Höchster Pegelstand ist erreicht (mit Video)

Remagen. In Remagen-Kripp hat die Feuerwehr einen Pendelverkehr mit Booten eingerichtet. Die alteingesessenen Kripper nehmen das Rhein-Hochwasser gelassen.

Der Rhein hat heute seinen höchten Pegelstand erreicht, das Wasser sinkt langsam wieder. In Remagen-Kripp ist die Rheinallee überflutet. Die Anwohner sind vom Ufer abgeschnitten. Die ehrenamtlichen Helfer der Freiwilligen Feuerwehr haben einen Fährverkehr eingerichtet, um sie zu ihren Häusern zu bringen. Mindestens 50 Anwohner seien davon betroffen, schätzte die Feuerwehr vor Ort. Doch besonders die alteingesessenen Kripper kennen solche Wassermassen. Viele besitzen eigene stabile Leitern, die sie mit Gurten an ihre Balkongitter im ersten Stock festgezurrt haben. Von dort können sie in die Boote steigen. Manch einer hat sich sogar selbst ein Boot zugelegt. Der ein oder andere nimmt die Situation mit Humor: "Baden verboten" steht an einem Schild, das an einem Balkon hängt. Gefährlich ist das übrigens tatsächlich. Die Strömung ist selbst am Rand des Rheins enorm. Deswegen ist bei den Feuerwehrleuten in den Booten auch höchste Aufmerksamkeit geboten. Sie wissen auch stets, wo sich am Ufer unter den Fluten Hindernisse wie Mauern oder Zäune befinden.

Rheinpromenade überflutet

Auch in Remagen ist ein Flanieren über die Rheinpromenade derzeit nicht möglich. Die Stege der Schiffsanleger ragen steil aus den Fluten empor. Auf dem Rhein vor Oberwinter haben Schiffe geankert, die Schifffahrt ist eingestellt. Bis es weitergeht, müssen die Besatzungen allerdings noch einige Zeit ausharren. Auch für die Autofahrer geht es bei Oberwinter nicht den gewohnten Weg. Die Bahnunterführung der K40 in Bereich Am Unkelstein ist überflutet und nicht befahrbar. Unkelbach ist nur über die B9 zu erreichen.

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