Ein kleines Blinklicht aus der Eifel kann Leben retten

Monschau. Professionelles Eingreifen ist das eine, den Überblick das andere: Wenn Menschen in Not sind, ja gar in großer Gefahr, dann können wenige Augenblicke über Leben und Tod entscheiden. Dies ist Alltag für Berufsfeuerwehrleute, wie es sie in der Kaiserstadt Aachen gibt. Aber auch Ehrenamtler in den Eifeler Löschgruppen können in brenzlige Situationen geraten. Ihnen allen kann ein kleines Gerät helfen, den Durchblick zu behalten - das »G.i.L«! Eifel (Fö). Entwickelt von Nico Thomas aus Mützenich und Frank Läufer aus Eicherscheid, soll das mit dem sperrigen Begriff »Einsatzstellen-Markierungs-Leuchte« versehene Blinklicht Einsatzstellen markieren, aber auch aufzeigen, wo es gerade brennt oder wie viele Menschen in Gefahr sind. Auch kann durch Blinken die Richtung zur Gefahrenstelle angezeigt werden. »Wichtig ist, dass das Gerät ein explosionsgeschütztes Gehäuse besitzt - so kann den Einsatzkräften nichts passieren«, unterstreicht Maschinenbautechniker Nico Thomas. Der Clou an der Erfindung der beiden Eifeler ist, dass die Leuchte durch eine Trägerplatte auf fast allen Untergründen mittels einer Klebetechnik befestigt werden kann, ohne dabei Rückstände zu hinterlassen. Genau auf diese Besonderheit haben Thomas und Läufer ihr Gerät patentieren lassen. Auf Irrwegen Die Idee zu dieser Erfindung stammt aus der praktischen Erfahrung im Berufsalltag der Feuerwehr. »Leider kam es bei verschiedenen Einsätzen in der Vergangenheit vor, dass nicht sofort klar war, wo sich der Zugang zur Einsatzstelle befindet«, weiß Frank Läufer, Oberbrandmeister bei der Berufsfeuerwehr Aachen. So gingen bei einem besonders schwerwiegenden Einsatz Anfang 2015 einige kostbare Minuten verloren, als der Einsatzleiter zur Erkundung im Gebäude verschwunden und auch nicht mehr über Funk zu erreichen war. Alle nachfolgenden Kräfte wussten nicht, dass sich der Eingang zum betroffenen Gebäude in einem Hinterhof befand, den man nur durch eine Toreinfahrt erreichen konnte. Die Suche hatte leider mehrere Minuten in Anspruch genommen, die der Person im Brandrauch sicherlich zu Gute gekommen wären. Auf Grund dieses, aber auch ähnlicher Ereignisse haben sich die Erfinder des Gerätes, Frank Läufer und Nico Thomas, Gedanken gemacht und mit »G.i.L« eine einheitliche Markierungsleuchte entwickelt, die innerhalb weniger Sekunden in Betrieb genommen werden kann. Als Besonderheit zeichnet sie die Möglichkeit der Anbringung auf fast allen Untergründen und ihre rückstandslose Entfernung aus. Um mit G.i.L auch anderen Einsatzkräften die Arbeit zu erleichtern und sie in Umlauf bringen zu können, gründeten Frank Läufer und Nico Thomas im März 2016 die VennTec GmbH. »Seit Herbst 2016 sind sechs unserer Geräte bei der Berufsfeuerwehr Aachen im Einsatz und haben ihre Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt«, zeigt sich Nico Thomas stolz. Pilotprojekt Die ersteintreffende Einsatzkraft befestigt die Leuchte und markiert nachfolgenden Kräften somit die Einsatzstelle. Der klare Vorteil beim Einsatz der Leuchte liegt darin, dass nachrückende Kräfte die Einsatzstelle schon beim Anfahren problemlos identifizieren und erkennen können, wo sich der Zugang zu dieser befindet. »Aktuell sind alle Geräte rot - wir werden sie aber in verschiedenen Farben produzieren lassen, um verschiedene Löschzüge oder Einsatzbereiche unterscheiden zu können«, so Thomas. Doch nicht nur Feuerwehrleute profitieren von »G.i.L« - auch Rettungsdienste können dem nachfolgenden Notarzt die Eingangstür markieren. Auch diese könnten durch die Mehrfarbigkeit Sammel- oder Behandlungsplätze kennzeichnen. Und auch in der chemischen Industrie kann »G.i.L« zum Einsatz kommen. Es warnt vor Schäden an Gefahrstoofen oder Gütern, markiert Speditionsunternehmen den Weg. »Billige Konkurrenzprodukte aus dem Ausland bergen große Gefahren oder aber können nur an magnetischen Untergründen befestigt werden«, wirft Frank Läufer ein. Dafür sei in der Hektik des Einsatzes einfach keine Zeit. Hergestellt, vertrieben und vermarktet wird G.i.L durch die VennTec GmbH. G.i.L wird ausschließlich in Deutschland (Made in Germany) gefertigt, da die Erfinder höchste Ansprüche an die Qualität der Markierungsleuchte stellen. Nähere Infos zum Produkt und den jungen Unternehmern unter www.venntec.de Infos G.i.L® besteht aus einem zylindrischen, transparenten Kunststoffgehäuse, umfasst von einer Schutzhülle aus silikonhaltiger, dämpfungshemmender Masse. Im Inneren befindet sich eine Platine auf der 8 LED´s auf der Front und 16 LED´s im Umfang angebracht sind. Eine nummerische Anzeige, Batteriezustandsanzeige, sowie die Hochleistungsbatterien befinden sich ebenfalls auf der Platine. Eine Einsatzdauer von ca. 60 Stunden im Dauerbetrieb ist garantiert.Professionelles Eingreifen ist das eine, den Überblick das andere: Wenn Menschen in Not sind, ja gar in großer Gefahr, dann können wenige Augenblicke über Leben und Tod entscheiden. Dies ist Alltag für Berufsfeuerwehrleute, wie es sie in der…

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E-Bike laden und Senf probieren 

Monschau. Wellige Hochflächen, hohe Bergrücken, vulkanische Hügellandschaften und breite, tief eingeschnittene Täler. Jeder Radfahrer findet im umfangreichen Wegenetz der Eifel die passende Route. Doch wer die vielfältige Landschaft in ihrer ganzen Schönheit erleben möchte, der setzt seit geraumer Zeit auf die so genannten Elektrofahrräder. Und das ganz sicherlich nicht nur Senioren, die motorisierte Hilfe benötigen, um anspruchsvolle Strecken zu meistern.Monschau (Fö). Der RAVeL-Radweg auf der ehemaligen Vennbahntrasse, besonders aber die E-Bikes, haben das Radfahren wieder populär gemacht. Strecken gibt es viele, wo man den Akku auflädt will gut geplant sein.»Für Monschau ist es ein Muss, eine Ladestation für Gäste und Einheimische auf dem Fahrrad vorhalten zu können«, unterstreicht Ruth Breuer, Betreiberin der Monschauer Senfmühle. Daher bietet sie nun vier Radfahrern gleichzeitig die Möglichkeit, einen leeren Akku wieder in kurzer Zeit zu füllen. »Zeitgleich kann auch das Handy geladen werden«, erklärt Breuer. Sie hat sich für separate Schließfächer entschieden, damit der Radfahrer während des Ladevorgangs durch die Senfmühle schlendern, sich stärken oder gar einen Abstecher in die Altstadt unternehmen kann.Zur Verfügung gestellt wurde die Ladestation vom Energielieferanten »innogy SE«, finanziert aber von Ruth Breuer.Übrigens: Die nächsten Ladestationen für den nächsten E-Bike-Trip finden Sie am Imgenbroicher HIMO oder an der Tourist-Information in Einruhr.Wellige Hochflächen, hohe Bergrücken, vulkanische Hügellandschaften und breite, tief eingeschnittene Täler. Jeder Radfahrer findet im umfangreichen Wegenetz der Eifel die passende Route. Doch wer die vielfältige Landschaft in ihrer ganzen…

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