Besuch aus der Heimat zum 50. Ordensjubiläum

Konzener besuchen Bruder Theo Call

Konzen. Vor 50 Jahren hat Bruder Theo Call, Weißer Vater der Afrika Missionare, Konzen verlassen, um Menschen in Tansania zu helfen. Dieses Jubiläum soll natürlich gebührend gefeiert werden.

(aj). Deshalb machen sich Anfang Dezember Elke und Martin Krings vom Förderverein »Bruder Theo Call – Weißer Vater der Afrika Missionare« wieder einmal auf den Weg nach Tansania. Begleitet werden sie dabei von acht interessierten Vereinsmitgliedern.

Los geht es am 3. Dezember, aber eine solche Reise muss gut geplant werden und so laufen die Vorbereitungen schon seit über einem halben Jahr. »Es muss sich jeder darüber bewusst sein, dass das kein Erholungsurlaub, sondern ein Abenteuer wird«, macht Martin Krings den Mitreisenden noch einmal klar. Anstrengend wird es für die Zehn auf jeden Fall werden, denn sie haben ein straffes Programm: Am 3. Dezember treffen sie sich um 2.30 Uhr in der Nacht beim Ehepaar Krings, um gemeinsam mit einem Taxi zum Düsseldorfer Flughafen zu fahren. Von dort aus fliegen sie um 6.10 Uhr nach Amsterdam und nach einem kurzen Umstieg weiter nach Dar es Salam ganz im Osten von Tansania am Indischen Ozean, wo sie abends um 22.45 Uhr landen. Dann steht die erste große Hürde bevor: Man muss eine Einreisegebühr von 50 Dollar pro Person zahlen und sich durch einen Wust von englischen Anträgen für ein Visum kämpfen. »Man sieht seine Koffer dabei die ganze Zeit, aber wenn man sie endlich hat, fängt Afrika erst richtig an«, berichtet Martin Krings über seine Erfahrungen am afrikanischen Flughafen. Wenn man dann das erste Mal nach draußen käme, wäre es zuerst wie ein Schlag vor den Kopf, weil die Luftfeuchtigkeit so hoch sei.Nach einer kurzen Taxifahrt wird die Gruppe das Atiman-House erreichen.

Holprige Anreise

In dem ganz einfachen Priesterhaus der Weißen Väter wird sie übernachten, bevor es mittags mit dem Flugzeug weitergeht nach Kigoma im äußersten Westen. Dort wird Bruder Theo die Gäste abholen und nach einer knapp dreistündigen Autofahrt über holprige Straßen erreichen sie die Missionsstation in Kabanga. Dann ist das Klima auch wieder angenehmer, da der Ort viel höher über dem Meeresspiegel liegt als Dar es Salam.

Dienstags geht das Programm rund um die Missionarsstation los: Krankenhaus, Schwesternheim, Werkstätten und das Heim für Albinos, die aufgrund ihrer weißen Hautfarbe in Afrika regelrecht gejagt werden, sollen angeschaut werden.

Bischof kommt

Mittwochs fährt die Gruppe dann mit dem Auto ins etwa 70 Kilometer entfernte Iterambogo, wo gerade ein Großprojekt läuft. Dort bauen Bruder Theo und seine Arbeiter eine Turbine an einem Priesterseminar, um es mit Strom zu versorgen.

Hier wird am Donnerstag auch das große Ordensjubiläum, zu dem sogar der Bischof kommen wird, gefeiert mit Messe, Reden, Festessen und Andacht. Momentan lebt Bruder Theo zeitweise in Iterambogo, weil es viel zu umständlich wäre, jeden Tag von Kabanga dorthin zu fahren. Er muss auf der Baustelle aber anwesend sein, um die Arbeiter anzuleiten. Seine eigentliche Heimat in Afrika ist und bleibt jedoch Kabanga. Dort hat er sehr viel um die Missionsstation herum aufgebaut und die Infrastruktur maßgeblich verbessert. Dementsprechend bekannt und beliebt ist der 79-jährige Missionar im Dorf. Aus diesem Grund rechnet Martin Krings damit, dass rund 600 Menschen einen Tagesmarsch auf sich nehmen und sich zu Fuß auf den Weg nach Iterambogo machen werden, um Bruder Theo zu ehren und bei den Feierlichkeiten dabei zu sein.

Am Freitag neigt sich das Abenteuer der deutschen Besucher dem Ende zu und sie fliegen wieder nach Dar es Salam. Nach einer Übernachtung geht es tags drauf zurück in die Eifel.

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