Acht monatige Bewährungsstrafe für Ex-Ortsbürgermeister?

Fliessem. Der Fall um den ehemaligen Fließemer Ortsbürgermeister Klaus Schnarrbach geht in die nächste Runde. Im Laufe der Woche  hat das Amtsgericht Bitburg dem 71-Jährigen den Strafbefehl zugestellt. In diesem wird ihm Untreue vorgeworfen. Als Strafe hat das Gericht eine achtmonatige Bewährungsstrafe und die Rückzahlung von 2346 Euro festgelegt.  Das Urteil wird in zwei Wochen rechtskräftig, falls Schnarrbach keinen Widerspruch einlegt. Zum Vorwurf heißt es wörtlich im Strafbefehl: »Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, in den Jahren 2012 bis 2016 in 39 Fällen Gebühren aus der Vermietung des örtlichen Gemeindehauses in bar vereinnahmt und pflichtwidrig nicht an die Verbandsgemeindeverwaltung weitergeleitet, sondern nach eigenem Gutdünken für eigenmächtig festgelegte Zwecke verbraucht zu haben.« Die veruntreuten Gelder, die der Ortsbürgermeister nicht wie vorgeschrieben an die VG-Verwaltung abführte, belaufen sich auf eine Gesamtsumme von 3.750 Euro.  Rund 1400 Euro davon hat der pensionierte Hauptkommissar Schnarrbach inzwischen  zurückgezahlt.  Auf Nachfrage erläutert Claudia Stadler,  Direktorin des Amtsgerichts, dass Schnarrbach sich darauf berufen habe, dass das Geld nicht in seine Privatschatulle geflossen sei. Vielmehr habe  er es  für allgemeine  Zwecke innerhalb der Ortschaft eingesetzt. Beerdigungen und Vereinsangelegenheiten zählt Stadler auf.  Wofür der Angeklagte das veruntreute Geld verwendet hat, spielte allerdings für die richterliche Entscheidung keine Rolle, erklärt Stadler. »Am Tatbestand des Vorwurfs der Untreue ändert es nichts«, so Stadler weiter. Der Frage, wofür das Geld tatsächlich ausgegeben wurde, ist die Staatsanwaltschaft daher auch bislang nicht nachgegangen. Das kann aber möglicherweise aufgeklärt werden, wenn es zur Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht  kommen sollte und das Gericht die Frage als relevant einstuft. Zwei Wochen hat Schnarrbach Zeit, um auf den Strafbefehl zu reagieren. Ihm bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder er akzeptiert den Strafbefehl, dann gilt der Urteilsspruch. Oder er legt Widerspruch ein. In diesem Fall kommt es zur Hauptverhandlung.    Zum Jahresende 2016 ist Schnarrbach nach 30 Jahren aus dem Amt ausgeschieden. Damals liefen die staatsanwaltlichen Ermittlungen bereits. Schnarrbach hatte allerdings einen Zusammenhang mit seiner Entscheidung verneint. Wörtlich sagte er dem Wochenspiegel im Januar: »Ich trete aus persönlichen, gesundheitlichen Gründen zurück.« Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue hatte die Staatsanwaltschaft im Sommer 2016 aufgenommen. Der gesetzliche Strafrahmen bei Untreue nach § 266 StGB  reicht von einer Geldstrafe bis hin zur Freiheitsstrafe bis fünf Jahre. (bil)Der Fall um den ehemaligen Fließemer Ortsbürgermeister Klaus Schnarrbach geht in die nächste Runde. Im Laufe der Woche  hat das Amtsgericht Bitburg dem 71-Jährigen den Strafbefehl zugestellt. In diesem wird ihm Untreue vorgeworfen. Als Strafe hat das…

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Preis für Umweltprojekte verliehen

Kreis Bitburg / Prüm. In den Verbandsgemeinden Bitburger Land, Südeifel und Speicher geht der innogy Klimaschutzpreis 2017 an insgesamt neunzehn Preisträger. Dr. Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, überreichte in Bitburg gemeinsam mit dem Leiter der Region Trier von innogy Michael Arens die Urkunden an die Gewinner. Insgesamt vergibt innogy beim Klimaschutzpreis Preisgelder in Höhe von 9.500 Euro im südlichen Eifelkreis. Die Palette der prämierten Projekte reichte von Dreck-Weg-Tagen im Gemeindegebiet über die energetische Sanierung eines Vereinsheimes bis hin zur Pflege von Grünflächen. Mit dem Preis zeichnet der Eifelkreis gemeinsam mit innogy das Engagement zur Förderung von Umwelt und Natur aus. Landrat Dr. Joachim Streit und Michael Arens von innogy würdigten den bürgerschaftlichen Einsatz der Preisträger. Das Preisgeld von jeweils 500 Euro kommt dabei der Weiterführung des Projektes zugute. „Dass Klimaschutz direkt vor unserer Haustür beginnt und auch funktioniert, haben die Preisträger bewiesen. Wir brauchen Vorbilder, an denen sich andere orientieren können“, betonte Landrat Dr. Streit und ergänzte: „Gemeinsam sind wir stark – ich wünsche mir, dass viele weitere Gemeinden dem Anreiz des Klimaschutzpreises folgen und sich mit kleineren Maßnahmen in ihrer Heimatgemeinde engagieren, um den Klimaschutz voranzubringen.“ Michael Arens von innogy erklärte: „Jede Initiative für den Umweltschutz verdient unsere Hochachtung und Wertschätzung. Gerade das Umweltschutz-Engagement geschieht oft im Verborgenen. Umso wichtiger ist uns diese Möglichkeit der Auszeichnung.“ Der Klimaschutzpreis der innogy wird jährlich für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen. Die Städte und Gemeinden sind aufgerufen, besondere Projekte zur Prämierung vorzuschlagen. Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Nähere Informationen unter www.innogy.com /klimaschutzpreis. Und das sind die Gewinner des innogy Klimaschutzpreises 2017 in den Verbandsgemeinden Bitburger Land, Südeifel und Speicher im Eifelkreis Bitburg-Prüm, der mit einem Preisgeld von je 500 Euro dotiert ist: ·        Sportverein Baustert (Aktion „Saubere Landschaft“ im Gemeindegebiet) ·        Musikverein Bickendorf (Einbau von energieeffizienten Geräten in der Küche des Vereinsheims) ·        Jugendfeuerwehr Brecht (Aktion „Saubere Landschaft“ in der Ortslage und der Kreisstraße K 67) ·        Pia Lehnen aus Gondorf  (Verschönerung und Pflege der Grünflächen und Blumenbeete der Gemeinde) ·        Kinder u. Jugendliche Theatergruppe Gransdorf (Aktion „Saubere Landschaft“ in der Gemeinde) ·        Geschichtlicher Arbeitskreis Nattenheim (Pflege der Wanderwege) ·        Freiwillige Feuerwehr Niederweiler (Aktion „Saubere Landschaft“ an Straßen und Gewässern) ·        Arbeitskreis "Grüngestaltung" im Rahmen Zukunftscheck Dorf (Umwandlung von Grünflächen in Blumenwiesen innerhalb der Ortslage von Oberkail) ·        Förderverein Freiwillige Feuerwehr Oberweiler/Merkeshausen (Gewässer- und Uferreinigung entlang der Prüm in einem Teilstück von 3 Kilometern in Merkeshausen) ·        DJK Wißmannsdorf - Abteilung Fischerei (langjähriges Engagement zur Gewässerreinhaltung und der Uferrandstreifen-Reinigung in der Gemarkung Hermesdorf) ·        Gabi Lücker-Driesen aus Auw an der Kyll (floristische Gestaltung Grünflächen in der Gemeinde) ·        Senioren-Arbeitsgemeinschaft Orenhofen (langjährige Pflegearbeiten an Hecken, Bäumen und Grünflächen im Gemeindegebiet) ·        Freizeit Spielgemeinschaft Philippsheim (energetische Sanierung Vereinsheim durch energieeffiziente Beleuchtung) ·        Bürgergruppe Altscheid (nachhaltige Landschaftspflege in der Gemeinde) ·        FFW Emmelbaum (Baumpflege in den Ausgleichsflächen im Gemeindegebiet) ·        Frauengruppe Kaschenbach (langjährige Pflege der öffentlichen Grünflächen im Gemeindegebiet) ·        Schock-Club Menningen (energetische Sanierung eines Gemeinschaftshauses in der Ortslage) ·        Frauengemeinschaft Utscheid (Pflege und Gestaltung des Dorfplatzes und der Brunnenanlage) ·        Kreisimkerverband Bitburg (Anlegen von Blumenwiesen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge)In den Verbandsgemeinden Bitburger Land, Südeifel und Speicher geht der innogy Klimaschutzpreis 2017 an insgesamt neunzehn Preisträger. Dr. Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, überreichte in Bitburg gemeinsam mit dem Leiter der…

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Die vielleicht kleinste Touristen-Hochburg NRWs 

Simonskall. Simonskall (Fö). «Wir sind nur 52 Einwohner - da bekommst Du von alleine keine Aufmerksamkeit. Die müssen wir uns selbst erarbeiten.« Das Kleinod Simonskall in aller Munde - das schafft Manuela Baier, die seit rund drei Jahren das Landhotel Kallbach betreibt, in stetger Regelmäßigkeit. Sie hat am Hotel viel modernisiert, das Durchschnittsalter der Gäste von Anfang 70 auf 52 Jahre gesenkt und nicht zuletzt mit der »Adventure Golf«-Anlage für eine neue Attraktion gesorgt.Innovative Ideen, nachhaltiges Wirtschaften und soziales Engagement - das sind Dinge, die Manuela Baier nun auch Platz drei beim »Gründerpreis NRW 2017« beschert haben. Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat gemeinsam mit Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, den mit insgesamt 60.000 Euro dotierten Preis verliehen. Mit dem ersten Platz wurde IOX LAB aus Düsseldorf geehrt, gefolgt vom Dortmunder Unternehmen Green IT und dem Landhotel Kallbach aus Simonskall.»Die Auszeichnung ist ein Teampreis. Denn wir alle zeigen 365 Tage im Jahr großes Engagement - der Preis bedeutet für uns eine ganz besondere Wertschätzung«, weiß Baier, dass sich ein Hotel nur als Mannschaft gut führen lässt. Sie selbst schaue dabei gerne mit dem Auge des Gastes, um ihre Mitarbeiter immer wieder zur Perfektion zu treiben.Auch die Zusammenarbeit mit anderen Gastronomen in Simonskall sei ihr wichtig. »Wir müssen uns als Einheit sehen, um diesen kleinen Ort touristisch zu vermarkten. Denn jeder der fünf gastronomischen Einrichtungen hat seine Eigenart, warum es sich lohnt, Simonskall zu besuchen«, so die Preisträgerin - übrigens die einzige Frau unter den Top Ten.Standort stärkenBei der Preisverleihung in der Düsseldorfer Halle am Wasserturm sagte Minister Pinkwart: »Der Gründerpreis NRW spiegelt die lebendige Start-up-Szene in unserem Land wider. Die Gründer beweisen dabei ein großes Gespür für Marktlücken und innovative Lösungen.« Eckhard Forst unterstrich die Relevanz von Unterstützungsangeboten für junge Unternehmen: »Der Preis schafft Sichtbarkeit und hilft Gründern, sich weiter am Markt zu etablieren. Wir brauchen in Nordrhein-Westfalen ein vielfältiges Gründungsgeschehen – das stärkt den Standort und sorgt dafür, dass NRW dauerhaft zukunftsfähig bleibt.«Stimmiges KonzeptDas Landhotel Kallbach & Kallbach’s Adventure Golf überzeugte durch ein stimmiges Gesamtkonzept aus Hotellerie und Sportangebot. Das Vier-Sterne-Hotel bietet Raum für Tagungsgäste wie Urlauber und beherbergt Familienfeiern oder Betriebsfeste. Neben der erfolgreichen Unternehmensführung zeige Baier zudem großes soziales Engagement, so die Jury. Seit die Unternehmerin das Hotel 2015 übernommen hat, bietet sie unter anderem geflüchteten Menschen Hilfestellung bei der Integration in den Arbeitsmarkt.Das erstplatzierte IOX LAB von Gründer Robert Jänisch entwickelt seit 2015 intelligente und vernetzte Produkte aus dem Bereich Internet of Things und beeindruckte die Jury nicht zuletzt mit Düsseldorfs erstem menschenähnlichem Roboter – rein aus dem 3D-Drucker. Innerhalb von 30 Tagen macht das IOX LAB aus der ersten Idee einen Prototypen.Thomas Lesser, Jan Schriewer und André Dohm, die Gründer von Green IT Das Systemhaus GmbH, bieten ihren Kunden eine Rundumberatung zu nachhaltigen Unternehmensstrukturen und niedrigen Umweltbelastungen. Gemäß ihrem Grundsatz »ökonomisch handeln – ökologisch denken«, vermitteln sie energieeffiziente und ressourcenschonende Informationstechnik.Der »Gründerpreis NRW des Wirtschaftsministeriums und der NRW.BANK honoriert die kreativsten und erfolgreichsten Geschäftsideen des Landes. Mit 153 Bewerbungen erreichte die Zahl der Einsendungen einen neuen Höchststand. Die Bandbreite der Einreichungen reichte vom klassischen Maschinenbau über modernes Gastgewerbe bis hin zu ökologisch-engagierten Digital-Start-ups.Gründerpreis Sie will wirtschaftlichen Erfolg für sich, aber auch ganz Simonskall zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Mit Platz drei beim Gründerpreis NRW ist dies Manuela Baier sicherlich mehr als gelungen. Weitere Informationen zum Preis und den nominierten Unternehmen finden Sie unter www.gruenderpreis.nrw.de  Simonskall (Fö). «Wir sind nur 52 Einwohner - da bekommst Du von alleine keine Aufmerksamkeit. Die müssen wir uns selbst erarbeiten.« Das Kleinod Simonskall in aller Munde - das schafft Manuela Baier, die seit rund drei Jahren das Landhotel…

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