Nordeifel unverblümt im Kalender verpackt

Fotografien von Peter Stollenwerk - Aktion "Wir helfen"

Imgenbroich.  »Ich möchte die Eifel nicht besonders in Szene setzen, sondern sie so zeigen, wie sie ist.« Und das gelingt Peter Stollenwerk aus Steckenborn mit seinen unzähligen Fotografien. Produziert im Medienhaus Weiss und herausgegeben von »Victor fashion & sports« hat der 63-Jährige nun seinen zwölften Eifel-Kalender präsentiert.

Die Einzigartigkeit der Nordeifeler Natur  mit der Kamera zu begleiten und die besonderen Momente zu erfassen, ist seit vielen Jahren  die Leidenschaft von »Eifel-Fotograf« Peter Stollenwerk. Neben mehreren Bildbänden erfreut sich auch der Jahreskalender großer Beliebtheit. Die großformatige und edle  Ausführung wurde wieder von Designerin Monika Korbanek gestaltet.

Auch der zwölfte Kalender zeigt einen fotografischen  Querschnitt durch die Landschaft der Nordeifel, wobei die Aufnahmen  die typische  Handschrift des  Fotografen wiedergeben. Peter Stollenwerk  zeigt  ein aktuelles und vertrautes Landschaftsbild der Nordeifel,  entstanden die Aufnahmen doch fast ausschließlich in den zurückliegenden Monaten. Ob  skulpturenhafte  Eisgebilde am Obersee, Impressionen aus dem Hohen Venn,  die Ästhetik des Westwalls oder die  erdrückende Wolkenlast auf dem Stehling: Immer wieder lenkt Stollenwerk das Auge  des Betrachters auf vertraute Blickwinkel, die er  in einem neuen Licht erscheinen lassen lässt.

Der Eifelkalender 2018 bietet neben fotografischer Erlesenheit  diesmal noch eine weitere Komponente. Er soll dazu beitragen,  die in diesem Jahr erstmals in Monschau stattfindende  Aktion »Wir helfen« zu unterstützen. 

Sozialer Zweck

Die Hälfte des Verkaufserlöses  vom Eifelkalender 2018, der diesmal 15 Euro kostet, in einer Auflage von 1000 Stück erscheint und bei Victor in Imgenbroich erhältlich ist, soll im Anschluss den teilnehmenden Organisationen der »Wir helfen«-Aktion zukommen.

Aktionstag

Bei dieser Weihnachtsaktion, die am Sonntag, 3. Dezember,  im Ortszentrum von Imgenbroich stattfindet, wollen sozial  und caritativ tätige Organisationen aus dem Stadtgebiet im Rahmen eines verkaufsoffenen Sonntags ihre Aufgabenfelder  in der Victor-Passage und im Bürgercasino darstellen. Ein Konzert findet in der Kirche statt.

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Ein neues Leben fern der Heimat

Eicherscheid. »Ein Freund aus Spanien hat seine korenische Frau geheiratet, auf traditionelle Art. Das war sehr bunt und fröhlich. Eine beeindruckende Zeremonie, die mich im Juni nun auch erwartet.« Und Mario Rüttgers freut sich schon darauf. Eicherscheid (Fö). Natürlich, weil er seine Frau Mira, mit der er seit Sommer standesamtlich verheiratet ist, nun auch zeremoniell sein Ja-Wort geben kann. Aber besonders, weil seine Familie und viele Freunde den gebürtigen Eicherscheider in seiner neuen koreanischen Heimat besuchen werden. Drei Jahre wird der 32-Jährige dann schon auf der koreanischen Halbinsel leben. Zunächst für 18 Monate in Gwangju an der Westküste, nun in Pohang ganz im Osten des Landes. Aktuell macht er seinen Master in Maschinenbau. Das Abenteuer von fernen Ländern und Kulturen ist dabei fast schon nichts Neues für Mario Rüttgers. Er reiste durch Südamerika, studierte dort und in China und lebt eben nun in Korea - mit Ehefrau Mira und Tochter Nara. »In Korea spielt das Alter eine sehr große Rolle«, hat Rüttgers festgestellt. In der Sprache gibt es mehr als acht Formalitäts- und Höflichkeitsstufen. Man verwendet dann zum Beispiel im Gespräch mit Älteren eine ganz andere Grammatik. Und in der U-Bahn werden speziell Plätze für Senioren bereitgehalten. Rüttgers: »Da setzt sich kein junger Mensch hin - das ist wirklich beeindruckend.« Auch der Einfluss der Großeltern auf die Kindeserziehung sei größer als in Deutschland. »Wir haben aber eine gesunde Mischung für unsere Nara gefunden«, lacht Rüttgers und ist dankbar, dass seine Schwiegereltern viel Verständnis für den Europäer aufbringen. Alter statt Leistung »Auch auf der Arbeit gilt das Altersprinzip und nicht wie bei uns die Leistung.« Leider wirke sich das auch auf den Fußball aus, erklärt Rüttgers. »Wenn wir Studenten gegen Teams mit älteren Spielern spielten, sind für die andere Mannschaft Regeln wie Abseits einfach wegefallen. Damit kann ich mich bis heute nicht abfinden«, zeigt der Eifeler Unverständnis. »In alteingesessenen Firmen gilt das Prinzip: Befehlen und gehorchen«, weiß Rüttgers. Er selbst ist für einen westlich geprägten Professor tätig und hat daher Glück. Mit gerade einmal sieben Tagen Jahresurlaub muss er nicht auskommen. Dagegen gefällt Rüttgers das Freizeitverhalten vieler Koreaner. »Am Wochenende geht es zum Wandern und Bergsteigern. Der 32-Jährige selbst fährt gerne Rad. »Es gibt hier ein Intercity-Fahrradwegenetz durch das ganze Land.« Von seinem Sprachkurs in Gwangju hat er 300 Kilometer zu Freundin Mira nach Pohang zurück gelegt. Im Februar 2016 hat er die Westküste 900 Kilometer lang beradelt und im August 2016 war ein alter Schulfreund zu Gast - Sebastian Milz aus Huppenbroich. Mit ihm ist er von Seoul nach Busan gefahren (ca. 700 km). »Ein tolles Erlebnis für uns Beide!« Von einer Selbstverständlichkeit in Korea träumen viele Eifeler: »Bei Internetkonnektivität und –geschwindigkeit ist Korea weltweit führend«, weiß Rüttgers. Ständig bringe Samsung neue »smarte« Produkte auf den Markt. »Einkaufen gehen wir nur als Freizeitbeschäftigung - Lebensnotwendiges wird online bestellt.« Familie zu Besuch Als Eltern und Schwestern im Sommer zu Besuch waren, genoss es der Neu-Koreaner aber auch, seiner Familie das traditionelle Korea zu präsentieren. Und das werden sie auch bei der Hochzeit im Juni kunterbunt und lebensfroh erfahren. »Dann wird auf dem Boden geschlafen, gefeiert und gereist - ganz traditionell eben«, sehnt Mario Rüttgers dem großen Tag und vielen schönen Begegnungen entgegen.»Ein Freund aus Spanien hat seine korenische Frau geheiratet, auf traditionelle Art. Das war sehr bunt und fröhlich. Eine beeindruckende Zeremonie, die mich im Juni nun auch erwartet.« Und Mario Rüttgers freut sich schon darauf. Eicherscheid (Fö).…

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