»Wir können und müssen etwas tun«

Monschau. »Wir können und müssen etwas tun«Städteregionsrat Helmut Etschenberg hat mit seinem Vorstoß, als Städteregion Aachen gegen das Atomkraftwerk »Tihange« vorzugehen, bundesweite Medienpräsenz erfahren. Im exklusiven Interview stellt er sich den Fragen des WochenSpiegel.Seit Monaten macht der »Pannenreaktor« negative Schlagzeilen und versetzt. die Menschen in der Städteregion Aachen in Angst und Schrecken. Wie schätzen Sie die Gefahrenlage ein?Etschenberg: Ich habe kein Vertrauen in die Verlautbarungen aus Belgien. Dass Kühlwasser aufgeheizt werden muss, um den Schutzmantel zu erhalten, zeigt die ganze Brisanz auf.Der Städteregionstag beschließt im Eilverfahren außerplanmäßige Aufwendungen für Gerichtskosten. Wie rechtfertigen Sie die etwa 80.000 Euro Steuergelder?Etschenberg: Da besteht völlige Einigkeit in der Politik. Wir wollen die Existenz der Menschen erhalten, da kann es nicht auf das Geld ankommen.Warum haben Sie gleich zwei Anwaltskanzleien aus zwei Ländern zu Rate gezogen?Etschenberg: Die größten Erfolgsaussichten verspricht die belgische Rechtssprechung. Da ist es wichtig, auch belgische Anwälte an seiner Seite zu haben.Anwältin Dr. Ute Jasper spricht von einer guten Rechtsgrundlage, lässt aber Erfolgsaussichten noch nicht zu. Wie sehen Sie die Chancen vor Gericht?Etschenberg: Wir sind guter Dinge, aber versprechen können wir nichts.Sie wollen einen Antrag beim belgischen Staatsrat stellen, der die Zulassung der Wiederinbetriebnahme von Tihange 2 für nichtig erklären soll. Auf welcher Grundlage? Und ist dies kurzfristig zu erwirken?Etschenberg: Die Nichtigkeitserklärung hat gute Chancen auf Erfolg. Ein Eilantrag wäre vor einem deutschen Gericht rasch durchsetzbar. Ich hoffe, dass dies bei unseren Nachbarn auch möglich ist. Eine Klage zur Stilllegung von Tihange 2 wird Jahre dauern. Wie sieht das weitere Vorgehen konkret aus?Etschenberg: Unsere Anwälte sondieren die Informationen und sichern uns formal ab. Den genauen Klageweg müssen wir noch abstimmen. Auch mit Greenpeace, die gegen Tihange1 vorgehen, stehen wir im intensiven Austausch.Apropos Informationen: Nach europäischem Recht können Sie Auskunft einfordern, wie die Lage im Atomkraftwerk tatsächlich ist. Auch die EU-Kommission hat dieses Recht. Wie schätzen Sie die Chance ein, kurzfristig die tatsächliche Situation in Tihange umfassend zu erfahren?Etschenberg: Diese Chance ist in meinen Augen nur eine Beruhigungspille. Hier wird auf Zeit gespielt. Und diese Zeit haben wir nicht. Ich bin dankbar für die breite Unterstützung unserer Nachbarn in der Region, aber auch im benachbarten Ausland. Die niederländischen Partner wollen sich unserer Klage anschließen.Dass Bundesumweltministerin Barbara Hendricks endlich das Gespräch in Brüssel gesucht hat, ist auch der medialen Präsenz geschuldet, die wir entfacht haben. Es liegt gerade uns als Grenzregion fern, unseren Nachbarn Vorschriften zu machen oder gar in Fragen nationaler Souveränität einzugreifen. Doch ein Störfall im Atomkraftwerk hat Folgen über die Landesgrenzen hinaus. Wenn es um die Sicherheit der Bevölkerung geht, dann müssen wir etwas tun. Und wir können etwas tun, wenn wir es nur wollen.ExpertentelefonWie groß ist die Gefahr? Wie kann ich mich schützen? Diesen und weiteren Fragen stellen sich am Freitag, 12. Februar, von 14 bis 15.30 Uhr Fachleute aus dem Haus der Städteregion an unserem Expertentelefon. Marlis Cremer und Stefan Siehoff sind dann für unsere Leser da.»Wir können und müssen etwas tun«Städteregionsrat Helmut Etschenberg hat mit seinem Vorstoß, als Städteregion Aachen gegen das Atomkraftwerk »Tihange« vorzugehen, bundesweite Medienpräsenz erfahren. Im exklusiven Interview stellt er…

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Muttis Kinder, Pubertiere und jede Menge Fotos

Monschau. »25.000 Besucher sprechen eine deutliche Sprache. Uns ist es gelungen mit dem Kulturfestival vielen Menschen in der Städteregion eine Hemmschwelle zu nehmen.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg ist stolz auf die Erfolgsgeschichte des Veranstaltungsreigens aus Musik, Kunst und Theater. Zwishen März und Juli dürfen sich die Menschen auf zwölf Veranstaltungen in allen Kommunen freuen - in der Nordeifel warten eine Lesung, ein Konzert und Foto-Ausstellungen mit Weltruhm auf Kulturbegeisterte.Eifel (Fö). Zwölf Events aus Theater, Musik, Kunst und Comedy an zehn Orten in der ganzen StädteRegion Aachen: Das ist das Kulturfestival X vom 11. März bis 22. Juli. »Populäre und renommierte Kreative verschiedener Sparten bildender und vor allem darstellender Kunst treffen an außergewöhnlichen Orten in der ganzen StädteRegion auf aussichtsreiche Talente«, freut sich Helmut Etschenberg.Die Konzerte, Lesungen und Ausstellungen, die die Kulturbeauftragte Dr. Nina Mika-Helfmeier für die Städteregion Aachen hat gewinnen können, können sich sehen lassen. So liest Thees Uhlmann auf der Burg Baesweiler und Rocko Schamoni im Eschweiler Talbahnhof. Konzerte gibt es in der Aachener City-Kirche, im Zinkhütter Hof in Stolberg, im Alten Rathaus von Würselen oder aber in der Europaschule in Herzogenrath.»Ein Programm, das Jedem etwas bietet«, freut sich Etschenberg.Das erste Highlight erwartet die Nordeifel-Kommunen am Freitag, 8. Juli, in der Lammersdorfer Pfarrkirche. »Muttis Kinder« sind einmal mehr Teil des Kulturfestival X und versprechen tolle Melodien, spannungsreiche Akkorde und einen Inhalt, der im Kopf nachklingt. Markus Melzwig, Clauda Graue und Christopher Nell kleiden bekannte Songs wie Bohemian Rhapsody, Wicked Game oder Hallelujah in ein neues Klanggewand - dabei mixen sie Comedy und Theater mit ihrem Gesang. Eintrittskarten gibt es bei Bürobedarf Kogel in SimmerathFamilien-LesungAm Freitag, 22. Juli, dann liest Jan Weiler im Roetgener Bürgersaal aus »Im Reich der Pubertiere«. Es ist die Fortsetzung seines Bestsellers »Das Pubertier«, worin er sich den Eigenarten der Heranwachsenden tiefgreifend und doch unterhaltsam widmet. Eine Lesung für die ganze Familie.Los geht es jeweils um 20 Uhr, Einlass ist um 19.30 Uhr. Auch die Ausstellungen im Monschauer Kunst- und Kulturzentrum gehören zum »Kulturfestival X«. Das gesamte Programmdes Kulturfestival X, das seinen Ursprung 2003 als Straßentheaterfestival nahm, gibt es im Internet. www.staedteregion-aachen.de»25.000 Besucher sprechen eine deutliche Sprache. Uns ist es gelungen mit dem Kulturfestival vielen Menschen in der Städteregion eine Hemmschwelle zu nehmen.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg ist stolz auf die Erfolgsgeschichte des…

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»Wir können und müssen etwas tun«

Monschau. »Wir können und müssen etwas tun«Städteregionsrat Helmut Etschenberg hat mit seinem Vorstoß, als Städteregion Aachen gegen das Atomkraftwerk »Tihange« vorzugehen, bundesweite Medienpräsenz erfahren. Im exklusiven Interview stellt er sich den Fragen des WochenSpiegel.Seit Monaten macht der »Pannenreaktor« negative Schlagzeilen und versetzt. die Menschen in der Städteregion Aachen in Angst und Schrecken. Wie schätzen Sie die Gefahrenlage ein?Etschenberg: Ich habe kein Vertrauen in die Verlautbarungen aus Belgien. Dass Kühlwasser aufgeheizt werden muss, um den Schutzmantel zu erhalten, zeigt die ganze Brisanz auf.Der Städteregionstag beschließt im Eilverfahren außerplanmäßige Aufwendungen für Gerichtskosten. Wie rechtfertigen Sie die etwa 80.000 Euro Steuergelder?Etschenberg: Da besteht völlige Einigkeit in der Politik. Wir wollen die Existenz der Menschen erhalten, da kann es nicht auf das Geld ankommen.Warum haben Sie gleich zwei Anwaltskanzleien aus zwei Ländern zu Rate gezogen?Etschenberg: Die größten Erfolgsaussichten verspricht die belgische Rechtssprechung. Da ist es wichtig, auch belgische Anwälte an seiner Seite zu haben.Anwältin Dr. Ute Jasper spricht von einer guten Rechtsgrundlage, lässt aber Erfolgsaussichten noch nicht zu. Wie sehen Sie die Chancen vor Gericht?Etschenberg: Wir sind guter Dinge, aber versprechen können wir nichts.Sie wollen einen Antrag beim belgischen Staatsrat stellen, der die Zulassung der Wiederinbetriebnahme von Tihange 2 für nichtig erklären soll. Auf welcher Grundlage? Und ist dies kurzfristig zu erwirken?Etschenberg: Die Nichtigkeitserklärung hat gute Chancen auf Erfolg. Ein Eilantrag wäre vor einem deutschen Gericht rasch durchsetzbar. Ich hoffe, dass dies bei unseren Nachbarn auch möglich ist. Eine Klage zur Stilllegung von Tihange 2 wird Jahre dauern. Wie sieht das weitere Vorgehen konkret aus?Etschenberg: Unsere Anwälte sondieren die Informationen und sichern uns formal ab. Den genauen Klageweg müssen wir noch abstimmen. Auch mit Greenpeace, die gegen Tihange1 vorgehen, stehen wir im intensiven Austausch.Apropos Informationen: Nach europäischem Recht können Sie Auskunft einfordern, wie die Lage im Atomkraftwerk tatsächlich ist. Auch die EU-Kommission hat dieses Recht. Wie schätzen Sie die Chance ein, kurzfristig die tatsächliche Situation in Tihange umfassend zu erfahren?Etschenberg: Diese Chance ist in meinen Augen nur eine Beruhigungspille. Hier wird auf Zeit gespielt. Und diese Zeit haben wir nicht. Ich bin dankbar für die breite Unterstützung unserer Nachbarn in der Region, aber auch im benachbarten Ausland. Die niederländischen Partner wollen sich unserer Klage anschließen.Dass Bundesumweltministerin Barbara Hendricks endlich das Gespräch in Brüssel gesucht hat, ist auch der medialen Präsenz geschuldet, die wir entfacht haben. Es liegt gerade uns als Grenzregion fern, unseren Nachbarn Vorschriften zu machen oder gar in Fragen nationaler Souveränität einzugreifen. Doch ein Störfall im Atomkraftwerk hat Folgen über die Landesgrenzen hinaus. Wenn es um die Sicherheit der Bevölkerung geht, dann müssen wir etwas tun. Und wir können etwas tun, wenn wir es nur wollen.ExpertentelefonWie groß ist die Gefahr? Wie kann ich mich schützen? Diesen und weiteren Fragen stellen sich am Freitag, 12. Februar, von 14 bis 15.30 Uhr Fachleute aus dem Haus der Städteregion an unserem Expertentelefon. Marlis Cremer und Stefan Siehoff sind dann für unsere Leser da.»Wir können und müssen etwas tun«Städteregionsrat Helmut Etschenberg hat mit seinem Vorstoß, als Städteregion Aachen gegen das Atomkraftwerk »Tihange« vorzugehen, bundesweite Medienpräsenz erfahren. Im exklusiven Interview stellt er…

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Muttis Kinder, Pubertiere und jede Menge Fotos

Monschau. »25.000 Besucher sprechen eine deutliche Sprache. Uns ist es gelungen mit dem Kulturfestival vielen Menschen in der Städteregion eine Hemmschwelle zu nehmen.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg ist stolz auf die Erfolgsgeschichte des Veranstaltungsreigens aus Musik, Kunst und Theater. Zwishen März und Juli dürfen sich die Menschen auf zwölf Veranstaltungen in allen Kommunen freuen - in der Nordeifel warten eine Lesung, ein Konzert und Foto-Ausstellungen mit Weltruhm auf Kulturbegeisterte.Eifel (Fö). Zwölf Events aus Theater, Musik, Kunst und Comedy an zehn Orten in der ganzen StädteRegion Aachen: Das ist das Kulturfestival X vom 11. März bis 22. Juli. »Populäre und renommierte Kreative verschiedener Sparten bildender und vor allem darstellender Kunst treffen an außergewöhnlichen Orten in der ganzen StädteRegion auf aussichtsreiche Talente«, freut sich Helmut Etschenberg.Die Konzerte, Lesungen und Ausstellungen, die die Kulturbeauftragte Dr. Nina Mika-Helfmeier für die Städteregion Aachen hat gewinnen können, können sich sehen lassen. So liest Thees Uhlmann auf der Burg Baesweiler und Rocko Schamoni im Eschweiler Talbahnhof. Konzerte gibt es in der Aachener City-Kirche, im Zinkhütter Hof in Stolberg, im Alten Rathaus von Würselen oder aber in der Europaschule in Herzogenrath.»Ein Programm, das Jedem etwas bietet«, freut sich Etschenberg.Das erste Highlight erwartet die Nordeifel-Kommunen am Freitag, 8. Juli, in der Lammersdorfer Pfarrkirche. »Muttis Kinder« sind einmal mehr Teil des Kulturfestival X und versprechen tolle Melodien, spannungsreiche Akkorde und einen Inhalt, der im Kopf nachklingt. Markus Melzwig, Clauda Graue und Christopher Nell kleiden bekannte Songs wie Bohemian Rhapsody, Wicked Game oder Hallelujah in ein neues Klanggewand - dabei mixen sie Comedy und Theater mit ihrem Gesang. Eintrittskarten gibt es bei Bürobedarf Kogel in SimmerathFamilien-LesungAm Freitag, 22. Juli, dann liest Jan Weiler im Roetgener Bürgersaal aus »Im Reich der Pubertiere«. Es ist die Fortsetzung seines Bestsellers »Das Pubertier«, worin er sich den Eigenarten der Heranwachsenden tiefgreifend und doch unterhaltsam widmet. Eine Lesung für die ganze Familie.Los geht es jeweils um 20 Uhr, Einlass ist um 19.30 Uhr. Auch die Ausstellungen im Monschauer Kunst- und Kulturzentrum gehören zum »Kulturfestival X«. Das gesamte Programmdes Kulturfestival X, das seinen Ursprung 2003 als Straßentheaterfestival nahm, gibt es im Internet. www.staedteregion-aachen.de»25.000 Besucher sprechen eine deutliche Sprache. Uns ist es gelungen mit dem Kulturfestival vielen Menschen in der Städteregion eine Hemmschwelle zu nehmen.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg ist stolz auf die Erfolgsgeschichte des…

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Vier Schulstandorte erhalten

Kesternich. Aufgegeben haben sie ihre Schwalbenschule noch nicht! Während der »tollen Tage« hat die Interessengemeinschaft Schwalbenschule (ehemals IG zum Erhalt der Kesternicher Grundschule) eine Unterschriftensammlung in der Gemeinde Simmerath gestartet, um doch noch einmal gegen die Schließung der Schule durch den Gemeinderat vorzugehen.Kesternich. Jeder Bürger, der seit mindestens drei Monaten in der Gemeinde lebt und das 14. Lebensjahr vollendet hat, ist berechtigt, diesen Einwohnerantrag zu unterschreiben. Ziel des Antrages wird die dauerhafte Erhaltung aller vier Grundschulstandorte in Simmerath sein. Dafür soll nach der Schließung der Grundschule Kesternich ein Teilstandort der Steckenborner Grundschule im bisherigen Schulgebäude in Kesternich eingerichtet werden.So werde laut der IG die wohnortnahe Beschulung in der Gemeinde langfristig gesichert, der Schulstandort Steckenborn gestärkt und der Schulstandort Kesternich für alle beteiligten Kinder, Eltern, Lehrer, Betreuungskräfte, Vereine, und natürlich auch für die Kesternicher selbst, als wichtiger Bestandteil der Dorfkultur erhalten.Teilstandort?Sowohl die Bezirksregierung Köln als auch das Schulministerium NRW haben den Initiatoren schriftlich bestätigt, dass es in der alleinigen Entscheidungsfreiheit der Gemeinde Simmerath liegt, ob sie sich für die von uns angestrebte Teilstandortlösung entscheidet oder nicht. Die Genehmigungsfähigkeit der beantragten Teilstandortlösung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben stehe dabei, so das Ministerium, außer Frage. Hinzu komme die deutlich gestiegene Geburtenrate, die gestiegenen Schülerzahlen in Kesternich und der von der Gemeinde neu gebaute Kindergarten Lohmülenstraße im Zentralort Simmerath.»Daher ist die IG Schwalbenschule mehr denn je von der kurz- und langfristigen Machbarkeit des schulischen Teilstandortes überzeugt«, erklärt Frauke Masloh. »Wir setzen auf die Solidarität der Simmerather Bevölkerung, den Antrag durch Unterschriften tatkräftig zu unterstützen.«Nähere Infos gibt es unter www.schwalbenschule.de und in der gleichnamigen Facebook-Gruppe.Aufgegeben haben sie ihre Schwalbenschule noch nicht! Während der »tollen Tage« hat die Interessengemeinschaft Schwalbenschule (ehemals IG zum Erhalt der Kesternicher Grundschule) eine Unterschriftensammlung in der Gemeinde Simmerath gestartet, um…

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