»Richtig wahrnehmen kann ich nur zu Fuß«

Monschau.  »Nur, wo Du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen.« Goethes Zitat hat Willi Schwoll längst beherzigt. Nun hat der Berliner die Grenzregion unter seine Füße genommen - Erlebtes und Faktenreiches niedergeschrieben: Herausgekommen ist das Buch »Wandern von Aachen nach Luxemburg - eine Reise in elf Etappen«, das nun im Meyer&Meyer-Verlag erschienen ist.Eifel (Fö). »Ich habe keinen klassischen, trockenen Wanderführer geschrieben, sondern lasse die Leser teilhaben an landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten, die mir auf dem Weg begegnet sind«, erklärt Willi Schwoll. Der Germanist, Publizist und Rechtsanwalt lebt in Berlin, hat aber schon lange sein Herz an das Rheinland verloren. »Hier ist es beschaulich, gemütlich und herzlich«, unterstreicht der 75-Jährige.Nachdem er im Aachener Buchverlag bereits zwei Bücher herausgegeben hat, geht es nun auf elf Etappen von Aachen nach Luxemburg. Sein Spaziergang führt ihn ins beschauliche Eupen, in die atemberaubende Landschaft des Hohen Venns, durch verträumte Städtchen wie St. Vith, Vianden oder Echternach, ins Mullertal in der luxemburgischen Schweiz bis ins Zentrum des Großherzogtums. Dabei trifft er nicht nur auf verfallene Burgen und traumhafte Schlösser, sondern kommt immer wieder mit liebenswerten Menschen ins Gespräch. »Lassen Sie sich einfach vom Weg leiten - ohne Karte oder GPS - und wenn Sie nicht mehr weiter wissen, fragen Sie nach dem Weg«, rät Schwoll. Dabei erfahre man so viele außergewöhnliche und interessante Geschichten, die die Tour erst so richtig spannend mache.Die Regionalliteratur des Meyer&Meyer-Verlages umfasst neben Wanderführern von Willi Schwoll auch den »Trailrunning-Guide Nordeifel« des Extremsportlers Holger Lapp, aber auch Krimis und sagenhafte Geschichten aus der Region. Auch Historischem, Sport oder Kochen wird sich gewidmet. Weitere Infos gibt es unter www.aachen-buecher.deBibliografieDer etwas andere Wanderführer »Wandern von Aachen nach Luxemburg - eine Reise in 11 Etappen« hat 224 Seiten, 193 Fotos, vier Abbildungen und elf Überssichtskarten. Es ist im Buchhandel zum Preis von 19,95 Euro erhältlich - ISBN: 978-3-89899-938-0 »Nur, wo Du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen.« Goethes Zitat hat Willi Schwoll längst beherzigt. Nun hat der Berliner die Grenzregion unter seine Füße genommen - Erlebtes und Faktenreiches niedergeschrieben: Herausgekommen ist…

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»Konflikte sollte man nutzen, nicht scheuen«

Imgenbroich. »Konflikte als Chance sehen«, appelliert Matthias Winter und weiß: »Wer sie richtig zu deuten versteht, der kann daraus für sich und seine Mitmenschen Kapital schlagen.« Am 7. Juni vermittelt er sein Wissen im Rahmen der WochenSpiegel-Vortragsreihe »Mehr Wissen - mehr erleben« an die Leser. Dann heißt es im Druckereimuseum Weiss: »Hindernisse überwinden«. Sind Konflikte notwendig, um im Leben – ganz gleich ob im privaten Umfeld, im Job oder in der Gesellschaft – voran zu kommen? Matthias Winter: Aber natürlich! Denn Konflikte sind meist Anzeiger einer Veränderung. Allerdings sollten wir uns genauer ansehen, was das überhaupt ist, ein Konflikt. Eigentlich gibt es ihn nämlich gar nicht. Objektiv gesehen wären es einfach Dinge oder Zustände, die nunmal da sind. Das Salz in der Suppe sind unsere Bewertungen, die wir durch erlernte Maßstäbe, Erfahrungen und Konventionen immerzu anwenden. Da kommen wir gar nicht drum herum. Zudem tragen wir Automatismen in uns, die uns zu Menschen machen: Unsere Gefühle und unsere Fähigkeit zur Abstraktion. Die sind es, mit denen wir in uns Konflikte erst erschaffen und wir dann Dinge tun und sagen, die wir besser gelassen hätten. Im Anschluss wird es dann meist interessant mit dem Vorankommen im Leben… Viele Menschen scheuen Konflikte. Sie sehen diese als Chance. Warum? Matthias Winter: Es sind wie schon gesagt die Gefühle. Wer sich mit einer Sache nicht wohl fühlt, der meidet sie - oft so lange, bis es einfach zu spät ist. Wer schon mal Säumniszuschläge beim Finanzamt bezahlt hat, der weiß, was ich da meine. Ich habe keine Lust auf Zettel sammeln und auswerten … das erledige ich morgen - oder übermorgen! So machen wir das auch mit zwischenmenschlichen Konflikten. Wenn es uns gelingt, mit unseren Gefühlen sinnvoll umzugehen und die Angelegenheit anders zu sehen, dann können wir davon profitieren. Das gilt nicht nur für die Steuererklärung, sondern auch für den Umgang miteinander. Deshalb liegen in Konflikten meines Erachtens riesige Chancen für unser Zusammenleben. Wer gewinnt den Konflikt? Der Egoist, der Teamplayer oder derjenige, der lieber die anderen für sich kämpfen lässt? Matthias Winter: Wichtig ist es, dass alle Beteiligten aus dem Konflikt als Gewinner hervorgehen. Denn wir sehen uns bekanntlich immer zweimal im Leben. Und wer den anderen bekämpft und besiegt, der hat sein Gegenüber zum Verlierer gemacht. Damit hat sich der Sieger höchstpersönlich einen Feind geschaffen, der möglicherweise eine emotionale Verletzung davongetragen hat. Wie der bei einer günstigen Gelegenheit darauf reagiert, kann sich jetzt jeder selbst ausmalen. Hauptsache ist, dass einer beginnt mit dem Umdeuten des vermeintlichen Konflikts - am besten ich selbst mit der nötigen Umsicht auf meine Mitmenschen. Warum dürfen unsere Leser Ihren Vortrag keineswegs verpassen? Matthias Winter: Weil wir gemeinsam Strategien kennenlernen werden, die uns das Leben sehr erleichtern können. Das ist gar nicht schwer. Und Spaß macht das auch noch! Themenreihe Dienstag, 7. Juni: Hindernisse überwinden - Konflikt als Chance Der Vortragsabend findet im Druckereimuseum Weiss, Am Handwerkerzentrum 16, in Imgenbroich statt. Die Teilnahmegebühr beträgt pro Abend 35 Euro, inklusive Snack und Getränk. Weitere Informationen und Buchung unter Tel. 02472/982101, per E-Mail: info@wochenspiegel-mehrwissen.de »Konflikte als Chance sehen«, appelliert Matthias Winter und weiß: »Wer sie richtig zu deuten versteht, der kann daraus für sich und seine Mitmenschen Kapital schlagen.« Am 7. Juni vermittelt er sein Wissen im Rahmen der WochenSpiegel-Vortragsreihe…

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