Sybille Schönhofen

Beda Markt magnetisiert Bitburg

Bitburg. Bitburgs Beda Markt war ein Erfolg. Trotz schlechten Wetters am Samstag haben nach Angabe der Polizei insgesamt 65.000 Menschen an drei Tagen die weitläufige Messe an den verschiedenen Stationen in der Stadt besucht. Dabei blieb es aus Sicht der Polizei ruhig.

Bürgermeister Joachim Kandels zieht heute Bilanz: „Eine gute Stimmung bei den zahlreichen Gesprächen und Begegnungen und auch zufriedene Aussteller konnte ich bei meinen Besuchen und Rundgängen feststellen, egal ob in der Auktionshalle, im Handwerkerzelt, bei der Gesundheits- und Fitnessmesse oder bei der Automobilpräsentation.

Letztere zeigte sich in diesem Jahr in abgespeckter Version und mit neuem Nachbarn auf dem Bedaplatz, dem Streetfood-Festival. Lange Schlangen vor den Food-Trucks bestätigten, dass das Konzept richtig gut ankam.

Auch die Aussteller der Gesundheits- und Fitnessmesse in der Stadthalle geben Joachim Kandels Eindruck Recht. „Es waren einige Interessenten bei uns. Es gab viele Fragen zu Mitgliedschaften, Ernährung und zu den vierwöchigen Intensivprogrammen `Rücken fit´ und `schlanker und fitter´, sagen Viktoria Marmann und Dominik Reinhard von City Fit.

Wilhelm Sander, der an zwei Tagen live tätowierte, spricht von einer erfreulichen Resonanz. „Der größte Teil kannte meinen Laden in Bitburg vorher nicht, jetzt gab es einige Anfragen.“ Auch Heilpraktikerin Martina Heyde-Witrin hat einen „sehr hohen Zuspruch“ erfahren: „Die Leute nehmen viele Ratschläge an, haben viele Fragen und sind sehr interessiert.“

Viele Neugierige richteten sich auch an die Selbsthilfegruppe für Arm- und Beinamputierte, die in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Informationsstand vertreten war. „Die Gruppe hat sich vor eineinhalb Jahren gegründet. Wir wollten bekannter machen, dass es uns gibt und den Amputierten, die sich häufig isolieren, zeigen, dass man mit Prothese wieder am Leben teilnehmen kann“, erklärt Stefan Koch.

Besonders großen Andrang gab es am Wochenende beim verkaufsoffenen Sonntag in der Fußgängerzone, im prall gefüllten Handwerkerzelt und bei der Landwirtschaftsausstellung. Zig Tausende Interessierte nahmen die Gelegenheit wahr, die größte landwirtschaftliche Leistungsschau in Rheinland-Pfalz und Saarland noch einmal in der Stadt zu sehen, bevor sie nach Fließem in die neue Auktionshalle umzieht. Das treibt auch Bürgermeister Kandels um: „Nach dem Beda-Markt ist vor dem Beda-Markt. Daher müssen wir uns zeitnah und gemeinsam mit allen Beteiligten überlegen, wie wir künftig das Thema Landwirtschaft beim Beda-Markt platzieren, wenn die Rinder-Union-West ihre Auktionshalle in Bitburg schließt.“ bil

 

Fotos: S. Schönhofen

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Damit der Bürger weiß, was er tun kann und muss

Monschau. »Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung des Atomkraftwerks »Tihange 2« in Belgien. Nun wurde unter seiner Federführung eine 24-seitige Informationsbroschüre verfasst.Region (Fö). Warum ist das Kernkraftwerk in Tihange gefährlich? Wie verhalte ich mich im Falle eines Falles richtig? Und: Was hat es mit den Jodtabletten auf sich? Das sind nur drei von vielen Fragen, die die Bevölkerung derzeit beschäftigen. Antworten darauf gibt jetzt die auf der EUREGIO-Wirtschaftsschau vorgestellte Informationsbroschüre. Herausgeber ist die StädteRegion Aachen gemeinsam mit der Stadt Aachen, den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg in Kooperation mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz. Die Broschüre, die in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit aller Partner entstanden ist, trägt den Titel »Informationen für die Bevölkerung in der Umgebung des Kernkraftwerks Tihange (B)«. Fachleute aus der ganzen Region haben die Informationen zusammen getragen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg: »Die Broschüre ist die erste ihrer Art und nur der erste Baustein unserer Katastrophenschutzplanung.«Schwerpunkte sind die Kraftwerke in Belgien, die Wirkung von Radioaktivität und der Katastrophenschutz in NRW. Es wird geklärt, wie die Bevölkerung im Ernstfall gewarnt wird, und welche Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen beachtet werden müssen. Die Einnahme von Jodtabletten und das richtige Verhalten bei einem GAU in Tihange werden erläutert. »Das Medienhaus Weiss ist nicht nur der Klage gegen Tihange beigetreten, es hat uns auch bei der Produktion der Informationsbroschüre unterstützt«, dankt Etschenberg dafür, dass nicht nur Politiker und Institutionen, sondern auch Unternehmen für die »gemeinsame Sache« einstehen.36.000 Broschüren sind gedruckt worden. Die Exemplare sind in den Rathäusern sowie den Kreishäusern und im Haus der StädteRegion Aachen erhältlich. Mehr Informationen und die gesamte Broschüre als E-Paper gibt es unter www.staedteregion-aachen.de/tihange»Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung…

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