Deutsch-luxemburgischer Naturpark bald barrierefrei

Irrel. Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte in Irrel den EFRE-Zuwendungsvertrag an den Zweckverband Naturpark Südeifel. „Ich freue mich, dass wir damit den Startschuss für das Interreg A-Projekt „Barrierefreiheit ohne Grenzen“ im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark geben können“, sagte die Ministerpräsidentin in Anwesenheit zahlreicher Repräsentanten aus Luxemburg und Rheinland-Pfalz. Das grenzüberschreitende Projekt hat zum Ziel, eine gemeinsame Strategie für den barrierefreien Naturtourismus im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark zu entwickeln. „Barrierefreiheit und Naturtourismus sollen so verbunden werden, dass der Naturpark für alle erlebbar gemacht wird“, betonte Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium. „Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine touristische Zukunftsaufgabe.“ Geplant sind barrierefreie Wanderwege, an die wichtige Sehenswürdigkeiten der Grenzregion anschließen. Die Wanderrouten sind – mit breiten Wegen und ausreichend Sitzmöglichkeiten – auch für Familien mit Kinderwagen geeignet. Auch eine neue grenzübergreifende Rad- und Wanderbrücke Wintersdorf-Rosport zur Verbesserung der Erreichbarkeit der Wander- und Radwege mit Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr soll entstehen. Ein barrierefreies Informations- und Servicecenter soll in Rosport als Best-Practice für Tourist-Informationen ausgebaut werden. Darüber hinaus ist geplant, die Hot Spots des Natur- und Kulturerbes im Naturpark barrierefrei zu erschließen. „Hierdurch sollen neue Zielgruppen gewonnen und ein Komfort für alle Gäste und die Bevölkerung in der Grenzregion erreicht werden“, so Landrat Dr. Streit, Verbandsvorsteher des federführenden Projektpartners Naturpark Südeifel. Der Deutsch-Luxemburgische Naturpark umfasst Teile der Eifel beiderseits von Sauer und Our. Er wurde 1964 durch einen Staatsvertrag zwischen Luxemburg und Rheinland-Pfalz gegründet und ist der erste grenzüberschreitende Naturpark in Westeuropa. Die voraussichtlichen Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 3,3 Millionen Euro, von denen die Projektpartner (der Zweckverband Naturpark Südeifel, der Zweckverband Internationales Sport- Kultur- und Freizeitzentrum Ralingen-Rosport (ISKFZ Ra-RO), der Tourismusverband – Region Müllerthal – Kleine Luxemburger Schweiz und der Regionale Tourismusverband der Luxemburger Ardennen) aus Mitteln des Interreg V A-Programms „Großregion“ eine Förderung von rund 1,5 Millionen Euro erhalten. „Der heutige Tag zeigt, wie mit Hilfe des EU-Förderprogramms Interreg solche grenzüberschreitenden, innovativen und  nachhaltigen Projekte in der Großregion umgesetzt werden können“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Dafür ist das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium auch gerne bereit, das Interreg-Projekt mit rund 620.000 Euro zu unterstützen“, hob Staatssekretärin Daniela Schmitt hervor. Weitere strategische Partner des Projektes sind die Deutsch-Luxemburgische Touristinformation Wasserbilligerbrück, die luxemburgischen Naturparke Mëllerdall und Our und der Naturpark Hohes Venn – Eifel in Belgien. Rheinland-Pfalz ist an drei Interreg A-Programmen beteiligt: Großregion, Euregio Maas-Rhein und Oberrhein. Seit mehr als 25 Jahren werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gemeinsame Projekte gefördert, die grenzüberschreitend innerhalb der Europäischen Union durchgeführt werden. Weitere Informationen zum Förderprogramm „Interreg V A“ im Internet unter https://mwvlw.rlp.de/de/themen/wirtschafts-und-innovationspolitik/interreg/ Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte in Irrel den EFRE-Zuwendungsvertrag an den Zweckverband Naturpark Südeifel. „Ich freue mich, dass wir damit den Startschuss für das Interreg A-Projekt „Barrierefreiheit ohne Grenzen“ im…

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Wohnhaus brennt aus - Zwei Verletzte

Prümzurlay. In der Kapellenstraße in Prümzurlay ist vergangene Nacht ein Wohnhaus ausgebrandt. Das Feuer brach gegen 2.30 Uhr aus. Nachbarn retteten die beiden Hausbewohner aus den Flammen. Eine Frau musste wegen ihrer schweren Brandverletzungen in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen gebracht werden. Um den Brand zu löschen, legte die Feuerwehr eine mehrere hundert Meter lange Wasserleitung aus der Prüm zu dem brennenden Haus. Am frühen Morgen hatte sie das Feuer unter Kontrolle und die Nachlöscharbeiten konnten beginnen. Unter schwerem Atemschutz kamen 16 Atemschutztrupps im Inneren des Hauses und zwei Drehleitern von außen zum Einsatz. Schwierigkeiten bereiteten den Einsatzkräften die Minusgrade. Das Löschwasser gefror auf dem Vorhof und der Straße. Der Landebetrieb Mobilität musste mit einem Streufahrzeug anrücken und den Einsatzkräften große Mengen Streusalz abkippen. In Eimern abgefüllt wurde das Salz großflächig verteilt. Mit Sonnenaufgang war das Feuer gelöscht, eine Brandwache wurde eingerichtet. Mit einer Wärmebildkamera werden mögliche Glutnester ausgemacht. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, steht noch nicht fest. Brandermittler können erst zu einem späteren Zeitpunkt das völlig ausgebrannte Haus betreten. Auch zwei angrenzende Wohnhäuser wurden bei dem Feuer durch Hitzeentwicklung und Löschwasser beschädigt. Der Schaden wird auf einen hohen sechsstelligen Bereich eingeschätzt. Im Einsatz waren mehr als 100 Einsatzkräfte von FEZ und Wehrleitung Irrel, die Feuerwehren aus Prümzurlay, Irrel, Minden, Niederweis, Holsthum, Ernzen, Ferschweiler, Alsdorf, Bitburg und Neuerburg. Ebenso das DRK Echternacherbrück und Bitburg mit Notarzt, das DRK OV Südeifel, die Polizei Bitburg, die Straßenmeisterei Irrel und der Energieversorger RWE. Fotos: Agentur SikoIn der Kapellenstraße in Prümzurlay ist vergangene Nacht ein Wohnhaus ausgebrandt. Das Feuer brach gegen 2.30 Uhr aus. Nachbarn retteten die beiden Hausbewohner aus den Flammen. Eine Frau musste wegen ihrer schweren Brandverletzungen in eine…

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