, was er tun kann und muss

Monschau. »Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung des Atomkraftwerks »Tihange 2« in Belgien. Nun wurde unter seiner Federführung eine 24-seitige Informationsbroschüre verfasst.Region (Fö). Warum ist das Kernkraftwerk in Tihange gefährlich? Wie verhalte ich mich im Falle eines Falles richtig? Und: Was hat es mit den Jodtabletten auf sich? Das sind nur drei von vielen Fragen, die die Bevölkerung derzeit beschäftigen. Antworten darauf gibt jetzt die auf der EUREGIO-Wirtschaftsschau vorgestellte Informationsbroschüre. Herausgeber ist die StädteRegion Aachen gemeinsam mit der Stadt Aachen, den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg in Kooperation mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz. Die Broschüre, die in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit aller Partner entstanden ist, trägt den Titel »Informationen für die Bevölkerung in der Umgebung des Kernkraftwerks Tihange (B)«. Fachleute aus der ganzen Region haben die Informationen zusammen getragen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg: »Die Broschüre ist die erste ihrer Art und nur der erste Baustein unserer Katastrophenschutzplanung.«Schwerpunkte sind die Kraftwerke in Belgien, die Wirkung von Radioaktivität und der Katastrophenschutz in NRW. Es wird geklärt, wie die Bevölkerung im Ernstfall gewarnt wird, und welche Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen beachtet werden müssen. Die Einnahme von Jodtabletten und das richtige Verhalten bei einem GAU in Tihange werden erläutert. »Das Medienhaus Weiss ist nicht nur der Klage gegen Tihange beigetreten, es hat uns auch bei der Produktion der Informationsbroschüre unterstützt«, dankt Etschenberg dafür, dass nicht nur Politiker und Institutionen, sondern auch Unternehmen für die »gemeinsame Sache« einstehen.36.000 Broschüren sind gedruckt worden. Die Exemplare sind in den Rathäusern sowie den Kreishäusern und im Haus der StädteRegion Aachen erhältlich. Mehr Informationen und die gesamte Broschüre als E-Paper gibt es unter www.staedteregion-aachen.de/tihange»Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung…

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