Sascha Bach

FDP sorgt sich um die Landesstraße 79

Birresdorf. Früher als sonst ist der Frühling ausgebrochen. Während sich die Menschen im AW-Kreis an der Blütenpracht und den steigenden Temperaturen erfreuen, steuern die Autofahrer über Straßen, die kaum bis gar nicht beschädigt über den milden Winter gekommen sind. Dennoch stehen in den nächsten Monaten einige Baumaßnahmen an, die mit Einschränkungen für die motorisierten Verkehrsteilnehmer verbunden sind.

Geschätzte 1,75 Millionen Euro werden allein in die Landesstraße 85 investiert. Hier gilt es, die Ortsdurchfahrt Ahrbrück komplett auszubauen - inklusive Gehweg - und die Stützwand am Kesselinger Bach in Gänze zu erneuern. Wenn die Arbeiten voraussichtlich im vierten Quartal beginnen, ist eine Vollsperrung nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich »versuchen wir aber Beeinträchtigungen so weit wie möglich zu minimieren«, sagt Bernd Cornely, der Leiter des Landesbetriebs Mobilität Cochem-Koblenz.

Im laufenden Jahr sollen weitere Projekte umgesetzt werden. Unter anderem steht die Landesstraße 79 auf der Agenda. Innerhalb der Ortsdurchfahrt Birresdorf ist die Fahrbahn abgesackt. Dieser Zustand soll für rund 40.000 Euro ab dem dritten Quartal verbessert werden.

Ungeachtet dessen fordert die FDP mehr Investitionen in den Straßenbau und eine baldige Ausbesserung der L 79 von Birresdorf nach Remagen. »Die Straße ist in einem katastrophalen Zustand, sodass die Unfallgefahr immer größer wird. An vielen Stellen sind die Straßenränder bereits abgesackt«, so der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber. Zudem gebe es tiefe Spurrillen und die Fahrbahnmarkierung sei teils mangelhaft, teils nicht vorhanden. Seine Stellvertreterin Christina Steinheuer mahnt: » Hier fahren oft schwere Lkw, sodass Autofahrer auf der ohnehin recht schmalen Straße durch den Wald bei Gegenverkehr oft über den Seitenstreifen hinaus ausweichen müssen. Noch schlimmer ist es für Radfahrer, die aufgrund der vielen Kurven erst im letzten Moment zu sehen sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auf der Straße der nächste schwere Unfall passiert.« Sie findet es »unverständlich und unverantwortlich, dass das für die L 79 zuständige Land Rheinland-Pfalz außer gelegentlicher Flickschusterei an dieser aus Polizei- und Unfallstatistiken bekannten Gefahrenstelle nichts macht.«

Mit ihrem Anliegen zur L 79 haben sich die Liberalen, die den Bau eines parallel verlaufenden Fahrradweges als optimal ansehen, an Cornely gewandt. Dieser verweist auf die begrenzt zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Es gelte, Prioritäten zu setzen, damit die verfügbaren Mittel möglichst effizient verwendet werden.

Nach Angaben des Landesbetrieb-Leiters ist die L 79 im landesweiten Vergleich mit einem mittleren täglichen Verkehrsaufkommen von etwa 1.500 Fahrzeugen auf dem Abschnitt Remagen/Birresdorf eher schwach belastet. Die durchschnittliche Verkehrsbelastung liegt bei rund 2.700 Fahrzeugen am Tag. Vor diesen Hintergründen konnten Sanierungsmaßnahmen noch nicht als vordringlich bewertet werden. Cornely berichtet jedoch von laufenden Kontrollen sowie Reparatur- bzw. Instandhaltungsarbeiten, die bei Bedarf durchgeführt würden. Im vergangenen Jahr sei zum Beispiel bereichsweise die Fahrbahndecke mit dem Kleinfertiger erneuert worden.

Als positives Signal erachtet Cornely die Fahrbahnverdrückungen in der Ortsdurchfahrt Birresdorf. Voruntersuchungen hätten bereits stattgefunden. Den Vorbereitungen sollen in diesem Jahr die Instandsetzungsmaßnahmen folgen.

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