SPD und Kämmerling gewinnen Wahlkreis

Monschau. Verheerende Verluste für SPD und Grüne, Zuwächse für CDU und FDP, Zitterpartie für die Linke und der erstmalige Einzug der AfD in den Landtag sind das Ergebnis der Wahlen am vergangenen Sonntag. Doch im Wahlkreis Aachen IV (Eschweiler, Monschau, Roetgen, Simmerath und Stolberg) gab es für die Sozialdemokraten trotz des Debakels Grund zur Freude. Eifel (Fö). Die SPD und ihr Direktkandidat Stefan Kämmerling haben den Wahlbezirk Aachen IV gewonnen. Hauchdünn setzte sich der Politiker bei den Erststimmen gegen Axel Wirtz durch (38,61% zu 38,19%). Der Christdemokrat wird damit nach 18 Jahren seinen Sitz im Düsseldorfer Landtag verlieren.Trotz Verlusten behauptete sich die SPD (35,33 Prozent) als stärkste Partei im Wahlkreis vor der CDU (33,23%). Die FDP feierte als drittstärkste Kraft ein zweistelliges Ergebnis (11,97%). Die AfD holt 6,75 Prozent - Grüne und Linke verpassen in Eschweiler, Stolberg und den Nordeifelkommunen die Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,70 Prozent. 2012 waren es 60,28%.Eschweiler gewonnenKämmerlings Wiedereinzug in den Düsseldorfer Landtag hat er den Wählern in der Stadt Eschweiler zu verdanken. Denn in der Nord-eifel gewann durchgehend Axel Wirtz: Im Gegensatz zu 2012 bekam der CDUler in Roetgen die meisten Stimmen. 37,61 Prozent holte er, Kämmerling nur 29,82%. Stärkste Kraft wurde erstmals die CDU (34,69) vor der SPD (28,82). Es folgten FDP (14,44), Grüne (10,95), AfD (4,42) und Linke (3,64). Im »Tor zur Eifel« hat die Koalition fast 10 Prozent verloren, CDU und FDP nahezu 14 Prozent dazu gewonnen...Die CDU wird auch in der Stadt Monschau erwartungsgemäß stärkste Partei mit 40,36% - es folgen SPD 28,69%, FDP 13,09%, Grüne 5,87%, AfD 4,84% und Linke 3,55%. Rot-Grün verlieren zusammen rund 7,5% - schwarz-gelb legt um fast 9% zu. Das Direktmandat würde in Monschau Axel Wirtz gewinnen: 47,38% gegenüber Kämmerling mit 30,33%Auch die Gemeinde Simmerath votierte für Axel Wirtz - er hätte deutlich das Direktmandat gegen Stefan Kämmerling gewonnen - 48,49% zu 29,39%. Stärkste Partei ist die CDU mit 42,02%. Die SPD kommt auf 27,89%, die FDP auf 12,07%. Es folgen AfD 5,52%, Grüne 5,36% und Linke 3,46%. Auch hier gewinnen schwarz und gelb dazu, rot und grün verlieren - jedoch gemäßigter als in der Nachbarkommune.Verheerende Verluste für SPD und Grüne, Zuwächse für CDU und FDP, Zitterpartie für die Linke und der erstmalige Einzug der AfD in den Landtag sind das Ergebnis der Wahlen am vergangenen Sonntag. Doch im Wahlkreis Aachen IV (Eschweiler, Monschau,…

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In­tu­i­tiv mit Spaß die Natur entdecken

Kalterherberg. Im Juli will die Zukunftswerkstatt Kalterherberg den Walderlebnisparcours eröffnen. Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren. In dem Parcours sollen Kinder spielerisch die regionale Natur und ihre Tierwelt kennenlernen. Jochen Leyendecker, Vorsitzender des Vereins Zukunftswerkstatt Kalterherberg, hat die Idee bereits vor  einiger Zeit aus dem Allgäu mitgebracht. Bis zur Umsetzung des Parcours dauerte es allerdings einige Zeit. Zunächst musste der passende Standort gefunden werden und es mussten zahlreiche Anträge gestellt werden. Auch die Auflagen, die der Verein aufgrund des angrenzenden Naturschutzgebiets einhalten muss, sorgten für einigen Aufwand. Beete angelegt Doch seit Anfang März wird zügig an der Umsetzung gearbeitet. Finanzielle Unterstützung erfährt das Projekt durch das EU-Förderprogramm Leader. Der Erlebnisplatz soll nicht einfach in die Natur gesetzt werden, sondern ganz schonend ein Teil davon werden. Geplant sind beispielsweise Stationen, an denen man die Holz- und Stammverwitterung erleben kann. Auch zurückgelassene  Wurzelteller sollen in die Gestaltung eingebunden werden. Heimische Pflanzen und Kräuter werden in eigens dafür angelegte Beete an der Schutzhütte umgepflanzt. Die Macher wollen so im Wald einen Lernort schaffen, der den Kindern Spaß macht. Die Mitglieder der Zukunftswerkstatt Kalterherberg haben bereits viele Arbeitsstunden in dieses Projekt gesteckt. In Zukunft wollen sie sich um die Pflege und die Instandhaltung des Walderlebnisparcours kümmern. Der Verein hofft, weitere Mitstreiter zu finden, die dafür sorgen, dass die zahlreichen Stationen wie die Baumstammwippe, das Baumtelefon oder die Sprunggrube in gutem Zustand bleiben. Gut im Zeitplan Bei den Einrichtungen und Vereinen in Kalterherberg und Umgebung wurde das Projekt schon vorgestellt.  So haben zum Beispiel die Organisatoren der örtlichen Sommerferienspiele einen Besuch der Anlage schon fest eingeplant. Bis dahin muss alles fertig sein. Laut Jochen Leyendecker ist das kein Problem, da man „gut im Zeitplan“ liege. Dabei kann er auf jeden Fall auf die tatkräftige Unterstützung aus seinem Verein setzen. Weitere Informationen gibt es im Internet.www.zukunftswerkstatt-kalterherberg.eu Im Juli will die Zukunftswerkstatt Kalterherberg den Walderlebnisparcours eröffnen. Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren. In dem Parcours sollen Kinder spielerisch die regionale Natur und ihre Tierwelt kennenlernen. Jochen Leyendecker,…

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Ein Eifeldom aus Steinen der Heimat

Kalterherberg. Beim Bau der Basilika 1898 zeigten die Kalterherberger, dass sie gemeinschaftlich einiges in ihrem Dorf bewirken können. Die Zahl der Kirchenbesucher geht zurück und es gibt immer weniger Pfarrer für immer mehr Kirchengemeinden. St. Lambertus in Kalterherberg, eine von mehreren katholischen Kirchen in der Gemeinschaft der Gemeinden Monschau, ist davon auch betroffen. Vor über 450 Jahren sah das natürlich anders aus. Von der Kapelle zur Kirche Eine eigene Kapelle sollen sich die Kalterherberger schon im Jahre 1550 errichtet haben. Da der Andrang der Gläubigen stieg, wurde diese Kapelle zu einer Kirche ausgebaut, die das Taufrecht und das Recht der Aussprache der Ehe erlang. Dafür brauchte man rund zwei Jahrhunderte. Bis Kalterherberg zu einer selbstständigen Pfarrei wurde, dauerte es noch bis 1827. Für die rund 1100 Menschen, die damals in Kalterherberg lebten, wurde die Kirche jedoch zu klein. Spendenfond So wurde der Bau eines neuen Gotteshauses beschlossen. Um ihn zu finanzieren, rief Pfarrer Peter Wilhelm Hemkes im Jahr 1866 ein Fond ins Leben. Da er nicht ausreichte, wurde der Fehlbetrag über Hauskollekte eingesammelt. Rund 30 Jahre nach Gründung des Fonds konnte unter Pfarrer Gerhard Joseph Arnoldy mit dem Bau des neuen zweitürmigen „Eifeldoms“ begonnen werden. Dazu wurden unterschiedliche Gesteine aus dem Eifler Raum herangekarrt. Ein Teil entstammt etwa aus einem Steinbruch an der Richelsley am Rande des Hohen Venns geschlagen. Zur damaligen Zeit hatte die Kirche einen besonderen Stellenwert, da sie im neuromanischen Stil erbaut wurde – und nicht im neugotischen Stil wie der Großteil der Kirchen der damaligen Neubauwelle. Der Kölner Weinbischof Dr. Antonius Fischer weihte die Kirche am 14. Juli 1901 ein. Seitdem trägt die Basilika den Namen St. Lambertus, benannt nach Bischof Lambert von Lüttich. Rosenkranzfenster Neben der Doppelturmfassade, auf der das Dorfwappen verewigt ist, fällt die Dreischiffigkeit des Eifeldoms auf. Ebenfalls ins Auge fallen die fünf Rosenkranzfenster, die die Heilige Familie zeigen. Zwischen 1954 und 1957 fanden Instandsetzungsmaßnahmen statt. Aus dieser Zeit stammen zwei Leuchter, der Tabernakel und das heutige Eingangsportal. Das Portal ist eine Arbeit von Egiono Weinert. Beim Bau der Basilika 1898 zeigten die Kalterherberger, dass sie gemeinschaftlich einiges in ihrem Dorf bewirken können. Die Zahl der Kirchenbesucher geht zurück und es gibt immer weniger Pfarrer für immer mehr Kirchengemeinden. St. Lambertus in…

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