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A-Klasse Mosel wird aufgestockt - Urteil sorgt für Unmut

Salmrohrs Zweiter Vorsitzender spricht von "einem Unding"

Kreis Bernkastel-Wittlich. Um eine Mannschaft aufgestockt wird die Fußball-Kreisliga A Mosel in der aktuellen Saison. Das ist das Ergebnis eines Schiedsspruchs des Ständigen Schiedsgerichts des Fußballverbandes Rheinland vom 15. August.

Das schriftliche Urteil wird dem Verband zwar frühestens am kommenden Montag, 22. August, zugehen, doch schon jetzt ist vom Grundsatz her klar, dass dem FSV Salmrohr II nachträglich der Sieg aus dem Duell der vergangenen Spielzeit gegen den SV Monzelfeld am "Grünen Tisch" aberkannt und dem SVM die drei Zähler zugesprochen werden. Somit sind Salmrohr II und die zunächst als sportlicher Absteiger feststehende SG Binsfeld/Landscheid/Niederkail plötzlich punktgleich. Das Schiedsgericht entschied, dass - sicher nicht zuletzt aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und in der Annahme von Härtefällen - die A-Klasse nun sowohl mit Salmrohr II, wie auch mit Binsfeld an den Start geht. Der FSV hatte nach Ansicht der letztmöglichen Rechtsinstanz des Fußballverbandes im Gegensatz zu den Urteilen der Kreis- und der Bezirksspruchkammer also nun doch einen etatmäßigen Akteur der Oberliga-Mannschaft eingesetzt, der nicht hätte spielen dürfen. "Der FSV Salmrohr hat definitiv nach dem für Oberligamannschaften geltenden Recht - laut Satzung des Regionalverbandes Südwest - gehandelt, was ja auch in zwei Instanzen bestätigt wurde", lautet die erste Reaktion von Christian Rauen, dem Zweiten Vorsitzenden des FSV Salmrohr.

"Versuch, alle glücklich zu machen"

Dass die Urteile jetzt vom Schiedsgericht aufgehoben wurden, bezeichnet er als "ein Unding". Weiter sagt Rauen: "Die Regionalverbandssatzung geht unseres Erachtens eindeutig vor die Satzung des Fußballverbandes Rheinland. Das Urteil ist meiner Meinung nach der Tatsache geschuldet, dass der Verband nun versucht, alle Beteiligten glücklich zu machen und so die Liga - nach Saisonbeginn - noch aufstockt." Nicht die beteiligten Vereine hätten hier falsch gehandelt. Der Fehler liege in völlig gegensätzlich lautenden Satzungen, die auf verschiedenen Verbandsebenen existieren würden. Abschließend fordert der Salmrohrer Verantwortliche: "Die durch den Schiedsspruch ausgelöste rechtsunsichere Lage muss jetzt dringend von den Fußballverbänden geändert werden." AA

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