Klaus Angel

Weitere Stolpersteine in Ahrweiler

Sinzig. Am 12. November verlegt Gunter Demnig zwanzig weitere Stolpersteine. Die Aktion in Ahrweiler beginnt um 9.30 Uhr mit einem Empfang in der ehemaligen Synagoge in der Altenbaustraße 12a

Dazu sowie zur anschließenden Verlegung sind interessierte Bürger herzlich eingeladen. Um 10 Uhr wird Gunter Demnig in der Oberhutstraße 31 zunächst zwei Stolpersteine für die jüdische Familie Recha und Wilhelm Levy verlegen. Danach werden in der Plätzerstraße 43 und 40 Mutter und Tochter Gärtner sowie die Familie Isidor Levy geehrt. Letzte Station ist gegen 11.20 Uhr im Kanonenwall 46. Hier werden insgesamt 10 Stolpersteine für die Familie Alexander und Regina Gottschalk eingesetzt.Zum ersten Mal werden mit den Stolpersteinen für die im Zuge der Deportationen zu Tode gekommenen jüdischen Familien auch Platzhaltersteine für überlebende Angehörige verlegt. Diese können in Absprache mit den noch lebenden Familienangehörigen später entsprechend mit Namen versehen werden. Ziel ist es, so Gunter Demnig, den Opfern nicht nur ihre Identität zurückzugeben, sondern auch die Familien wieder zusammen zu führen.Wie in den beiden Jahren zuvor war die Übernahme der Stolperstein-Patenschaften überhaupt kein Problem. Für die diesjährige Verlegung hatten sich wieder zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtgebiet und darüber hinaus für die Übernahme einer Patenschaft gemeldet, so dass die Finanzierung aller Steine für Ahrweiler bereits Anfang des Jahres gesichert war. Selbstverständlich beteiligen sich auch die Schulen aus dem Stadtgebiet wieder an der Aktion. Schüler der Grundschule Ahrweiler, der Berufsbildenden Schule des Kreises Ahrweiler und des Gymnasiums Calvarienberg werden die Namen der betroffenen Familienangehörigen verlesen.

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