Bühne frei für die Künstler von morgen

Höfen. Spaßig, bunt und unterhaltsam sollen sie werden, die zehnten Schultheatertage, an denen sich 46 Bildungseinrichtungen aus den Kreisen Heinsberg und Düren sowie der Städteregion Aachen beteiligen. Eifel (Fö). Spaßig, bunt und unterhaltsam war auch die Präsentation des Programms im Aachener Grenzlandtheater. Und das lag nicht am gut aufgelegten Intendanten Uwe Brandt, sondern an Judith Okon. Die 16-jährige Schülerin aus Aachen moderierte die Programmvorstellung derart professionell, das selbst gestandene Politiker ins Schwärmen gerieten. Getreu dem Motto »Raus aus dem Klassenzimmer, rauf auf die Bühne« findet die zehnte Auflage der Schultheatertage statt. Und genau dieses Motto lebt Judith Okon, die nicht erst durch ein Berufspraktikum am »Theater 99« für die Schauspielerei Feuer und Flamme ist. Etwa 1000 Schüler aller Altersklassen und aus allen Schulformen werden mit 46 Aufführungen die Bühnen der Theaterhäuser in der Region stürmen und mit ihren eigenen Produktionen ein großes Publikum beeindrucken. »Wir erwarten etwa 5000 Gäste«, hofft Jutta Kroehnert von der Aachener Kultur- und Theaterinitiative (AKuT). Unterstützt werden die Kinder und Jugendlichen dabei nicht nur von ihren Lehrern, sondern auch von professionellen Theaterleuten aus der Region. Theaterpädagogen, Schauspieler, Regisseure, Kostüm- und Bühnenbilder und Tänzer stellen ihr Wissen und Können in den Dienst der jungen »Nachwuchskünstler«. »Ihr habt die Chance, aktiv an euren eigenen Stücken zu arbeiten und sie später vor einem großen Publikum aufzuführen. Dazu gehört dann natürlich auch eine professionelle Bühne, wie auch das richtige Bühnenbild, Kostüm und Schminke«, appeliiert Judith Okon an viele Gleichaltrige, die große Bühne zu betreten. Förderung von Kompetenzen »Im Übrigen fördert das sogar persönliche, soziale, emotionale und kulturelle Kompetenzen«, unterstreicht Uwe Brandt, Intendant des Grenzlandtheaters Aachen. »Auch im digitalen Zeitalter ist Theater und Schauspiel immer noch Handarbeit. Sie ist die ursprünglichste Unterhaltungsform - zappen wie am Fernseher oder klicken an PC oder Smartphone geht hier nicht«, stellt Brandt klar. Das Publikum müsse sich mit dem Stück und den Darstellern auseinandersetzen. »Und wir bewegen etwas - bei Schauspielern wie Publikum«, ist Brandt stolz. Kulturelle Vielfalt in den Schulen »Uns wurde so etwas in unserer Schulzeit nicht geboten«, bedauert Georg Beyß, Kreisdirektor des Kreises Düren, der zum dritten Mal an den Schultheatertagen teilnimmt. Als Neuzugang beteiligt sich erstmals auch der Kreis Heinsberg. »Solch außerschulische Lernorte sind wertvoll für unsere Schüler«, freut sich der stellvertretende Städteregionsrat Axel Wirtz über das Engagement an Schulen und Theatern. »Die kulturelle Vielfalt ist wichtig für unsere gesellschaftliche Entwicklung. Und auf der Bühne kann man das vorleben.« Wer teilnimmt, stellt eine eigene Theaterproduktion auf die Beine. Für die Kinder und Jugendlichen in den Schulen bedeutet das nun: Kulissen bauen, Kostüme schneidern, proben und mit ihren eigenen Produktionen ein großes Publikum beeindrucken. Aufgeführt wird schließlich auf einer »richtigen« professionellen Bühne mit allem, was dazugehört. Der Eintritt zu allen Produktionen ist frei. Das Programmheft zu den zehnten Schultheatertagen gibt es in allen Rathäusern, Schulen und Geschäftsstellen der Sparkasse Aachen. Zum Download liegt es bereit auf www.schultheatertage.eu Gymnasium und Grundschule Mit zwei Aufführungen beteiligt sich auch die Eifel an den Schultheatertagen: Freitag, 4. Mai, 11 Uhr - Aula des St. Michael-Gymnasiums Monschau: »Die Vogelhochzeit« nach Rolf Zuckowski - präsentiert von der Katholischen Grundschule Höfen-Mützenich Mittwoch, 20. Juni, 18 Uhr - Space im Ludwig Forum Aachen: »Die Kleinbürgerhochzeit« präsentiert vom St. Michael-Gymnasium Monschau Spaßig, bunt und unterhaltsam sollen sie werden, die zehnten Schultheatertage, an denen sich 46 Bildungseinrichtungen aus den Kreisen Heinsberg und Düren sowie der Städteregion Aachen beteiligen. Eifel (Fö). Spaßig, bunt und unterhaltsam war auch…

weiterlesen

Ein Biebess aus Höfen ist »Mensch des Jahres 2017«

Höfen. Ehrenamtsauszeichnung für Georg Harth vom Bund Deutscher Karneval-Jugend. Anfänge bei den Kiescheflitschern, jetzt feste Größe im Höfener Karneval.Höfen (Ho). Georg Harth von den Höfener Biebesse war zunächst sprachlos, als er von der Auszeichnung erfuhr. Kürzlich erhielt er in Berlin vor großer Kulisse beim Neujahrsempfang vom Bund Deutscher Karneval-Jugend (BDK) die Ehrenamtsauszeichnung »Mensch des Jahres 2017«.Die Meldung ließ nicht nur in der Nordeifeler Karnevalsszene aufhorchen. Zwischenzeitlich gab es Gratulationen aus der gesamten Region, was natürlich auch den Vorstand der KG Biebesse um den Vorsitzenden Jochen David, Präsident Bernd Pontzen und Organisator Dieter Stupp freute. Wie Stupp erläuterte, wird die Auszeichnung des BDK bundesweit jedes Jahr an Ehrenamtliche verliehen. »Ziel der Aktion ist es, dass sich junge Menschen in Verein und Verband Gedanken dazu machen, wer sich durch besonderes ehrenamtliches Engagement hervorgetan hat«, so Stupp, »und in diese Kategorie fällt Georg Harth eindeutig«.KinderprinzenmacherGeorg Harth ist seit 2001 der Jugendleiter der KG Biebesse, wo er eine eigenständige Jugendabteilung gründete. Die ist dank seinem Engagement in Höfen zu einer Macht geworden. 138 aktive Jugendliche wurden mit dem Karnevalsvirus infiziert, so dass man für die Zukunft gut aufgestellt ist. Ferner organisiert Harth seit 16 Jahren die Kindersitzungen mit Proklamation der Kindertollitäten, die er dann auch durch die Session begleitet. Daneben entwirft und stanzt er seit Jahren Buttons deren Erlös der Jugendabteilung zu Gute kommt und gründete neben den vier Kindertanzgruppen eine Kinderprinzengarde um auch Jungen die Möglichkeit zu geben im Karnevalsverein aktiv zu sein. In der Vergangenheit hatte Harth die Kinderprinzentreffen im Kaufhaus Victor organisiert und moderiert.Zur Vita des Preisträgers weiß Dieter Stupp noch zu berichten: »Georg bildet auch Kinder als Büttenredner aus und hat damit großen Erfolg beim Büttenrednerwettbewerb »Nachwuchs in der Bütt« der Städteregion Aachen. Auch über die Session hinaus unternimmt er mit den Kindern gemeinsame Aktivitäten, lebt quasi für die Arbeit mit Kindern und ist für sie als aktives Mitglied der Showtanzgruppe und Prinzengarde ein großes Vorbild. Georg Harth ist damit zu Recht unser Mensch 2017 und hat diese tolle Auszeichnung voll verdient«.Ehrenamtsauszeichnung für Georg Harth vom Bund Deutscher Karneval-Jugend. Anfänge bei den Kiescheflitschern, jetzt feste Größe im Höfener Karneval.Höfen (Ho). Georg Harth von den Höfener Biebesse war zunächst sprachlos, als er von der…

weiterlesen