Stefan Schröder

"Kamelle" sorgen für Stimmung

Kreis Bitburg / Prüm. Sechs Musiker aus der Eifel machen rund um die närrischen Tage auf sich aufmerksam – inzwischen auch über die Grenzen der Region hinaus.

Auf zahlreichen Programmlisten von karnevalistischen Veranstaltungen in der Region darf in diesen Tagen ein Name nicht fehlen: "Kamelle Kapelle". Die sechs jungen Musiker der Band "Kamelle Kapelle" aus Bitburg haben sich in den letzten Jahren einen Namen im Bereich der Stimmungs- und Partymusik gemacht. Egal ob Kölsche Lieder, Neue Deutsche Welle (NDW) oder Schlager, die Band spielt alles, was Spaß macht und gute Laune bringt. Auch auf dem Prinzenempfang des WochenSpiegels versetzten sie in diesem Jahr die Jecken in der Europahalle in Trier in ausgelassene Feierstimmung.

Inzwischen machen die Jungs auch überregional auf sich aufmerksam. Erst in der letzten Woche erreichte "Kamelle Kapelle" beim SWR-Wettbewerb "Der Superfastnachter 2018" als bester musikalischer Act den dritten Platz. Die Landesschau Rheinland-Pfalz sucht mit ihrem Format jedes Jahr den Superfastnachter des Landes. Egal mit welcher närrischen Idee - ob als Sänger, Tänzer, Büttenredner oder mit einem ganz anderen närrischen Auftritt, stellen sich Teilnehmer während einer großen Prunksitzung in Kirchheimbolanden (Donnersberg­kreis), dem Wettbewerb. In diesem Jahr stand die Bitburger Band auf dem Siegertreppchen. "Wir freuen uns riesig über diesen grandiosen Erfolg", so Sänger Martin Bermes. "Wir sind ohne große Erwartungshaltung zu diesem Wettbewerb gefahren und haben dort nicht nur den dritten Platz erreicht, sondern waren mit dieser Platzierung auch der erfolgreichste musikalische Act des Abends".

Eine spontane Aktion

Die Teilnahme am Wettbewerb war nicht mal geplant. "Das war eher eine spontane Aktion. Mein Bruder Sebastian hat uns einfach angemeldet", sagt Bermes. "Wir haben erst danach von der Anmeldung erfahren. Und dann wurden wir tatsächlich auch noch eingeladen."Als Preis für den dritten Platz durfte sich die Band über den Besuch eines SWR-Kamerateams freuen. "Das Team des SWR war am Samstag in unserem Proberaum zu Besuch und hat mit uns Interviews geführt und unsere Band portraitiert. Anschließend wurden wir dann in unserem Tourbus bei den Vorbereitungen für unseren nächsten Auftritt gefilmt", erzählt der Sänger. Ausgestrahlt wurde der Bericht bereits am Mittwoch in der Landesschau. "Für uns ist das natürlich super, dass wir nun auch im Fernsehen zu sehen sind. Mit unserer medialen Präsenz können wir nun unseren Bekanntheitsgrad steigern und hoffentlich weitere Auftritte an Land ziehen", so Martin Bermes.

Dass sich die Band mal im Fernsehen wiederfinden würde, dieses Szenario war 2012, bei der Gründung der Gruppe, noch in weiter Ferne. "Für die Geburt von "Kamelle Kapelle ist wieder mein Bruder verantwortlich", erinnert sich Bermes. "Er war damals auf dem Oktoberfest in Wittlich zu Gast und nach der Veranstaltung begeistert von den Bands und der Stimmung, die sie dort erzeugt haben. Wir hatten zudem immer einen musikalischen Freundeskreis. Diesen hat er dann zusammengetrommelt und schon ging es los."

Ein großer Markt in der Eifel

Markenzeichen der sechs Jungs sind neben den roten Collegejacken vor allem kölsches Liedgut, das neben Liedern der NDW und bekannten Schlagern den größten Teil des musikalischen Repertoires der Band bildet. Die Wahl der Musikrichtung erklärt Bermes mit einem ganz praktischen Grund: "Für den Bereich Karneval und die damit verbundenen Lieder gibt´s einfach einen großen Markt in der Eifel. In fast jedem Ort gibt es Veranstaltungen, bei denen wir mit unserem Programm auftreten können." Der Frontmann der Bitburger Band ist aber auch von der musikalischen Qualität der Lieder aus Köln überzeugt: "Inzwischen gibt es von dort richtig gute und moderne Songs, zum Beispiel von `Kasalla´. Diese Gruppen bilden eine ganz neue Generation an kölsche Bands und von ihrem Erfolg profitieren wir auch."

Bis Aschermittwoch ist der Kalender von "Kamelle Kapelle" prall gefüllt. Alleine an Weiberdonnerstag standen vier Auftritte auf dem Programm. Generell ist die Band von November bis Februar gut gebucht. "Nach Fastnacht ist es dann ruhiger und wir können mal etwas verschnaufen. Aber auch während des Jahres gibt es verschiedene Veranstaltungen, bei denen wir auf der Bühne stehen", sagt Martin Bermes. "Karneval ist klar unsere Hauptzeit und es ist auch schon mal etwas anstrengend. Aber wir sind eine gute Truppe und haben auch ein tolles Team um uns herum. `Kamelle Kapelle´ macht uns einfach wahnsinnig viel Spaß."

Fotos: S.Schwarz

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