"Music Memories"

Neuerburg. Am 10. März war es so weit: Das Staatliche Eifel-Gymnasium lud zum traditionellen Schulkonzertabend ein. Das von Eltern, Geschwistern, Freunden und der Schulgemeinschaft gut besuchte Konzert versprach unter dem Motto "Music Memories" in diesem Jahr besonders interessant zu werden. Die beiden Moderatorinnen Ann-Kathrin Schmitz und Jana Schmitz machten bereits zu Beginn darauf aufmerksam, dass kaum ein anderes Spiel so wie das berühmte Memory-Spiel aus Kindertagen es vermag, Generationen zusammenzubringen. Daher luden die Schüler ihr Publikum auf eine Runde "Memory" ein. Die Kärtchen bildeten vielfältige und abwechslungsreiche Musikstücke, wie beispielsweise James Bond 007 oder Polka, Polka, Polka, die vom Chor, der Big-Band und zahlreichen Solisten dargebracht wurden. Gemeinsam mit dem Publikum wurde die Verbindung zwischen den einzelnen Liedern entdeckt. Dann ging es in die nächste Runde des Spiels. Die Bigband unter der Leitung von Frau Nusbaum zauberte dynamisch und empathisch mit Stücken wie "Highlights from Brother Bear" oder "Jar of hearts" ein dichtes Big-Band-Feeling in den Raum. Der Chor unter der Leitung von Frau Thelen sorgte beim Publikum durch eine abwechslungsreiche Genrewahl, von traditionell bis modern, für Stimmung im Publikum. Ohrenzeugen bewunderten den gefühlvollen Klang der Stücke, der die Spiel- und Sangesfreude der Mitwirkenden enthüllte. Glanzpunkte des Abends waren auch die einzelnen Soli durch ihre gehaltvollen Stimmen mit warmem Klang und ihr gekonntes Agieren mit Orchester und Chor, die das Publikum zum Klatschen und Staunen brachten. Der Schulleiter Herr Dr. Kemper lobte die Mitwirkenden für ihre Leistungen und ihr Engagement. "Dieser Abend macht mich besonders demütig", meinte er. Gleichzeitig dankte er den Schülerinnen und Schülern sowie den Musiklehrerinnen und Helfern für ihren Einsatz und ihre Leistungen in den letzten Wochen und Monaten. Das Lied "I see you" aus dem Film "Avatar" war der Schlusspunkt des Abends und für Publikum und Mitwirkende eine Augen- und Ohrenweide durch das Zusammenspiel von Musik und Lichtern. Zum Schluss gab es Standing Ovations für alle Mitwirkenden. Foto: Schule Am 10. März war es so weit: Das Staatliche Eifel-Gymnasium lud zum traditionellen Schulkonzertabend ein. Das von Eltern, Geschwistern, Freunden und der Schulgemeinschaft gut besuchte Konzert versprach unter dem Motto "Music Memories" in diesem Jahr…

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Endlich Platz für unter Dreijährige

Mettendorf. Bauverzögerung, Kostenexplosion, Probleme mit Formaldehyd – der Weg bis zur Einsegnung des Kita-Neubaus in Mettendorf war steinig.  Am Ende überzeugt das Ergebnis: Ein moderner, architektonisch ansprechender Kindergarten bietet nun 102 Kindern, davon 20 Kindern unter drei Jahren, Platz.  Sieben Jahre hat es gedauert von den ersten Gesprächen bis zum Neubau der Kita in Mettendorf. Nach vier Jahren Bauzeit wurde am Freitag vergangener Woche das Gebäude eingesegnet. Knapp 2,3 Millionen Euro hat es gekostet, 1 Million mehr als anfangs kalkuliert. VG-Bürgermeister Moritz Petry spricht daher von einem »schmerzhaften Prozess«. Die Kita und der Zweckverband der beteiligten Ortsgemeinden haben die Schwierigkeiten mit ihren Partnern letztlich bewältigt. Der Kreis beteiligte sich mit rund 220.000 Euro, das Land gab 242.000 Euro,  den Rest haben die Kommunen übernommen. Unterstützt von Sponsoren wie Willi Hubor. Der Mettendorfer sammelte anlässlich seines 50. Geburtstages 13.000 Euro für die Kita, die das Geld  in Spielgeräte für den Außenbereich investierte.  Ein Sorgenkind ist noch die Formaldehyd-Belastung. Im Herbst hatten Messungen in der angrenzenden Grundschule ergeben, dass hier die Grenzwerte für die chemische Verbindung, die als krebserzeugend eingestuft ist, überschritten werden. Anneliese Ludwig, Standortleiterin des Kindergartens, der in gleicher Bauweise wie die Schule errichtet wurde, beruhigt: »Im Kitabereich sind die Werte im Grenzbereich.« Weitere Messungen  stünden an. In der Schule hat die VG-Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltamt Maßnahmen ergriffen, um die Emissionen zu reduzieren, so VG-Bürgermeister Moritz Petry.  Der Neubau des Kindergartens war nötig geworden,  weil der alte zu klein war, um Kinder ab einem Jahr aufnehmen zu können. Nun hat die Kita Platz für 102 Kinder, davon 20 unter Dreijährige. Es gibt Schlafräume, Wickelräume, Waschräume, einen Bewegungsraum, fünf Gruppenräume mit Nebenräumen, großzügige Flure, die Platz zum Spielen lassen und eine Mensa. Die Älteren nutzen die Mensa in der angrenzenden Grundschule, damit sie sich schon an die Schule gewöhnen können. Für die 16 Erzieherinnen gibt es einen Personalraum, ein Büro, und eine Teeküche. »Wir sind sehr froh, dass das Raumangebot jetzt den modernen Anforderungen entspricht. Die Verweildauer der Kinder hat sich enorm verlängert. Da brauchen die Kinder Rückzugsräume«, sagt  Roswitha Meyer von der Trägerin Kita gGmbH. 64 Ganztagsplätze hält die Einrichtung vor. bilBauverzögerung, Kostenexplosion, Probleme mit Formaldehyd – der Weg bis zur Einsegnung des Kita-Neubaus in Mettendorf war steinig.  Am Ende überzeugt das Ergebnis: Ein moderner, architektonisch ansprechender Kindergarten bietet nun 102 Kindern, davon…

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„Gegen das Vergessen unbesungener Helden“

Neuerburg. Erika Rosenberg, die Biographin von Emilie und Oskar Schindler, hat zwei Leistungskurse Geschichte am Eifel-Gymnasium Neuerburg besucht und mit den Schülern über das Ehepaar gesprochen, das zur NS-Zeit mehr als 1200 Juden das Leben gerettet hat. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wollte man in Deutschland weder über den Krieg noch über den Nationalsozialismus sprechen. Die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur wurden weder von Tätern noch von Opfern thematisiert, sondern zu einem gesellschaftlichen Tabu-Thema par excellence. Ähnliches gilt auch für die Familie von Erika Rosenberg, einer deutschen Journalistin, die als Tochter jüdischer Eltern 1951 in Argentinien geboren wurde, nachdem diese 1936 über Paraguay nach Argentinien vor der Verfolgung in Deutschland geflohen waren. Rosenberg wollte das Schicksal zahlreicher Einwanderer nach Argentinien literarisch aufarbeiten, doch dann lernte sie 1990 Emilie Schindler, die Witwe des berühmten Oskar Schindler kennen. Berühmt Spielbergs "Schindlers Liste" Berühmt geworden ist vor allem Oskar Schindler, der mehr als 1200 Menschen vor dem Tod durch die nationalsozialistischen Verbrechen rettete. 1967 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, wurde Schindler vor allem durch die Verfilmung seines Wirkens durch Steven Spielbergs "Schindlers Liste" prominent. Dieser Film schlug hohe Wellen, machte er doch auf ein ungeliebtes Thema aufmerksam, indem er die Schrecken des faschistischen Deutschlands eindrücklich illustriert. Schindler verprasste zwischen 1927-1935 zunächst die Mitgift seiner Frau, bis er 1935 als Abwehrchef und Agent der Wehrmacht arbeitete. 1939 kam er nach Krakau und kaufte eine stillgelegte Fabrik, baute eine kriegswichtige Produktion auf und stellte polnische und jüdische Arbeiter ein, sodass er sie vor dem sicheren Tod im Konzentrationslager errettete. Soweit ist die Geschichte einem breiten Publikum bekannt, was nicht zuletzt Spielbergs Hollywood-Verfilmung zu verdanken ist. Dieser Blockbuster vergisst jedoch vollständig das Wirken von Schindlers Ehefrau, Emilie Schindler, die im Film lediglich als betrogene Ehefrau des "Lebemanns" Oskar vorgestellt wird. Vergessen wird vor allem, dass Emilie schon 1939 mit ihrem Mann nach Krakau kam und entscheidenden Anteil an der Gründung der Fabrik und der Rettung der Juden vor den Nationalsozialisten hatte. Sie war drei bis vier Mal wöchentlich in der Fabrik, sammelte Überlebensnotwendiges für ihre jüdischen Arbeiter und sorgte sich auch um ihre Angestellten in dieser hoffnungslosen Zeit, wenn sie sich beispielsweise entgegen ihrer religiös begründeten Frömmigkeit für eine Schwangere einsetzte, die ihre Schwangerschaft abbrechen konnte, da diese ihr sicheres Ende bedeutet hätte.Die Überlebenden sollten später bestätigen, dass das Ehepaar Schindler alles getan hätte, um ihre "Leute" zu retten und SIE ebenso großen Anteil an deren Rettung hatte wie ER. Zur Statistin degradiert Entsprechend desillusionierend muss die Spielberg-Interpretation wahrgenommen werden, denn dieser rückt lediglich Oskar Schindler in den Mittelpunkt. Frühere Filmideen, wie beispielsweise die von Fritz Lang oder einer Version, in der Romy Schneider als Darstellerin für Emilie Schindler vorgesehen war, hätten Emilie die verdiente Hauptrolle zugewiesen, wurden aber nie realisiert. Stattdessen wurde Emilie Schindler zur Statistin degradiert und von Spielberg 1993 nach dem Filmdreh als "gerettete Jüdin" mit ihrem "Ehemann" zur feierlichen Gala-Vorstellung des Films eingeladen. Für Spielberg waren die Geretteten die Helden, nicht aber die Schindlers selbst und offenbar am wenigsten die starke Frau neben Oskar, Emilie Schindler. Beiden ist die Rettung hunderter Leben aber gleichzeitig zu verdanken, sodass ihre "unbesungenen Heldentaten" im Gespräch mit Erika Rosenberg zumindest am Eifel-Gymnasium Neuerburg in einem zweistündigen Gesprächskreis der Leistungskurse Geschichte der Jahrgangsstufe 12 (Frau Marx) und 13 (Frau Dr. Becker) mit Frau Rosenberg entsprechend gewürdigt und herausgestellt wurden - "gegen das Vergessen"! (Text: Dr. Susanne Becker, Foto: Eifel-Gymnasium Neuerburg) Erika Rosenberg, die Biographin von Emilie und Oskar Schindler, hat zwei Leistungskurse Geschichte am Eifel-Gymnasium Neuerburg besucht und mit den Schülern über das Ehepaar gesprochen, das zur NS-Zeit mehr als 1200 Juden das Leben gerettet hat. …

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Danke für viele Blutspenden

Neuerburg. Der DRK-Ortsverein Neuerburg hat 21 Mehrfachblutspender im Rotkreuz-Zentrum in Neuerburg geehrt. Bei der Gelegenheit gab Bereitschaftsarzt Dr. Ingvo Müller einen Einblick in die Medizin in einer anderen Welt, konkret in die medizinische Versorgung im afrikanischen Malawi. Nach dem Vortrag dankte das DRK 21 Blutspender, besonders Reinhard Kockelmann aus Neuerburg für 100 Blutspenden. Für 75 Blutspenden wurden ausgezeichnet: Friedhelm Schreiber, Plascheid,  Erhard Fleischer, Neuerburg, Edmund Alff, Emmelbaum,  Josef Steins, Karlshausen,  Peter Thiel, Mauel.  Für 25 Blutspenden wurden geehrt: Annemarie Pick, Neuerburg,  Ute Beate Wolff, Neuerburg, Rita Dott, Heilbach, Axel Kösters, Neuerburg,  Ludwig Hermes, Berscheid,  Thea Densborn-Schmitz, Neuerburg, Esther Kruchten, Neuerburg,  Jürgen Hotz, Ferschweiler, Claudia Schreiber, Arzfeld.  Für 10 Blutspenden wurden geehrt: Anita Engel-Götz, Scheuern,  Johannes Jüngels, Neuerburg, Manfred Dühr, Dauwelshausen, Achim Josef Dhur, Utscheid, Alexander Steins, Neuerburg, Achim Melchior, Uppershausen. Im Namen des DRK-Ortsvereins dankten Bereitschaftsleiter Elmar Gierenz und Vorsitzender Willi Thommes den Blutspendern für deren vorbildlichen Einsatz. Gierenz hob die Bedeutung der Blutspende hervor und warb gleichzeitig dafür, in dem bisher gezeigten Einsatz nicht nachzulassen. Er appellierte an die Mehrfachspender, das Rote Kreuz bei dem Werben von Erstspendern zu unterstützen. Foto: DRK Der DRK-Ortsverein Neuerburg hat 21 Mehrfachblutspender im Rotkreuz-Zentrum in Neuerburg geehrt. Bei der Gelegenheit gab Bereitschaftsarzt Dr. Ingvo Müller einen Einblick in die Medizin in einer anderen Welt, konkret in die medizinische Versorgung…

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Friedwald statt Friedhof

Neuerburg. Menschen suchen neue Räume für ihre letzte Ruhe. Einer ist der Friedwald, der noch selten ist, aber immer populärer wird. Wald statt Friedhof. Das gab es bislang im Eifelkreis nur in Niederweiler - im Kreis Bernkastel-Wittlich gar nicht. Beisetzungen in einem Friedwald sind nun auch in Neuerburg möglich, im Bornhöfchen oberhalb der Stadt. Rehkitze springen über den Weg, der 300 Meter von der Landstraße in den Wald hineinführt. Unter Buchen können Menschen hier ihre Urnen-Grabstätte finden. Eine Einsegnungshalle, die ehemalige evangelische Waldkirche, bietet Platz  für Trauerzeremonien.  Am 3. September fand hier die erste Beisetzung statt. Bürgermeisterin Anna Kling ist froh, dass das Waldstück nun als Friedhof genutzt werden kann: »Der Urnenfriedhof im Wald bietet den Angehörigen Ruhe und Naturverbundenheit. Es ist eine wirklich besondere Atmosphäre dort.«Niedrige KostenDas Gelände gehört der Stadt, die Eifelwald GbR Neuerburg betreibt den Ruheforst. Einer der drei Gesellschafter ist Bestatter Joachim Schmatz. Er rechnet damit, dass sich nicht nur Menschen aus der Region für den Neuerburger Friedwald interessieren werden. Woher das steigende Interesse? Wie bei anonymen Rasenfeldern auf einem Friedhof kommt eine Grabstelle im Friedwald gänzlich ohne Pflege aus. Das senkt Kosten und Aufwand. Es gibt keine Grabsteine, keine Einfassungen. Auf Wunsch kann allenfalls ein Schildchen mit dem Namen am Baum befestigt werden. Vorbei die Zeiten, in denen Kinder einmal pro Woche das Grab ihrer Eltern pflegten. Viele verlassen ihr Dorf, Gräber verwahrlosen. Als Konsequenz entstehen immer mehr Urnengräber oder Rasenfelder auf den Friedhöfen. Von 50 Prozent Urnen-Beisetzungen spricht der Neuerburger Bestatter Joachim Schmatz. Urnenbestattungen sind der TrendDie Stadtverwaltung Wittlich verzeichnet eine noch höhere Zahl: »Der Trend geht eindeutig hin zu mehr Urnenbestattungen und pflegeleichten Grabvarianten. Der Anteil an Urnenbestattungen beträgt inzwischen rund 63 Prozent.« Städte wie Wittlich und Bitburg haben mit der Errichtung von Urnenwänden auf dem Friedhof reagiert. Nach wie vor tabu ist das Verstreuen der Asche in der Natur. Wer das dennoch vorzieht, kann dafür grenznah Luxemburg oder Frankreich wählen. Eine andere Alternative ist die Seebestattung. Joachim Schmatz erlebt beide Wünsche allerdings äußerst selten. Spezielle Flächen für MuslimeUnd wo werden eigentlich Muslime, die in der Region leben und zwangsläufig auch sterben, beerdigt? Wie Arzfelds VG-Bürgermeister Andreas Kruppert mitteilt, ist es üblich, Muslime genauso wie Angehörige anderer Religionen oder Weltanschauungen auf den örtlichen Friedhöfen zu bestatten. In Wittlich besteht für Verstorbene mit muslimischem Glauben ein spezielles Angebot auf dem Friedhof Neuerburg. In Bitburg gibt es ein extra ausgewiesenes Feld auf dem Friedhof Kolmeshöh, bei dem die Gräber – wie es der Glaube vorschreibt – Richtung Osten ausgerichtet sind. Sieht der Islam zwar auch eine Beerdigung ohne Sarg vor, ist dies jedoch hierzulande verboten. bilMenschen suchen neue Räume für ihre letzte Ruhe. Einer ist der Friedwald, der noch selten ist, aber immer populärer wird. Wald statt Friedhof. Das gab es bislang im Eifelkreis nur in Niederweiler - im Kreis Bernkastel-Wittlich gar nicht. Beisetzungen…

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