Ungewöhnliche Allianz: Orgel und Hiphop

Waxweiler. Zwei unterschiedliche Musikwelten trafen am letzten Januarsonntag in der Pfarrkirche in Waxweiler beim Jahresauftakt der Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Westeifel zu einem ungewöhnlichen Duett aufeinander: Orgelmusik und Hiphop-Tanz. Serge Schoonbrodt und Dominique Schmitz zogen rund 50 Zuhörer und Zuschauer in ihren Bann. Es war die Auftaktveranstaltung zum Jahresthema der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) in der Westeifel. Die KEB im Bistum Trier definiert sich seit 2014 unter dem Motto "Bildung für ein gelingendes Leben". Dabei spielen Beziehungen eine Schlüsselrolle. Die Menschen leben in der Beziehung zu sich selbst, zum anderen, zur Umwelt ganz allgemein und zu Gott. Diese Beziehungen sind Orte unterschiedlicher Gefühle und Empfindungen und setzen Vertrauen, Offenheit und Respekt voraus. Aus diesem Grund hat sich die KEB für 2017 und 2018 ein Jahresthema gesetzt: "beziehung.macht.mensch". Wolfgang Vierbuchen, Leiter der KEB Westeifel mit Sitz in Prüm, hat sich für die Auftaktveranstaltung etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Er engagierte den belgischen Organisten Serge Schoonbrodt mit seinem Projekt "Hiporgel - Orgel trifft Hiphop". Professionell begleitet wurde Schoonbrodt von Tänzer Dominique Schmitz, der unter anderem auf Bach und Mozart Hiphop tanzte. Premiere feierte das Projekt Hiporgel bereits 2013 an der Lütticher Oper. Aufgeführt wurde es in vielen europäischen Städten, zuletzt zum Festakt "125 Jahre - Bund der Orgelbauer" in Berlin. In Waxweiler vereinten sich Gegensätze, zwei ganz unterschiedliche Kunstrichtungen. Das Duett Schoonbrodt und Schmitz brachte die unterschiedlichsten Menschen verschiedenster Interessen zusammen und schaffte eine Brücke zwischen Generationen. Unterstützt wurde der Erfolg des Konzerts von der hervorragenden Akustik der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, die mehrfach im Jahr Austragungsort hochqualifizierter musikalischer Veranstaltungen in der Westeifel ist. "Mit Anpassung und Respekt vor dem Raum Kirche die Musik besser und freundlicher zu den Menschen bringen", das ist Schoonbrodts musikalisches Credo. Zwei unterschiedliche Musikwelten trafen am letzten Januarsonntag in der Pfarrkirche in Waxweiler beim Jahresauftakt der Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Westeifel zu einem ungewöhnlichen Duett aufeinander: Orgelmusik und Hiphop-Tanz. Serge…

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Deutsch-luxemburgischer Naturpark bald barrierefrei

Irrel. Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte in Irrel den EFRE-Zuwendungsvertrag an den Zweckverband Naturpark Südeifel. „Ich freue mich, dass wir damit den Startschuss für das Interreg A-Projekt „Barrierefreiheit ohne Grenzen“ im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark geben können“, sagte die Ministerpräsidentin in Anwesenheit zahlreicher Repräsentanten aus Luxemburg und Rheinland-Pfalz. Das grenzüberschreitende Projekt hat zum Ziel, eine gemeinsame Strategie für den barrierefreien Naturtourismus im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark zu entwickeln. „Barrierefreiheit und Naturtourismus sollen so verbunden werden, dass der Naturpark für alle erlebbar gemacht wird“, betonte Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium. „Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine touristische Zukunftsaufgabe.“ Geplant sind barrierefreie Wanderwege, an die wichtige Sehenswürdigkeiten der Grenzregion anschließen. Die Wanderrouten sind – mit breiten Wegen und ausreichend Sitzmöglichkeiten – auch für Familien mit Kinderwagen geeignet. Auch eine neue grenzübergreifende Rad- und Wanderbrücke Wintersdorf-Rosport zur Verbesserung der Erreichbarkeit der Wander- und Radwege mit Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr soll entstehen. Ein barrierefreies Informations- und Servicecenter soll in Rosport als Best-Practice für Tourist-Informationen ausgebaut werden. Darüber hinaus ist geplant, die Hot Spots des Natur- und Kulturerbes im Naturpark barrierefrei zu erschließen. „Hierdurch sollen neue Zielgruppen gewonnen und ein Komfort für alle Gäste und die Bevölkerung in der Grenzregion erreicht werden“, so Landrat Dr. Streit, Verbandsvorsteher des federführenden Projektpartners Naturpark Südeifel. Der Deutsch-Luxemburgische Naturpark umfasst Teile der Eifel beiderseits von Sauer und Our. Er wurde 1964 durch einen Staatsvertrag zwischen Luxemburg und Rheinland-Pfalz gegründet und ist der erste grenzüberschreitende Naturpark in Westeuropa. Die voraussichtlichen Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 3,3 Millionen Euro, von denen die Projektpartner (der Zweckverband Naturpark Südeifel, der Zweckverband Internationales Sport- Kultur- und Freizeitzentrum Ralingen-Rosport (ISKFZ Ra-RO), der Tourismusverband – Region Müllerthal – Kleine Luxemburger Schweiz und der Regionale Tourismusverband der Luxemburger Ardennen) aus Mitteln des Interreg V A-Programms „Großregion“ eine Förderung von rund 1,5 Millionen Euro erhalten. „Der heutige Tag zeigt, wie mit Hilfe des EU-Förderprogramms Interreg solche grenzüberschreitenden, innovativen und  nachhaltigen Projekte in der Großregion umgesetzt werden können“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Dafür ist das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium auch gerne bereit, das Interreg-Projekt mit rund 620.000 Euro zu unterstützen“, hob Staatssekretärin Daniela Schmitt hervor. Weitere strategische Partner des Projektes sind die Deutsch-Luxemburgische Touristinformation Wasserbilligerbrück, die luxemburgischen Naturparke Mëllerdall und Our und der Naturpark Hohes Venn – Eifel in Belgien. Rheinland-Pfalz ist an drei Interreg A-Programmen beteiligt: Großregion, Euregio Maas-Rhein und Oberrhein. Seit mehr als 25 Jahren werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gemeinsame Projekte gefördert, die grenzüberschreitend innerhalb der Europäischen Union durchgeführt werden. Weitere Informationen zum Förderprogramm „Interreg V A“ im Internet unter https://mwvlw.rlp.de/de/themen/wirtschafts-und-innovationspolitik/interreg/ Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte in Irrel den EFRE-Zuwendungsvertrag an den Zweckverband Naturpark Südeifel. „Ich freue mich, dass wir damit den Startschuss für das Interreg A-Projekt „Barrierefreiheit ohne Grenzen“ im…

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Das SJG entlässt seine „Abinauten“ – Abiturfeier in Biesdorf

Biesdorf. Mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche begannen die Feierlichkeiten zur Verabschiedung der diesjährigen Abiturientia des Privaten St.-Josef-Gymnasiums Biesdorf. In seiner Predigt verlieh Pater von Rüden seiner Hoffnung Ausdruck, dass Gott auch in der Zukunft der nun in die „Freiheit“ entlassenen jungen Erwachsenen eine Rolle spielen möge. Der anschließende Festakt in der Großen Halle wurde vom Schulleiter Jürgen Gieraths eröffnet. Er gratulierte den frisch gebackenen Abiturienten und ihren Eltern und hob hervor, dass der Jahrgang mit 2,38 den besten Abiturdurchschnitt in Biesdorf seit langer Zeit erreicht habe. Verbandsbürgermeister Moritz Petry ermunterte in seinem Grußwort dazu, sich nicht auf Erreichtem auszuruhen, sondern stets „neugierig zu bleiben“. Im Namen des Schulelternbeirats sprach Olaf Böhmer zu den Anwesenden. Er blickte auf die rasante Entwicklung in der digitalen Welt, die sich seit der Geburt der Abiturienten vollzogen habe, und betonte angesichts dessen: „Sie müssen mitgestalten!“, bevor er den nunmehr ehemaligen Schülern im Rückgriff auf ihr Abimotto „Abinauten“ „Guten Flug!“ wünschte. Franz Bittner, Vorsitzender des Fördervereins der Schule, rief zur Mitgliedschaft im Förderverein auf, der ein wichtiges Bindeglied zwischen den Ehemaligen und der Schule darstelle. Auch er wünschte beim „Griff nach den Sternen“ eine „Gute Reise in die Zukunft“. In einem humoristischen Rückblick auf ihre Schulzeit dankten die Jahrgangsstufensprecher Jasmin Ewerhart und Max Müller insbesondere ihrem Stufenleiter Martin Hermes und ihrer langjährigen Lehrerin und Wegbegleiterin Stephanie Jost mit einem Geschenk. Ebenfalls humorvoll betrachteten Martin Hermes und Stephanie Jost anschließend aus Lehrersicht die Schulzeit der Abiturienten. Mit den Worten „Wir konnten uns immer auf euch verlassen“, lobten sie das soziale Engagement der Stufe und wiesen darauf hin, dass der überragende Abiturdurchschnitt nicht zuletzt dem Marchtaler Plan zu verdanken sei, nach dem dieser Jahrgang als erster unterrichtet worden sei. „Der Marchtaler Plan funktioniert gut, wie man an euch sieht“, stellte auch Berthold Kohl, Vorsitzender der Stiftung, fest, der im Anschluss an die Zeugnisübergabe das Schlusswort hatte. „Biesdorfer Abiturienten sind ganz weit vorne“, machte er Mut für die Zukunft, und mit dem Hinweis „Hier gibt es massenweise Platz für landende Raumschiffe“ lud er die „Abinauten“ ein, ihre alte Schule wieder zu besuchen. Umrahmt wurde der offizielle Festakt von musikalischen Darbietungen der Abiturienten, und im Anschluss wurde in der passend zum Thema dekorierten Kleinen Halle bei Speisen und Getränken weitergefeiert.   Für besondere Leistungen im fachlichen Bereich oder herausragendes soziales Engagement wurden folgende Abiturienten mit Preisen ausgezeichnet:   Jasmin Ewerhart (Preis des Bildungsministeriums) Iris Jackel (Preis des Rotary Club Bitburg-Prüm) Niklas Bettendorf und Jonas Tossing (Preis des Fördervereins) Kristina Brück,  Constantin Günzel, Christian Kohl, Peter Riewer, Simone Thiex und Christoph Bisenius (Preis des Schulträgers) Anna Molitor und Marie-Terese Völker (Preis des Kollegiums) Emanuel Heck und Alexander Irsch (Preis des Fachbereichs Biologie) Max Müller (Pierre de Coubertin-Preis Sport) Katharina Wilwers (Preis des Fachbereichs Latein) Oliver Stockemer und Simone Thiex (Preis der deutschen Mathematiker-Vereinigung) Jonas Tossing und Tobias Marx (Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft) Katrin Eppers (Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker) Katharina Horn (Buchpreis des Philologenverbandes für Leistungen im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich) Christoph Bisenius (Preis der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft) Patrick Bartz, Niklas Bettendorf, Simon Geimer, Emanuel Heck, Katharina Horn, Simone Kohl, Lea Mossal, Florian Roth, Sophie Wolf, Simone Thiex und Luisa Zimmer wurden darüber hinaus für ihr soziales Engagement geehrt. Foto: Schule  Mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche begannen die Feierlichkeiten zur Verabschiedung der diesjährigen Abiturientia des Privaten St.-Josef-Gymnasiums Biesdorf. In seiner Predigt verlieh Pater von Rüden seiner Hoffnung Ausdruck, dass Gott auch…

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14 Abiturienten mit Note 1,5 und besser in Prüm

Prüm. „Ihr seid lebendigen Steinen gleich, seid tragfähig, belastbar, gebildet und stützt euch gegenseitig.“ Dieser Vergleich – zitatgestützt aus der „mentalen Landkarte Aachen, Prüm, Rom“ hergeleitet – prägte die Festrede des Schulleiters Albrecht Petri, als er am 31. März 124 Schülerinnen und Schülern des Regino-Gymnasiums das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife überreichte. Dabei gingen die magischen Worte, die Petri dem Leiter der Mainzer Studienstufe, Mathias Christmann, überließ, fast im Jubel unter: „Gesamtdurchschnitt 2,3: Das hat es am Regino-Gymnasium noch nie gegeben!“ Der beste Jahrgang der Schulgeschichte also, ein Zertifikat, das sich auch in den vielfältigen und teilweise schwergewichtigen Sonderpreisen für außerordentliche Verdienste bzw. Leistungen einzelner Abiturientinnen und Abiturienten auf den Gebieten Schulgemeinschaft, Naturwissenschaften, Sprachen, Gesellschaftswissenschaften, Musik oder Theater widerspiegelte. Passend hierzu auch die gewitzt-geschliffene Abschiedsrede des Schülersprechers Johannes Neisius. Es gratulierte, stellvertretend für den Schulelternbeirat, Sabine Rehm, für den Förderverein Brigitte Schwalen und für den Verein der Ehemaligen und Freunde Jan Herbst. Das vermeintlich moderne Mitteilungsgebaren gewisser Politiker parodierend, hatte der stellvertretende Schulleiter Stephan Welker die Festgäste in der Salvator-Basilika begrüßt: die Eltern, das Kollegium, Personen der Prümer Öffentlichkeit, darunter Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy und Verbandsbürgermeister Aloysius Söhngen und Vertreter benachbarter Schulen. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr dabei traditionell die geschätzte Anwesenheit Ehemaliger, die vor zehn, fünfundzwanzig, vierzig, fünfzig oder, wie im Falle von Josef Heck, sogar vor fünfundsiebzig Jahren das Abitur ablegten. Viele dieser Persönlichkeiten unterstützen durch ihre Mitgliedschaft im Ehemaligenverein die Geschicke der Schule. Dies geschieht in gleicher Weise durch die rege Arbeit des Fördervereins, der die aktive Elternschaft abbildet. Zukünftig soll das Stützwerk aus lebendigen Steinen noch um eine dritte Säule erweitert werden. Man sei dabei, eine Schulstiftung zu gründen, wie Petri in einer Randnotiz erstmals öffentlich ankündigte. Den Auftakt des Festes bildete in guter Tradition der Abiturgottesdienst, dem Pfarrer Clemens Ruhl und Pfarrer Siegfried May vorstanden. „Zauber der Zukunft“ lautete das Motto. Die Musik-AGs der Schule versprühten durch eine raffinierte Vielfalt in der Musikauswahl festlichen Glanz. Foto: Schule „Ihr seid lebendigen Steinen gleich, seid tragfähig, belastbar, gebildet und stützt euch gegenseitig.“ Dieser Vergleich – zitatgestützt aus der „mentalen Landkarte Aachen, Prüm, Rom“ hergeleitet – prägte die Festrede des Schulleiters Albrecht Petri,…

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