Thomas Förster

Mitglieder und Spender für gute Sache gesucht

Monschau. »Wir versorgen arme Menschen mit Brot - und das in zweideutiger Hinsicht«, erklärte Alexander Lenders das Bestreben des Vereins »Antoniusbrot e.V.«, der zur Mitgliederversammlung zusammen gekommen war.

Zweideutig in der Hinsicht, dass es nicht nur die allwöchentlich 63 Brotmarken sind, die der Verein verteilt, sondern er sich auf vielfältige Weise für bedürftige Menschen engagiert und dieses Engagement ausweiten möchte.

»Die Zeiten werden härter, davor kann sich auch unsere Region nicht verschließen«, stellte Georg Weiss, Vorsitzender des Vereins »Antoniusbrot«, fest. Er dankte Johannes Schumacher, über dessen Bäckerei seit Vereinsgründung im Jahre 2003 bereits über 20.000 Brote verteilt wurden.

»40 Monschauer Familien werden derzeit mit Brot versorgt, jedes Familienmitglied erhält ein halbes Brot pro Woche«, erklärte Geschäftsführer Alexander Lenders. Und die Bedürftigkeit sei keineswegs rückläufig.

Dies hat vor geraumer Zeit auch eine neue Aktion des Vereins »Antoniusbrot« auf den Plan gerufen - die Ermöglichung der Teilnahme am Mittagstisch für alle Schüler in der Stadt Monschau. Als die Über-Mittag-Betreuung in Kindergärten und Schulen aufkam, stellte sich heraus, dass Kinder aus sozialschwachen Familien am gemeinsamen Essen aus Geldnot nicht teilnehmen konnten. »Eine Zweiklassen-Gesellschaft darf es in Kindergärten und Schulen nicht geben«, so Georg Weiss. Deshalb trägt der Verein Sorge für insgesamt 45 Kinder aus dem Monschauer Stadtgebiet - ein Aufwand von 1.300 Euro pro Monat für den gemeinnützigen Verein.

Eine weitere, wichtige Aufgabe des Vereins ist und bleibt der Unterhalt der Kapelle, fuhr Geschäftsführer Alexander Lenders fort. Die Antoniuskapelle sei für viele Bürger Monschaus und deren Gästen zu einem Glaubens-Mittelpunkt geworden. Einen besonderen Dank richtete der Vorstand dabei an Erich Breuer, der sich um die Kapelle mit viel Herzblut und Zuverlässigkeit kümmert.

167 Mitglieder zählt der Verein »Antoniusbrot e.V.« aktuell. »Wir freuen uns über jedes neue Mitglieder, das uns in unserer Arbeit unterstützt«, so Schatzmeister Felix Theißen. Aus Geburtstagen oder anderen Jubiläen erhalte man hin und wieder großzügige Spenden - dies sei durchaus zum Nachahmen geeignet, leiste man doch mit dieser Geste wertvolle Arbeit für benachteiligte Menschen in der Region. Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann sich per E-Mail an amies@weiss-verlag.de oder unter Tel. 02472 / 982215 melden.

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„Schule mit Courage“ erhält Auszeichnung in Berlin

VG Traben-Trarbach. Traben-Trarbach / Berlin. Das Gymnasium Traben-Trarbach ist seit Januar offiziell „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Es setzt sich mit seinem demokratischen Schulentwicklungsprozess “Denk mal - mach mal“ seit Längerem in der Region für Fairness und Miteinander ein und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Ausbau demokratischer und toleranter Strukturen innerhalb unserer Gesellschaft.   Auch auf Bundesebene tritt das Thema „Demokratie“ und „Toleranz“, wohl auch wegen der schwierigen Entwicklungen der letzten Jahre innerhalb wie auch außerhalb Deutschlands, immer mehr in den Vordergrund. Daher macht die Bundesregierung es sich zur Aufgabe, vorbildliche Projekte zu fördern, in denen sich junge Leute als Zukunftsträger unserer Gesellschaft für tolerantes Handeln einsetzen.   Zum Jugendkongress nach Berlin Unter dem Motto „Junge Ideen - Für eine lebendige Demokratie“ lädt das von der Bundesregierung gegründete „Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt“ (BfDT) vom 20. bis 24. Mai 2017 zum diesjährigen Jugendkongress nach Berlin ein. In über 70 Workshops und Außenforen beschäftigen sich etwa 470 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren aus ganz Deutschland mit zivilgesellschaftlichem Engagement und Fragen der Partizipation von Jugendlichen. So werden die vielfältigsten Themenbereiche gemeinsam bearbeitet wie Herausforderungen in der Arbeit mit Geflüchteten, Salafismus, Sensibilisierung gegen Rechtsextremismus, Homophobie, Konfliktmanagement oder Öffentlichkeitsarbeit.   Des Weiteren laufen Workshops und Außenforen zum Thema „Sport mit Courage – Demokratietraining“, „Zusammendenken - Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus“, „Hip Hop meets Politik“ oder „Rechte Symbole und Lifestyle“. Das komplette Programm ist online unter www.jugendkongress-berlin.de einsehbar.   Herausragende demokratiepädagogische Qualität Das Gymnasium Traben-Trarbach erhält in diesem Jahr erneut die Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Förderprogramm Demokratisch Handeln“. Letzteres bescheinigt dem Gymnasium eine herausragende und besondere demokratiepädagogische Qualität. Als Vertreter für ihre Schule reisen Tom Binninger, Leo Kölsch, Sophia Meuser, Emma Müller, Rilind Sahitaj und Jost Stölben mit ihrer Lehrerin Anette Heintzen nach Berlin, um sich mit anderen jungen Engagierten auszutauschen und neue Ideen und Anregungen für ihr eigenes Engagement zu erhalten. Der Jugendkongress bietet den Jugendlichen die Gelegenheit, über verschiedene Themen zu diskutieren, sich für das eigene Engagement weiter zu professionalisieren und sich mit anderen Aktiven auszutauschen. Gemeinsam mit dem BfDT möchten sie der Öffentlichkeit zeigen, dass Jugendliche großes Interesse daran haben, sich für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie einzusetzen und sich bereits jetzt auf vielfältige Arten engagieren. Foto: FF.   Traben-Trarbach / Berlin. Das Gymnasium Traben-Trarbach ist seit Januar offiziell „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Es setzt sich mit seinem demokratischen Schulentwicklungsprozess “Denk mal - mach mal“ seit Längerem in der Region für…

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