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Taurige Nachrichten aus der Eifel: Mönche verlassen Himmerod

Zisterzienserkloster wird aufgelöst

Himmerod. Eine 900-jährige Tradition steht vor dem Aus: Das Zisterzienserkloster Himmerod in der Eifel wird aufgelöst. Dies hat das Kongregationskapitel der Mehrerauer Kongregation als höchste Instanz der deutschsprachigen Zisterzienserklöster entschieden. Die wirtschaftlich angespannte Situation, aber vor allem die geringe Zahl der Mönche, waren entscheidend für diesen schweren Schritt. Sie hätten nun die Möglichkeit, in ein anderes Kloster ihrer Wahl überzusiedeln.

"Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht", erklärte Abt Johannes."Der Konvent hat in intensiven Gesprächen und im Gebet nach einer guten Lösung gerungen". Es schmerze ihn sehr, dass das im Jahr 1134/1135 von Bernhard von Clairvaux gegründete Kloster nun aufgegeben werden müsse. "Über 900 Jahre haben Zisterziensermönche hier gelebt, gebetet und gearbeitet und Himmerod zu einem geistlichen Zentrum für viele Menschen gemacht".

Über den Beschluss der Auflösung des Klosters wurde offiziell Bischof Dr. Stephan Ackermann durch das Kongregationskapitel informiert. Die Liegenschaft geht in den Besitz des Bisturms Trier über. Abt Johannes betont, dass in den nächsten Tagen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klosters tragfähige Lösungen gesucht werden. Sämtliche weitere kirchlich notwendigen Schritte sollen in den nächsten Wochen mit der Diözese Trier abgestimmt werden. Abt Johannes: "Wir haben die Hoffnung, dass Himmerod weiterhin ein spiritueller Ort bleibt und aus der Jahrhunderte alten Tradition schöpft".

Archivfoto: S. Baumann

www.abtei-himmerod.de

 

 

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