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»Ich will alles tun, um den Titel zu gewinnen«

Sinzig. Mohamed Abdallah will Weltmeister im K1-Boxen werden. »K1« ist keine Stilrichtung für sich wie Karate. Vielmehr geht es darum, dass sich Kämpfer aus verschiedenen Kampfsportarten messen und somit der beste Einzelkämpfer aus allen Sportarten gewinnt.

Wenn Mohamed Abdallah am 19. November in der Remagener Rheinhalle zu seinem nächsten Kampf in den Ring steigt, will er sich den Weltmeister-Titel holen. »Ich will immer mein Bestes geben und auf jeden Fall gewinnen«, sagt der 22-Jährige selbstbewusst. Dabei baut er natürlich auch auf den Heimvorteil, denn der Fight gegen den kampferprobten Taha Efe aus der Türkei, der ein paar Jahre älter ist als der Sinziger, wird eine harte Nuss. »Er ist schlagbar, aber man weiß nie, was alles im Ring passieren kann«, sagt auch Veranstalter Ali Pehlivan. »Die Chancen stehen 50 zu 50.«
Bereits mit 14 hat Mo, wie seine Freunde ihn nennen, mit dem Sport angefangen. »Zuerst habe ich Fußball ausprobiert, aber das hat nicht so gut geklappt«, lacht der sympathische Sinziger. Dabei wollte er unbedingt aktiv werden, um etwas gegen sein Übergewicht zu tun, das er damals mit sich herumschleppte. Weil er aber zu jung fürs Training im Fitnessstudio war, entschloss er sich, mit dem Kickboxen zu beginnen und ging zu »Marmas Gym« in Bad Breisig. Auch heute noch gehört Mario Mastromarino zum Trainerstab des 22-jährigen Hünen, der mittlerweile im Schwergewicht antritt.
Die Vorbereitung auf den WM-Kampf ist ein Vollzeit-Job. »Ich bin noch kein Profi, aber auf dem besten Weg dorthin«, sagt Mo. »Sportlich gesehen ist er auf jeden Fall ein Profi, der das Training sehr ernst nimmt«, lobt ihn hingegen Sergio Londero aus Remagen. Der Café-Besitzer gehört seit vielen Jahren zu den Förderern seiner Sportlaufbahn: Mo, der nach der Scheidung seiner aus dem Libanon stammenden Eltern ohne Vater aufwuchs, nennt ihn liebevoll »Papa«.
In der Familie und bei Freunden findet Mohamed Abdallah den Rückhalt, den er vor seinem großen Kampf braucht, denn das Training ist anstrengend.
Erfahrung im Ring hat Mo in den vergangenen Jahren reichlich gemacht: Im Mai 2015 wurde er Deutscher Meister, danach standen internationale Kämpfe auf dem Programm. In diesem Frühjahr holte er sich den EM-Titel. »Ich will alles tun, damit der WM-Gürtel am 19. November in Remagen bleibt«, gibt sich Mo zuversichtlich. Die Vorkämpfe beginnen um 18, das Hauptprogramm um 20 Uhr.

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Bühne frei für die Künstler von morgen

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