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„Ich bleibe eine Tochter des Lichts“

Wittlich. Eine dem IS entkommene Jesidin las auf Einladung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte in Wittlich aus ihrem gleichnamigen Buch vor.

Im August 2014 überfielen IS-Milizen Shirins Dorf im Sindschar-Gebiet. Sie und ihre Familie wurden verschleppt. Shirin musste schreckliche Misshandlungen und Vergewaltigungen ertragen, bis ihr die Flucht gelang.

Niedergeschrieben hat ihre Geschichte die Journalistin Alexandra Cavelius. Wittlichs Bürgermeister Joachim Rodenkirch warnte in seinem Grußwort vor dem wachsenden Rechtspopulismus in der Welt. Die in Wittlich lebende Besse Boga von der jesidischen Gemeinde in Rheinland-Pfalz übersetzte und las Teile aus dem Buch vor. Die Szene, in der Shirin ihre Mutter das letzte Mal sah, rührte nicht nur Shirin zu Tränen.

Ergreifend auch die Stelle im Buch, in der das Oberhaupt der Eziden, Baba Sheikh Shirin im Heiligtum in Lalish/Nord-Irak empfängt und ihr sagt, dass die Vergewaltigungen ihr nicht die Ehre und ihr Ezidentum nehmen konnten. Aus dieser Zusage schöpft sie Kraft.

Aktiv gegen IS-Gewalt

Veranstalterin des Abends war die Wittlicher Arbeitsgruppe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte- IGFM unter Leitung von Katrin Bornmüller, IGFM-Ehrenvorsitzende, die bereits seit November 2014 humanitäre Hilfe im Nord-Irak in Kooperation mit der jesidischen Gemeinde in Rheinland-Pfalz leistet.

Der IGFM-Koordinator für die Irakhilfe, Khalil Al Rasho, berichtete über das Projekt für misshandelte IS-Opfer und die Humanitäre Hilfe vor Ort. Carmen Jondral-Schuler, IGFM-Vorstandsmitglied, warb für die von der IGFM initiierte Petition zur Errichtung eines Kriegsverbrechertribunals über den vom IS begangenen Genozid gegen religiöse und ethnische Minderheiten vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Die Petition kann unter www.igfm.de heruntergeladen werden.  

Bild 2 v.li.n.re.: Katrin Bornmüller (IGFM Ehrenvorsitzende), Bürgermeister Joachim Rodenkirch, Shirin, Carmen Jondral-Schuler (IGFM-Vorstand), Theresia Rodenkirch, Khalil Al-Rasho (IGFM Koordinator Irak-Hilfe), Johanna Werner (IGFM-Mitglied)   Fotos:FF

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Bühne frei für die Künstler von morgen

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