Die gute Stube bleibt erhalten

Lammersdorf. Der »Lammersdorfer Hof«, dessen Gastronomie-Geschichte vor über 130 Jahren begann, bleibt dem Ort erhalten. Am 5. Mai übergeben Elgin Roeffen-Lüscher und ihr Ehemann Roland Lüscher (70) nach 35 Jahren den traditionsreichen Betrieb aus Altersgründen an Andrej und Maria Cernovs aus Aachen, die über reichlich Erfahrung in der Gastronomie verfügen.Lammesrdorf (ho). Im Zusammenhang mit dem Betreiberwechsel atmeten auch die Lammersdorfer Vereine auf, da ihnen nun weiterhin ein größerer Versammlungsraum für Vereinsveranstaltungen zur Verfügung steht. Dementsprechend wird auch von Seiten des Ortskartells und von Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein, der Fortbestand des Hotel-Restaurants positiv begrüßt. Hammelstein: »Das ist für Lammersdorf ohne Zweifel eine gute Sache«, da neben dem Hotelbetrieb, der Kegelbahn, der Gastronomie nebst Bier- und Wintergarten sowie dem wiederbelebten Restaurantbereich nun auch weiterhin ein großer Gesellschaftsraum für Geburtstage, Feste und andere Veranstaltungen im Ort zur Verfügung stehe.Das Ehepaar Cernovs fiebert im Übrigen mit großer Vorfreude der Neueröffnung entgegen. Beide sind gelernte Köche, und die Speisekarte im Restaurant wird von deutscher und internationaler Küche geprägt sein. Daneben soll am Nachmittag selbstgebackener Kuchen und morgens ein reichhaltiges Frühstück angeboten werden. Roland Lüscher stellte zum anstehenden Wechsel fest: »Wir sind froh, dass wir zwei nette junge Leute gefunden haben, die den Betrieb fortführen«. Und Elgin Roeffen-Lüscher ergänzte: »Wir hoffen, dass man auch dem Ehepaar Cernovs das gleiche Vertrauen wie uns entgegen bringen wird. Vor der Übergabe möchte ich mich aber gleichfalls bei allen unseren Gäste für ihre gezeigte Treue bedanken und bei allen Mitarbeitern für ihre Hilfe«.Im Lammersdorfer Hof, den die Familie Roeffen-Lüscher am 29. Dezember 1981 von Maria und Matthias Roeffen übernahm, wird im Übrigen seit über 130 Jahren Gastronomie betrieben. 1883 baute Johann Arnold Frings, ein Bäcker und Wirt aus Fringshaus, das 1826 erstmals urkundlich erwähnte Gebäude in eine Schankwirtschaft mit Tanzsaal um. 1887 richtete Frings dort zusätzlich die erste Postagentur ein, von der aus auch die Bewohner von Rollesbroich, Strauch und Steckenborn per Fahrrad-Kurier die Post erhielten. 1964 kauften dann die Eheleute Roeffen das Gebäude, bauten mehrfach um und machten den Lammersdorfer Hof schon damals zu einem beliebten Restaurant und Hotel.Dass der Name »Lammersdorfer Hof« erhalten bleibt, war den Eheleuten Cernovs als neuem Betreiberpaar wichtig. Sie freuen sich voller Tatendrang auf die anstehende Neueröffnung.Der »Lammersdorfer Hof«, dessen Gastronomie-Geschichte vor über 130 Jahren begann, bleibt dem Ort erhalten. Am 5. Mai übergeben Elgin Roeffen-Lüscher und ihr Ehemann Roland Lüscher (70) nach 35 Jahren den traditionsreichen Betrieb aus…

weiterlesen

Nationalpark verhindert Ultra

Einruhr. Die Tatsache, dass ein Verein mit lediglich 31 Mitgliedern eines der größten Laufevents der Region stemmt, nötigt sicher Respekt ab. Die Rede ist vom Rursee-Marathon e.V. aus Einruhr, der seit über 20 Jahren rund um das Dorf am See für den gleichnamigen Marathon verantwortlich zeichnet. Nun musste der Verein ein schlechte Nachricht verkünden: Beim diesjährigen 21. Rursee-Marathon im November wird es keinen Ultra-Lauf geben. Einruhr (ho). Leider ist es uns nicht gelungen, den in 2016 erstmals angebotenen Ultralauf fest in unser Programm zu integrieren«, erklärte Bernhard Pauls zu Beginn seiner Ausführungen zu der in diesem Jahr nicht stattfindenden Laufveranstaltung. Nach der guten Resonanz im letzten Jahr habe man im Dezember bei der Nationalparkverwaltung bezüglich einer erneuten Auflage des Laufs nachgefragt. Danach habe eine erste Rückmeldung von Seiten des Nationalparks positiv ausgesehen. »Nachdem unser Anliegen aber innerhalb der Nationalparkverwaltung mit den zuständigen Fachgebietsleitern diskutiert worden ist, haben wir einen ablehnenden Bescheid erhalten«. Die Nationalparkverwaltung begründete die Ablehnung damit, dass der Ultralauf im Widerspruch mit der Nationalpark-Verordnung stehe. Eine regelmäßige Ausnahme von diesen Grundsätzen würde einen Präzedenzfall schaffen, welcher Konflikte mit anderen Interessenten an solchen Veranstaltungen herbeiführen könnte. Pauls hob hervor, dass die traditionelle Marathonstrecke hiervon nicht betroffen sei und merkte abschließend zum Ultralauf an: »Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Sie aber für uns nachvollziehbar.« Ansonsten laufen die Vorbereitungen für den 21. Rursee-Marathon am 4. und 5. November auf Hochtouren. Zwischenzeitlich ist die Anmeldeseite online und am Wochenende ist bereits die erste Anmeldung eingegangen. www.rursee-marathon.deDie Tatsache, dass ein Verein mit lediglich 31 Mitgliedern eines der größten Laufevents der Region stemmt, nötigt sicher Respekt ab. Die Rede ist vom Rursee-Marathon e.V. aus Einruhr, der seit über 20 Jahren rund um das Dorf am See für den…

weiterlesen

Rurtalsperre wappnet sich für Klimawandel

Simmerath. Ob Regen oder Schnee, Hagel oder Graupel – dass die Eifel ein niederschlagsreiches Gebiet ist, ist kein Geheimnis. Nicht umsonst ist hier mit der Rurtalsperre der volumenmäßig zweitgrößte Stausee Deutschlands zu finden. Rursee. Um auch in Zukunft für die sich ändernden Klimabedingungen gewappnet zu sein, beteiligt sich die Gemeinde Simmerath an dem Projekt »Talsperren Anpassungsstrategie Klimawandel (TASK)«. In diesem Projekt werden Anpassungsstrategien für Talsperren entwickelt, um die verschiedenen Nutzungen und Anforderungen, wie Versorgungssicherheit, Wasserqualität, Hochwasserschutz aber auch die Freizeitnutzung bei schwankenden Niederschlagsmengen zu gewährleisten. Diese dynamischen Einzelfalllösungen werden im Vorfeld mit der Aufsichtsbehörde abgestimmt und ermöglichen im Ernstfall ein frühzeitiges Reagieren. Ziel des Vorhabens ist es, Anpassungsstrategien für Talsperren zu entwickeln, die das sich verschiebende Niederschlagsregime berücksichtigen und die daraus resultierenden Abflussverhältnisse sowie deren Auswirkungen auf den Talsperrenbetrieb und auf die Wasserqualität in den Fokus nehmen. Um konkurrierenden Nutzungen sowie Zielkonflikten bzgl. der Nutzungen und Anforderungen wie Versorgungssicherheit, Talsperrensicherheit, Hochwasserschutz, Niedrigwasser­aufhöhung, Wasserkraft- und Freizeitnutzung, Mindestabgaben und Belange der Wasserrahmenrichtlinie frühzeitig und vorausschauend zu begegnen soll die Anpassung des Talsperrenbetriebs hin zu einer Dynamisierung modellhaft entwickelt werden. Die erforderliche Dynamik des Talsperrenbetriebs wird unter Berücksichtigung der konkurrierenden Nutzungen in ein Gesamtkonzept für die Anpassung wasserwirtschaftlicher Betriebspläne gebracht. Geeignete Indikatoren sollen dafür identifiziert und weiterentwickelt werden, um Handlungsbedarf frühzeitig feststellen zu können und um einen mit der Aufsichtsbehörde abgestimmten Handlungsrahmen zu schaffen, innerhalb dessen die erforderlichen Einzelfalllösungen je Talsperre ausgearbeitet werden können. Weitere Infos gibt es unter http://task.sydro.deOb Regen oder Schnee, Hagel oder Graupel – dass die Eifel ein niederschlagsreiches Gebiet ist, ist kein Geheimnis. Nicht umsonst ist hier mit der Rurtalsperre der volumenmäßig zweitgrößte Stausee Deutschlands zu finden. Rursee. Um auch in Zukunft…

weiterlesen