Radelnd durch Luftkurorte am Rursee

Gemeinde Simmerath beteiligt sich an Radstrategie

Rurberg. Die Orte am Rursee sind die touristischen Anziehungspunkte der Gemeinde Simmerath - daran gibt es keinen Zweifel. Dass sie aber bald auch Imagepflege für die »Gesundheits-Kommune« betreiben, das ist neu.

»Wir hatten 2015 und 2016 die sauberste Luft in ganz Nordrhein-Westfalen, im Vorjahr belegten wir Rang zwei hinter der Messstation am Weißen Stein in Hellenthal.« Und das soll sich nach dem Willen der Politik um Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt auch auszahlen. Die als »Erholungsorte« anerkannten Rurseedörfer Einruhr-Erkensruhr sowie Rurberg-Süd sollen zum Luftkurort werden. Entsprechende Luftmessungen sollen schon im Frühjahr starten.

Kurtorteförderung

»20000 Euro wird uns das kosten - aber die Bezirksregierung hat bereits signalisiert, dass die Einstufung zum Luftkurort sehr wahrscheinlich sei«, erklärt Hermanns. Das wäre aus Sicht des Bürgermeisters nicht nur ein großer Imagegewinn für die viel zitierte »Gesundheits-Gemeinde«, sondern wirkt sich auch auf den kommunalen Haushalt aus. »Mindestens 30000 Euro Kurtorteförderung wird es vom Land Nordrhein-Westfalen geben.

Woffelsbach und der nördliche Teil Rurbergs erfüllen die Voraussetzungen aktuell nicht. So fehlt in Woffelsbach der Anlaufpunkt für Touristen, im Norden Rurbergs gibt es zu viele Campingplätze. »Ziel ist es aber, dass mittelfristig alle Dörfer am Rursee zum Luftkurort werden«.

Saubere Luft

Fünf bis sechs Mikrogramm Stickstoffdioxid wurden in der Gemeinde Simmerath gemessen. 40 ist der Jahresmittel-Grenzwert in NRW.

Unterdessen beteiligt sich die Gemeinde Simmerath auch an der Radstrategie der Städteregion Aachen. Unter dem Motto »Kraft des Wassers« soll für Fahrradfahrer eine Erlebnisroute eingerichtet werden. Am Einruhrer Heilsteinhaus soll ein Wassergarten entstehen. »Die Radfahrer können eine Rast einlegen, ein Kneippbad genießen und die Geschichte des Heilsteinwassers kennenlernen«, so Bürgermeister Hermanns. In Rurberg hingegen soll es um das Talsperrensystem gehen und.

Rund 740.000 Euro sollen die Projekte, die Teil des »Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms Süd« sind, kosten. 10 Prozent davon muss die Gemeinde Simmerath übernehmen. Wird die »Radstrategie« von der Bezirksregierung akzeptiert, sollen die Bausteine - so auch das »Pumptrack«-Areal in Kalterherberg - bis 2020 realisiert werden.

In der Eifel gibt es bereits eine beliebte Vennbahntrasse, die Eifel-Höhen-Route oder den RurUferRadweg. Diese miteinander zu vernetzen ist auch ein Ziel der »Radstrategie«.
Was die Region heute schon für Radfahrer zu bieten hat, erfahren Sie hier:
www.staedteregion-aachen.de/radfahren

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