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Schüler malten für Mechernichs Stadtjubiläum

Dreitägige Workshops mit Günter Preuss und Franz Kruse - Ausstellung im Rathaus

Zum Jubiläum der Stadtwerdung in Mechernich haben die Künstler Franz Kruse und Günter Preuss ein Kunstprojekt mit Schülern durchgeführt. Jeweils drei Tage lang kamen die Schüler der Gesamtschule und der Hauptschule Mechernich in die Ateliers der Künstler, um dort selbst kreativ zu werden.

Ein schwarzer Löwe mit roter Zunge und Krallen sowie Hammer und Schlägel auf blauem Grund sind die prägenden Elemente im Wappen der Stadt Mechernich. Im Atelier von Franz Kruse durften acht Schüler der Mechernicher Gesamtschule mit diesen Formen und Farben neue Wappen auf großflächigem Papier gestalten.

»Mechernich ist eine Stadt die zusammenhält«, erklärte Amina Ajdini. Ihre Idee setzte sie mit zwei Löwenköpfen in ihrem Wappen um, deren Zungen ineinander verschlungen sind. Das Wappen von Lena Sommer zeigt die roten Krallen des Löwen und in der Mitte das Werkzeug der Bergmannsleute. »Die Krallen des Löwen liegen als Schutz über der Stadt Mechernich, in deren Mittelpunkt das Bergwerk stand«, so die junge Künstlerin.

Während sich die Gesamtschüler der Jahrgangsstufe sieben unter Anleitung von Franz Kruse künstlerisch mit dem Wappen der Stadt Mechernich auseinandersetzten, verfolgte Günter Preuss bei dem Kunstprojekt einen anderen Ansatz.

Bei ihm wandten die Schüler der Jahrgangsstufe neun aus der Mechernicher Hauptschule eine Drucktechnik mit Styroporplatten an, arbeiteten mit Schablonen und fertigten Collagen. »In die Styroporplatten kann man ganz einfach mit Fingern oder Holzstäbchen Muster einprägen«, erklärte Günter Preuss. Aus normalem Papier wurden außerdem grobe Formen ausgerissen, so dass Schablonen entstanden, die entweder farbig ausgefüllt oder für mehr Tiefe als Collagentechnik auf das Bild aufgesetzt werden konnten. »Da ist Kreativität gefragt«, so der Künstler aus Lückerath.

Hintergrund der Aktion ist das Stadtjubiläum: Im Oktober wird die Stadt Mechernich 40 Jahre alt. Aus diesem Anlass sollen die Bilder der jungen »Kunstschüler« in der ersten Etage des Mechernicher Rathauses ausgestellt werden. Die offizielle Eröffnung ist für Samstag, 3. Oktober, geplant. »Wir sind dankbar, dass die beiden Künstler mitgemacht und ihr Wissen an die Schüler weitergegeben haben«, sagte Ralf Claßen, Kämmerer der Stadt Mechernich und Mitinitiator des Projektes.

Im Anschluss an die Ausstellung können die jungen Künstler ihre Werke mit nach Hause nehmen, sie im Rathaus hängen lassen oder in der Schule ausstellen. »Ich möchte mein Bild zu Hause aufhängen«, hatte sich der 14-jährige Mohammed Setaboh bereits entschieden.

Gespannt erwarten die Schüler nun »ihre« Ausstellung. »Ich hätte vorher nie gedacht, dass meine Bilder einmal ausgestellt würden«, so die 15-jährige Riva Godsch aus Kommern. »Das ist etwas ganz anderes, wenn so viele Leute mein Bild sehen und eine eigene Meinung dazu haben«, erklärte die Schülerin Lena Sommer. Wichtigstes Kriterium: »Gut ist es, wenn’s mir selber gefällt«, so Mohammed Setaboh.

»Es ist erstaunlich, was dieses Projekt aus den Schülern herausgekitzelt hat«, zeigte sich Rita Hupp-Schneider, Lehrerin der Gesamtschule Mechernich, beeindruckt. Dieser Ansicht war auch Ralf Claßen: »Alle Arbeiten sind so toll geworden, das hat sich wirklich gelohnt.«

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VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

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