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Neue Informationen zur Trinkwasser-Chlorung in Sinzig

Sinzig. Die Stadtwerke Sinzig bieten neue Informationen zur aktuellen Chlorung des Trinkwassers in Sinzig und Bad Breisig und zur weiteren Dauer.

Seit etwa drei Monaten wird das Trinkwasser der Stadt Sinzig und der Verbandsgemeinde Bad Breisig durch die Zugabe von Chlor desinfiziert. Zu dieser notwenigen Maßnahme kam es, da bei routinemäßigen Proben am 12.08.2016 an vier Stellen zwischen 1 und 3 coliforme Keime festgestellt wurden. Durch das Chlor wird eine Ausbreitung der Keime verhindert und eine Beeinträchtigung der Gesundheit vermieden.Die Maßnahme zeigt auch ihre Wirkung, denn bereits seit dem 19.08.2016 wurde in keiner Trinkwasserprobe mehr ein coliformer Keim nachgewiesen. Es besteht daher keine Gefahr für die Kunden. Gleichzeitig wurde natürlich mit der eigentlichen Ursachenforschung begonnen. Nach einer ersten Überprüfung aller bautechnischen Anlagen und des rund 150 km langen Leitungsnetzes war jedoch kein Hinweis (wie z.B. ein Rohrbruch) erkennbar. Insofern wurde es notwendig, die in Frage kommenden Anlagenteile nacheinander nach dem „Ausschlussprinzip“ zu inspizieren, zu reinigen und mikrobiologisch zu beproben und all dies zu bewerten. Jeder dieser Schritte dauerte mehrere Wochen. Dabei war es sinnvoll, dem Weg des Trinkwassers zu folgen.
Als erstes wurden daher die drei im Betrieb befindlichen Trinkwasserbrunnen spezifisch untersucht. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auch wiederum auf die Thematik der Gülle-Ausbringung außerhalb des Trinkwasserschutzgebietes gelegt. Nach Abschluss der mehrwöchigen Untersuchung konnte jedoch gesichert festgehalten werden, dass kein Zusammenhang zwischen Gülle und den Keimen besteht. Die Wasserqualität an den Brunnen war stets einwandfrei.
Als nächstes wird bereits seit September die zentrale Trinkwasseraufbereitungsanlage überprüft. Diese sogenannte Entsäuerungsanlage besteht aus einer Vielzahl von Komponenten wie Filtern, Be- und Entlüftungsanlagen, Riesleranlagen, Rohrleitungen und Tiefbehältern. Alle Anlagenteile sind zudem redundant (=doppelt) vorhanden, um bei einem Ausfall eines Teils die Wasserversorgung weiterhin aufrechterhalten zu können. Sollten alle Tests dort positiv verlaufen, so sind im Anschluss daran noch die Tiefbehälter sowie die anschließenden Hochbehälter im Stadtgebiet zu untersuchen, zu reinigen und zu beproben.
Diese gestaffelte, aber zeitaufwendige Vorgehensweise ist notwendig und auch sinnvoll, denn unser Trinkwasser ist ein Lebensmittel und entsprechend hoch sind die Anforderungen.
Damit bleibt die wichtigste Frage nach dem „“Wie lange noch?“
Das Trinkwasser kann unbedenklich getrunken werden - die Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen durch das Chlor sind aber natürlich unangenehm. Die Chlorung stellt jedoch sicher, dass keine neuen Keime ins Trinkwasser gelangen.
Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, werden die Stadtwerke diese Ursachensuche weiterhin sehr gewissenhaft und gründlich durchführen. So lange ist eine Chlorung nötig, damit in jedem Fall die gesetzlich vorgegebene Trinkwasserqualität sichergestellt werden kann.
Aber selbst unter optimalen Bedingungen wird es ganz sicher noch einige Zeit dauern, bis die Stadtwerke endlich „grünes Licht“ für die Beendigung der Chlorung erhalten können.

Für weitere Fragen, auch zu tagesaktuellen Informationen, gibt es die
Service Nr. (0 26 42)  40 01 80. Auch im Internet werden Sie informiert: www.stadtwerke-sinzig.de.

Die Kunden in der Verbandsgemeinde Bad Breisig können sich unter 0800-1701707 an die REMONDIS EURAWASSER GmbH wenden.

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