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Mehr Mentalität ist der große Wunsch von Trainer Linz

Fußball-Oberligist Salmrohr steht das wasser bis zum Hals

Salmrohr. Ein mulmiges Gefühl entfacht bei den FSV-Salmrohr-Fans der Blick auf die Tabelle der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Zum Jahreswechsel hat das Team von Trainer Paul Linz (60) erst 23 Punkte gesammelt, bewegt sich damit am Ende eines Pulks mit fünf punktgleichen Teams und rangiert nur auf Position 15. Dieser Platz würde am Ende der Saison wohl den Abstieg bedeuten… Was der erfahrene Coach vermisst und wie er seine Zukunft in Salmrohr sieht, sagt er im Interview mit www.wochenspiegellive.de:

Woran machen Sie das dürftige Abschneiden fest, Herr Linz?

Klar – wir haben eine im Sommer nochmal verjüngte Truppe. Leistungsschwankungen sind da einerseits relativ normal. Was mir aber immer wieder fehlt, ist, dass die Truppe Mentalität zeigt. So erkläre ich mir etwa die Last-Minute-Niederlagen zu Hause gegen Gonsenheim (2:3) und Morlautern (1:2). Insgesamt haben wir uns zu viele unnötige Niederlagen eingefangen und stehen zur Winterpause nicht da, wo wir stehen  könnten. Gewurmt hat mich auch, wie wir gegen Burgbrohl in der zweiten Halbzeit agiert haben. Nach dem 3:0 waren zu viele damit zufrieden, anstatt weiter Gas zu geben.

Es geht bis zum Ende rein um den Klassenverbleib!?

Wir richten uns auf einen langen Kampf ein, schließlich kann es durchaus sein, dass bis zu fünf Teams aus der Oberliga absteigen müssen. Als Mannschaft müssen wir dazu noch enger zusammen rücken, Dinge und Entwicklungen auch mal kritisch hinterfragen. Sich nur in den Armen zu liegen, bringt auch nicht immer was.

Wie stufen Sie das aktuelle Niveau der Oberliga ein?

Alleine der TuS Mechtersheim als Tabellenzweiter zeigt mir, was möglich ist, wenn man ein richtiger Haufen ist…

Peter Schädler, der von Bezirksligaabsteiger SV Zeltingen-Rachtig kam, gilt als der Shootingstar beim FSV. Er traf bislang vier Mal, steuerte einige Assists bei und gefiel gerade zu Saisonbeginn immer wieder…

Sicher ist er auf einem sehr guten Weg. Auch ein Max Düpre und ein Yannick Lauer zum Beispiel haben schon gezeigt, was in ihnen steckt. Diese Jungs zu fördern und zu fordern, macht auch enormen Spaß. Das zeigt: Wir sind mit unserer Philosophie, auf junge, einheimische Kräfte zu setzen, auf dem richtigen Weg.

Was wird sich personell bis zum Trainingsauftakt der Wintervorbereitung am 16. Januar tun?

Zunächst einmal gehe ich fest davon aus, dass Pascal Meschak dann wieder fit ist und auch Tony Ozoh seine Verletzungsprobleme überwunden hat. Bei Lars Schäfer müssen wir leider weiter abwarten. Es ist einfach noch nicht absehbar, wann seine lädierte Patellasehne wieder eine volle Belastung zulässt. Möglich ist, dass Michael Kohns aus Studiengründen nicht mehr zur Verfügung steht. Was Neuzugänge angeht, ist Kalle Kieren (Sportlicher Leiter, d. Red.) dran. Jungs in der Winterpause zu bekommen, ist aber nicht so einfach.

Ehe mit dem Rheinlandpokal-Viertelfinale bei der klassentieferen SG 2000 Mülheim-Kärlich am Samstag, 18. Februar, ab 14 Uhr, das erste Pflichtspiel im neuen Jahr stattfindet, steht vierzehn Tage vorher der Wintercup in Ralingen auf dem Programm. Welchen Stellenwert hat das Turnier für Sie?

Einen großen. Wir treffen binnen 24 Stunden mit F91 Düdelingen auf ein absolutes Topteam aus Luxemburg und können uns dann tags darauf mit Rosport, das ebenfalls in der ersten Liga dort spielt oder dem Regionalligisten FC 08 Homburg messen.  Das sind echte Gradmesser. Zudem passt der Rahmen dort. Das konnte man bei den beiden ersten Auflagen schon deutlich erkennen.   

Ihr Vertrag gilt noch bis Mitte des kommenden Jahres. Wann sprechen Sie mit dem Vorstand über Ihre Zukunft beim FSV?

Das ist noch kein Thema und momentan auch noch nicht so wichtig. Grundsätzlich kommt es mir darauf an, dass im Verein eine Linie erkennbar ist und alle wissen, wo sie hin wollen.

Das Interview führte Andreas Arens

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