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Warnung vor Telefonumfrage angeblicher "Kleintierhalter"

Unbekannter Mitarbeiter des nicht existenten „Verband deutscher Tierhalter“ oder der „Bundeszentrale für Haustiererfassung“ fragt Bürger telefonisch zu persönlichen Umständen aus. Die Polizei warnt vor möglichen Späh-Anrufen, mit denen die Bewohner und ihr Anwesen telefonisch ausbaldowert werden könnte.      

In der jüngsten Vergangenheit häufen sich Anrufe bei meist älteren Menschen, in denen sich eine Frau oder ein Mann meldet und sich als Mitarbeiter des Verbands deutscher Tierhalter oder alternativ des Verbands deutscher Kleintierhalter ausgibt. Anschließend fragt der Anrufer, ob es im Haushalt einen Hund gebe. Nach entsprechenden Antworten wird das Gespräch durch den Anrufer beendet.  

Hinterrücks ausbaldowern

Ein Rückruf unter der im Display angezeigten Telefonnummer läuft jeweils in Leere. Auch gibt es keinen „Verband deutscher Tier- oder Kleintierhalter“. Die Polizei befürchtet, dass die Anrufer ihre Telefonpartner ausspionieren und persönliche Lebensumstände ausbaldowern wollen. Mit ihren Befragungen erfahren die Anrufer, ob überhaupt jemand zuhause ist, ob es einen – eventuell gefährlichen - Hund gibt und wie die Angerufenen grundsätzlich auf gezielte und selbstbewusst vorgetragene Fragen reagieren.  

Zur Vorbereitung eines Einbruchs oder einer Betrugsmasche wie z. B. den Enkeltrick können diese Erkenntnisse für potentielle Straftäter hilfreich sein.      

Die Polizei rät daher zu besonderer Vorsicht am Telefon.

Skeptisch bleiben und auflegen

Der Rat: Skeptisch bleiben, wenn jemand am Telefon nach persönlichen Daten, Gepflogenheiten, An- oder Abwesenheitszeiten, Einrichtung, Sicherheitsmaßnahmen oder ähnlichem fragt / Keine persönlichen Daten am Telefon preisgeben und das Gespräch beenden / Gegebenenfalls einen Auftraggeber nennen lassen / Existenz des Anrufers und seine telefonische Erreichbarkeit selbst recherchieren und versuchern, zurück zu rufen / Nicht auf die im Telefondisplay angezeigte oder vom Anrufer genannte Telefonnummer zurück rufen.  

Informieren Sie eine persönliche Vertrauensperson über den Vorfall oder wenden Sie sich an die Polizei.      

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