Thomas Förster

Japanische Atomkraftgegner besuchen Simmerath

Simmerath. Gemeinsam mit einer Delegation der japanischen "Bürgermeister für ein atomfreies Japan" hat die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bärbel Höhn, Nideggen und Simmerath besucht.

Von Schmidt aus besichtigte die Delegation den Rursee, um sich anschließend im Simmerather Rathaus von Bürgermeister Karl-Heinz Herrmanns im Beisein von Bürgermeisterin Margit Göckemeyer über die aktuellen Planungen im Bereich regenerativer Energiequellen, wie der Windkraft zu informieren.

 

Danach stellten Vertreter des Stadtwerkeverbundes Trianel die vielfältigen Aktivitäten des Unternehmens vor und berichteten zum geplanten Pumpspeicherkraftwerk. Hermanns betonte, dass das Kraftwerk nur realisiert werden könne, wenn die touristische Nutzung, aber auch die Nutzung des Rursees durch Segler und Angler weiterhin uneingeschränkt möglich sei und auch die Interessen der Landwirte berücksichtigt würden. Vor einem Baubeginn müssten noch eine Vielzahl Fragen geklärt werden, ergänzte Bürgermeisterin Göckemeyer. Trotzdem brauche die Energiewende auch das Bekenntnis vor Ort, andernfalls werde sie nicht gelingen.

35 Pumpspeicherkraftwerke in Japan

Bundestagsabgeordnete Höhn lobte den parteiübergreifenden Einsatz Simmeraths für den Umbau der Energiewirtschaft, der ein Generationenprojekt sei. Die Delegation unter Führung der Generalsekretärin Uehara Hiroko beeindruckte besonders die breite, auch kritische Diskussion über das Projekt vor Ort. Japan hat über 35 Pumpspeicherkraftwerke, die bisher als Speicher für überschüssigen Nachtstrom dienen, die in Zukunft aber auch die zunehmende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ausgleichen könnten. Das Netzwerk der "Bürgermeister für ein atomfreies Japan" hat sich nach der Atomkatastrophe von Fukushima gegründet, heute sind japanweit 86 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit ihren Kommunen Mitglieder. Ziel des Netzwerks ist es, den Ausstieg Japans aus der Kernenergie zu begleiten, erneuerbare Energien zu fördern und die Opfer von Fukushima zu unterstützen.

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„Schule mit Courage“ erhält Auszeichnung in Berlin

VG Traben-Trarbach. Traben-Trarbach / Berlin. Das Gymnasium Traben-Trarbach ist seit Januar offiziell „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Es setzt sich mit seinem demokratischen Schulentwicklungsprozess “Denk mal - mach mal“ seit Längerem in der Region für Fairness und Miteinander ein und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Ausbau demokratischer und toleranter Strukturen innerhalb unserer Gesellschaft.   Auch auf Bundesebene tritt das Thema „Demokratie“ und „Toleranz“, wohl auch wegen der schwierigen Entwicklungen der letzten Jahre innerhalb wie auch außerhalb Deutschlands, immer mehr in den Vordergrund. Daher macht die Bundesregierung es sich zur Aufgabe, vorbildliche Projekte zu fördern, in denen sich junge Leute als Zukunftsträger unserer Gesellschaft für tolerantes Handeln einsetzen.   Zum Jugendkongress nach Berlin Unter dem Motto „Junge Ideen - Für eine lebendige Demokratie“ lädt das von der Bundesregierung gegründete „Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt“ (BfDT) vom 20. bis 24. Mai 2017 zum diesjährigen Jugendkongress nach Berlin ein. In über 70 Workshops und Außenforen beschäftigen sich etwa 470 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren aus ganz Deutschland mit zivilgesellschaftlichem Engagement und Fragen der Partizipation von Jugendlichen. So werden die vielfältigsten Themenbereiche gemeinsam bearbeitet wie Herausforderungen in der Arbeit mit Geflüchteten, Salafismus, Sensibilisierung gegen Rechtsextremismus, Homophobie, Konfliktmanagement oder Öffentlichkeitsarbeit.   Des Weiteren laufen Workshops und Außenforen zum Thema „Sport mit Courage – Demokratietraining“, „Zusammendenken - Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus“, „Hip Hop meets Politik“ oder „Rechte Symbole und Lifestyle“. Das komplette Programm ist online unter www.jugendkongress-berlin.de einsehbar.   Herausragende demokratiepädagogische Qualität Das Gymnasium Traben-Trarbach erhält in diesem Jahr erneut die Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Förderprogramm Demokratisch Handeln“. Letzteres bescheinigt dem Gymnasium eine herausragende und besondere demokratiepädagogische Qualität. Als Vertreter für ihre Schule reisen Tom Binninger, Leo Kölsch, Sophia Meuser, Emma Müller, Rilind Sahitaj und Jost Stölben mit ihrer Lehrerin Anette Heintzen nach Berlin, um sich mit anderen jungen Engagierten auszutauschen und neue Ideen und Anregungen für ihr eigenes Engagement zu erhalten. Der Jugendkongress bietet den Jugendlichen die Gelegenheit, über verschiedene Themen zu diskutieren, sich für das eigene Engagement weiter zu professionalisieren und sich mit anderen Aktiven auszutauschen. Gemeinsam mit dem BfDT möchten sie der Öffentlichkeit zeigen, dass Jugendliche großes Interesse daran haben, sich für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie einzusetzen und sich bereits jetzt auf vielfältige Arten engagieren. Foto: FF.   Traben-Trarbach / Berlin. Das Gymnasium Traben-Trarbach ist seit Januar offiziell „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Es setzt sich mit seinem demokratischen Schulentwicklungsprozess “Denk mal - mach mal“ seit Längerem in der Region für…

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