Thomas Förster

Aller Anfang ist schwer

WTM-Racing beim 35. RCM DMV Grenzlandrennen

Der Auftritt beim sechsten Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft auf den Nürburgring endete für das Wochenspiegel Team Manthey (WTM-Racing) wenig befriedigend, auch wenn aufgrund der besonderen Umstände kein besseres Abschneiden zu erwarten war. Nachdem der Wochenspiegel-Porsche 997 GT3 MR beim fünften VLN-Lauf schwer beschädigt wurde, trat WTM-Racing beim 35. RCM DMV Grenzlandrennen mit einem neuen Porsche 997 GT3 RSR an. Georg Weiss: "Wir waren uns des Risikos bewusst, mit einem neuen Auto ohne einen einzigen Testkilometer anzutreten.

Die äußeren Umstände spielten dem Team dann auch nicht weiter in die Hand. Beim Rollout am Freitagnachmittag regnete es fast durchgehend, so dass nur wenige langsame Runden auf Regenreifen möglich waren. Auch beim Zeittraining am Samstagmorgen herrschten keine trockenen Bedingungen. So hatte WTM-Racing vor dem Rennstart keinerlei Erkenntnisse mit dem neuen Porsche auf trockener Strecke. Georg Weiss: "Dumm gelaufen. Wir mussten also mit einem Auto antreten, dass in dieser Konfiguration noch nie auf der Nürburgring-Nordschleife gefahren war. Unter normalen Umständen kann so etwas nicht funktionieren."

Und es kam so, wie es kommen musste. Von Startplatz neun aus ins Rennen gegangen hatte Oliver Kainz schon nach zwei Runden Schwierigkeiten das Tempo an der Spitze mitzugehen. Nach der dritten Runde steuerte er die Box an. Die Fahrwerksabstimmung machte Probleme und zudem sammelten die Reifen den Abrieb der anderen Fahrzeuge ein. Georg Weiss: "Wir haben das Rennen dann in einen Test umgewandelt und einiges probiert. Fazit war, wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns."

Georg Weiss: "Obwohl wenig an diesem Rennwochenende geklappt hat, bleibe ich zuversichtlich. Das Auto hat ein riesiges Potenzial. Wir brauchen nur etwas Zeit, um den Porsche besser kennen zu lernen und eine für uns vernünftige Fahrwerksabstimmung zu finden."

Michael Jacobs: "Ich bin vier Runden mit dem Porsche auf Regenreifen bei teilweise starkem Regen gefahren. Deshalb kann ich über das Auto noch nichts konkretes sagen. Aber als Optimist glaube ich, dass beim 6-Stunden-Rennen alles besser wird."

Oliver Kainz: "Ich bin die meisten Runden gefahren und habe im Rennen einiges ausprobiert. Allerdings wären einige Änderungen notwendig gewesen, die an der Strecke nicht möglich waren. Ich glaube aber, wenn das Auto einmal funktioniert, werden wir daran viel Freude haben."

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.