Sybille Schönhofen (bil)

Beda Markt: Wandel geglückt!

Bitburg. Der 39. Beda Markt am Wochenende war trotz seiner Tradition in mancher Hinsicht ein Versuch. Die Landwirtschaftsausstellung, die erstmals in Fließem stattfand, wurde mit Tausenden Besuchern so gut angenommen, das überraschte selbst den Chef der RUW-Niederlassung. Das Zirkuszelt auf dem Bedaplatz, das als neue Kulisse für die Automobilausstellung diente, hatte enorme Anziehungskraft, spaltete aber auch die Meinungen.

Auch wenn die eisige Kälte am Wochenende dazu führte, dass nicht ganz so viele Besucher zum Beda Markt kamen wie gewohnt, sind die Händler zufrieden. Am sichtbarsten war der Besucherrückgang am verkaufsoffenen Sonntag in der Fußgängerzone, in der statt des gewohnt dichten Gedränges viel Luft blieb. Eine Verkäuferin im Modehaus Messerich bestätigt den Eindruck. „Es war deutlich weniger los.“

Überraschend viel Betrieb herrschte bei der ersten Landwirtschaftsausstellung auf dem Gelände der Rinder-Union West eG in Fließem. Aussteller Sascha Kastler von der Mecklenburgischen Versicherung: „Ich find es hier besser als in Bitburg. Es ist etwas kleiner, aber wir hatten mehr Fachbesucher.“ Landwirt Karsten Krause, der mit Kälbern aus dem Kreis Ahrweiler zur Landwirtschaftsausstellung gekommen ist und über 20-jährige Bedamarkt-Erfahrung verfügt, ist sehr zufrieden mit dem Umzug nach Fließem. „Hier ist es zweckmäßiger. Sehr gelungen.“ Und wie haben es die Besucher angenommen? „Der Zuspruch an beiden Tagen war größer als erwartet. Ich bin angenehm überrascht.“ Regionalleiter Gerd Grebener beurteilte den Zustrom gar als „phänomenal“ und „gigantisch“. „Ich habe nicht annähernd mit so einem Betrieb gerechnet“, sagte er am Sonntag.

Bei der Gesundheitsmesse zeigten sich die Aussteller nicht gar so euphorisch, aber doch zufrieden. Daniela Willemsen vom Schwesternverband: „Wir sind sehr zufrieden. Ich konnte viele Kunden beraten.“ Vor allem das geplante Servicewohnen in der Alten Kaserne in Bitburg stieß auf Interesse. Vielen Messebesucher hätten Fragen zu Pflegeleistungen gestellt. Marlies Heaton vom Cascade Freizeitbad hat weniger Besucher als im Vorjahr registriert. „Die Kälte macht viel aus“, meint sie. Alain Moulai von „Ihr Reisebüro“ in Bitburg spricht von einer „sehr guten Resonanz“. Neben Reiseauskünften habe es viele Fragen nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz gegeben. „Es ist definitiv geglückt, uns bekannter zu machen“, zieht er ein positives Fazit.

Das nagelneue imposante Zirkuszelt der Automobilausstellung zog die Menge magnetisch an. Bürgermeister Joachim Kandels lobte am Sonntag die Art, wie die Fahrzeuge in einem Rundkurs um den Formel 1-Rennwagen von Michael Schumacher angeordnet seien, als eine „sehr clevere Lösung“. Gerade das kritisierte Aussteller Dietrich Daewel, Geschäftsführer von Allrad Daewel in Trier, als Nachteil. Durch die runde Form des Zeltes sei die Ausstellungsfläche zu gering. „Ein Zirkuszelt ist für diese Präsentation nicht geeignet“, kritisierte der Subaru-Vertragshändler. Zudem bemängelt er die Dunkelheit im Zelt, die auch von vielen anderen Seiten angesprochen wurde. Wie von Christina Liesenfeld von TIX Automobile aus Trier. „Viele Kunden bemängeln, dass es zu dunkel ist", sagt sie.  Die Zahl der Kundenkontakte sei aber gut gewesen, resümieren die Autohändler.

Auch im Handwerkerzelt herrschte beim 39. Beda Markt wie gewohnt viel Betrieb. Rolf Riewer, Geschäftsführer der Firma Riewer aus Bitburg, ist sehr zufrieden. „Das Interesse für Werkzeuge war sehr groß.“ Wobei der Strom der Besucher am Freitag erst zäh gestartet sei und es erst ab Samstagnachmittag so richtig viel los war, bestätigen Aussteller den Eindruck des Beobachters. „Ich liebe es, sonntags hier zu stehen“, lacht Martina Alsfasser, Leiterin der Caritas-Sozialstation. Ihr Fazit: „Es war gut wie immer. Die Leute kamen mit gezielten Fragen, auch viele Auswärtige waren hier.“

Sybille Schönhofen

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