Nationalpark verhindert Ultra

Rursee-Marathon muss künftig ohne neues Event auskommen

Die Tatsache, dass ein Verein mit lediglich 31 Mitgliedern eines der größten Laufevents der Region stemmt, nötigt sicher Respekt ab. Die Rede ist vom Rursee-Marathon e.V. aus Einruhr, der seit über 20 Jahren rund um das Dorf am See für den gleichnamigen Marathon verantwortlich zeichnet. Nun musste der Verein ein schlechte Nachricht verkünden: Beim diesjährigen 21. Rursee-Marathon im November wird es keinen Ultra-Lauf geben.

Einruhr (ho). Leider ist es uns nicht gelungen, den in 2016 erstmals angebotenen Ultralauf fest in unser Programm zu integrieren«, erklärte Bernhard Pauls zu Beginn seiner Ausführungen zu der in diesem Jahr nicht stattfindenden Laufveranstaltung. Nach der guten Resonanz im letzten Jahr habe man im Dezember bei der Nationalparkverwaltung bezüglich einer erneuten Auflage des Laufs nachgefragt. Danach habe eine erste Rückmeldung von Seiten des Nationalparks positiv ausgesehen. »Nachdem unser Anliegen aber innerhalb der Nationalparkverwaltung mit den zuständigen Fachgebietsleitern diskutiert worden ist, haben wir einen ablehnenden Bescheid erhalten«.

Die Nationalparkverwaltung begründete die Ablehnung damit, dass der Ultralauf im Widerspruch mit der Nationalpark-Verordnung stehe. Eine regelmäßige Ausnahme von diesen Grundsätzen würde einen Präzedenzfall schaffen, welcher Konflikte mit anderen Interessenten an solchen Veranstaltungen herbeiführen könnte. Pauls hob hervor, dass die traditionelle Marathonstrecke hiervon nicht betroffen sei und merkte abschließend zum Ultralauf an: »Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Sie aber für uns nachvollziehbar.«

Ansonsten laufen die Vorbereitungen für den 21. Rursee-Marathon am 4. und 5. November auf Hochtouren. Zwischenzeitlich ist die Anmeldeseite online und am Wochenende ist bereits die erste Anmeldung eingegangen.

www.rursee-marathon.de

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.