Dachstuhlbrand in Neidenbach

Mehr als 100 Feuerwehrkräfte über mehrere Stunden im Einsatz

Kreis Bitburg / Prüm. Diesen Samstagnachmittag im September werden weder die Bewohner des knapp 900 Seelen Dorfs Neidenbach noch die über 100 Einsatzkräfte unter Leitung von Einsatzleiter Willi Schlöder so schnell vergessen. Gegen 13 Uhr am Samstagmittag bemerkte ein Passant, dass in dem Anwesen in der Burgstraße offenbar eine Landmaschine in einer an das Gebäude angrenzenden Scheune in Brand geraten war.

Der Passant klingelte und machte die Bewohner auf den Brand aufmerksam, die sich sofort aus dem Haus retteten. Als die ersten Einsatzkräfte kurz nach 13 Uhr am Brandort eintrafen, hatten sich die Flammen bereits bis zum Dachstuhl durchgefressen. Einsatzleiter Willi Schlöder handelt schnell und alarmiert umgehend weitere Wehren zur Unterstützung nach Neidenbach, darunter unter anderem die Drehleiter und ein Tankfahrzeug der Feuerwehr Bitburg.

Der Brand ist so schnell nicht unter Kontrolle zu bringen, da das Anwesen "verbaut" ist und die Angriffstruppen so von hinten nur schlecht an das Gebäude herankamen. Zudem bestand die Gefahr, dass der Dachstuhl weiter durchzündet und auf angrenzende Gebäude übergreift. „Wir müssen alles tun, um ein Übergreifen auf die benachbarte Gaststätte zu verhindern“, so Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch. Um dies zu verhindern, wurden nach und nach immer mehr Feuerwehren aus dem Eifelkreis nach Neidenbach alarmiert. Unter anderem rückte die Feuerwehr Prüm mit einer weiteren Drehleiter an, um von der Seite der Gaststätte aus den Dachstuhlbrand zu bekämpfen.

Die Wehrleute waren pausenlos an mehreren Stellen gleichzeitig im Einsatz. Zusätzlichen Druck und Sorgen bereiten dem Kreisfeuerwehrinspekteur dann noch zwei weitere Einsätze, die sich parallel zu dem Brand in Neidenbach ereigneten und dringend nach Neidenbach benötigte Kräfte blockierten. Nach knapp zwei Stunden anstrengenden Löscharbeiten war klar, dass inzwischen auch die Gaststätte von dem Dachstuhlbrand erfasst wurde. „Die Temperatur im Bereich des Saales der Gaststätte liegt inzwischen bei circa 100 Grad Celsius und es ist ein Knistern wahrzunehmen“, so Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch.

Umgehend konzentrieren sich die Rettungskräfte auf diesen Abschnitt, um weitere Schäden zu verhindern und setzen die Löscharbeiten in diesem Bereich fort. Gegen 15 Uhr sind die Löscharbeiten noch in vollem Gang und werden die Kräfte noch mehrere Stunden beschäftigen. Über die Brandursache noch Schadenshöhe war am Samstagnachmittag noch nichts bekannt.

Fotos: Siko

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