Chance auf Glasfaser geht in die Verlängerung

Vertragsabschluss bis Ende der Sommerferien

Simmerath. Die Eifeler machen es spannend: Ob der Ausbau von Glasfaser in den Gemeinden Roetgen und Simmerath erfolgen wird, ist immer noch ungewiss. »Wir sind auf einem guten Weg und haben uns daher für eine Verlängerung der Bündelungsphase entschieden«, erklärt Dennis Schiefke, Projektmanager bei der Deutschen Glasfaser GmbH. Bis zum Ende der Sommerferien wird das Unternehmen nun weiter die Werbetrommel rühren, um die 40-Prozent-Marke zu erreichen.

»Das Interesse der Bürger ist groß«, erklärt Projektmanager Christian Scheffer. »Wir haben in den letzten Tagen so viele Verträge erhalten, dass es gedauert hat, diese zu zählen und entsprechend zu erfassen.« Nachdem dies nun erfolgt ist wurde nach gemeinsamen Gesprächen mit den beiden Gemeinden festgelegt, die Nachfragebündelung noch einmal bis zum 4. September zu verlängern.
»Die Vereine haben einen großen Beitrag geleistet«, zeigt sich Schiefke dankbar. Dank ihrer Mund-zu-Mund-Propaganda habe es einen Schub gegeben, von dem auch die Ehrenamtler profitieren, wenn denn die 40 Prozent erreicht werden. Dann gibt es zehn Euro für jeden Vertrag, der über einen Verein eingereicht wurde.
Aktuell wird geprüft, die »Raerener Straße« in Roet gen als Privatkundenanschlüsse zu realisieren. Das ist Bürgermeister Jorma Klauss ein großes Anliegen.

Erfahrung

Noch einmal unterstreicht Schiefke und Scheffer, dass beim Ausbau durch die Deutsche Glasfaser GmbH bis zu jedem Grundstück Leerrohre verlegt würden. Wer einen Vertrag unterzeichnet hat, wird dann entsprechend bis ins Haus versorgt. »Wir arbeiten mit versierten Bauunternehmen zusammen, die Glasfaser schon tausendfach in Haushalte verlegt haben«, stellt Schiefke klar. Die FTTH-Technologie (fibre to the home; frei übersetzt: Glasfaser bis ins Haus) würde eine Versorgung von mindestens 100 MBit/s garantieren. Diese Technologie ist bereits heute für eine symmetrische Upload- und Downloadgeschwindigkeit von 1 Gbit/s geeignet. Gute Datenleitungen in der Eifel machen aktuell etwa 50 MBit/s möglich - via Glasfaser sind künftig 100, 200 oder gar 500 MBit/s buchbar.

Infos im Netz

Wer sich immer noch nicht sicher ist, ob er am Quantensprung in der Breitbandversorgung teilhaben möchte oder auch nicht, der kann sich auf www.glasfaser-eifel.de oder auf Facebook (www.facebook.com/groups/glasfaserfuersimmerath/) informieren.

Ein Ortskartell gewinnt

Das Ausbaugebiet, das die höchste Prozentzahl an abgeschlossenen Verträgen eingereicht hat, wird mit 3000 Euro belohnt. Stichtag für die Bearbeitung bei der Deutschen Glasfaser GmbH ist der 24. Juli. Und dies ist ausnahmsweise einmal nicht an die magische »40-Prozent-Marke« gebunden. Hier der aktuelle Stand:
Platz 1: Eicherscheid, Hammer, Huppenbroich = 37%
Platz 2: Roetgen = 32%
Platz 3 teilen sich: Lammersdorf, Kämpchen, Waldsiedlung, Paustenbach = 30%; Rott, Mulartshütte = 30%;
Platz 4: Simmerath, Witzerath, Kesternich = 28%
Platz 5: Rollesbroich, Strauch = 26%
Platz 6 teilen sich: Woffelsbach, Rurberg, Steckenborn = 21%; Einruhr, Seifenauel, Dedenborn, Erkensruhr = 21%
Mehr unter www.deutsche-glasfaser.de

Sollte also der Verbund aus Eicherscheid, Hammer und Huppenbroich seine Führung behaupten, liegt es an den Vereinsvertretern, sich eine Sause für die Bevölkerung zu überlegen. Die Auflösung erfolgt am Mittwoch, 26. Juli, in Ihrem WochenSpiegel!

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