Biker-Messe in Breitenbenden

Breitenbenden. Am Sonntag, 28. August findet nun schon zum 17. Mal der Motorrad-Gottesdienst in Breitenbenden statt. Beginn des Gottesdienstes ist um 11 Uhr auf dem Dorfplatz in Breitenbenden. Ab 9.30 Uhr bietet das Mogo-Team in Kooperation mit den Breitenbendener Dorfvereinen Kaffee und belegte Brötchen für die eintreffenden Biker an. Der Gottesdienst wird von Jugendseelsorger Hardy Hawinkels zelebriert und von der Band »Spirit« musikalisch begleitet. Dieses Jahr lautet das Thema »Mal wieder eine Inspektion fällig?« »Die Besucher dürfen gespannt sein, wie dieses Thema dieses Jahr von der Vorbereitungsgruppe in einen kreativen Mitmach-Gottesdienst umgesetzt wird«, sagt Britta Trescher vom Mogo-Team.Auch in diesem Jahr wird bei einer Kollekte für hilfsbedürftige Menschen in der Region gesammelt. Dieses Jahr wollen die Verantwortlichen mit der Spende den Pfadfinderstamm »Burgfalken« in Blankenheimerdorf unterstützen. Die Pfadfinder organisieren seit vielen Jahren in den Sommerferien ein Pfadfinderlager für Menschen mit und ohne Handicap.Vor Ort können sich die Besucher ihre Fragen und Anliegen mit den Pfadfindern besprechen und sich ein eigenes Bild zu deren wertvoller Arbeit machen. Der Stamm wird einen Infostand einrichten, bei der Gottesdienstgestaltung sowie bei der Parkplatzeinweisung und Streckenbegleitung helfen.Im Anschluss an den Gottesdienst wird eine gemeinsame Demonstrationsfahrt in Kooperation mit der Polizei angeboten. Endpunkt ist wieder »Theos Sportsbar« (am Hotel Finkenberg in Blankenheim), wo die Möglichkeit eines kostengünstigen Mittagssnacks und des gemütlichen Beisammenseins besteht.@ Internetwww.mogo-igm.dewww.facebook.com/MoGoBreitenbendenAm Sonntag, 28. August findet nun schon zum 17. Mal der Motorrad-Gottesdienst in Breitenbenden statt. Beginn des Gottesdienstes ist um 11 Uhr auf dem Dorfplatz in Breitenbenden. Ab 9.30 Uhr bietet das Mogo-Team in Kooperation mit den…

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Erste Wetteraufzeichnung kam aus Monschau

Sinzenich. Durch ein Praktikum während seines Studiums (4 Semester Meteorologie und 8 Semester Geografie und Sport) entdeckte der Sohn des ehemaligen Landrats Josef Linden seine Leidenschaft zum Wetter. »Ich habe in dieser Zeit eine Wetterstation geführt und selber Geräte gebastelt, mit denen man Regen auffangen konnte«, erzählt Linden. Seitdem hat er nie mit seinen Beobachtungen aufgehört. Dennoch wurde der 63-Jährige Lehrer an der Marienschule in Euskirchen. »Der Stellenmarkt hielt mehr freie Arbeitsplätze für diesen Beruf bereit«, begründet Karl Josef Linden seine Entscheidung. 125 Aktenordner»Was für manche Frauen Schuhe sind, sind für mich Aktenordner«. Und davon hat er ganz schön viele - nämlich 125 an der Zahl. Linden: »Ab dem Jahr 1000 etwa wurden die Wetterdaten genauer dokumentiert, Landwirte fingen etwa 1550 damit an, die Daten zu sammeln, beispielsweise die Senfbauern in Monschau«. Und aus seinen Daten geht auch hervor: Die erste richtige Wetteraufzeichnung in der Nordeifel wurde im Hohen Venn bei Monschau aufgenommen. Seit 1977 beobachtet er das Wetter. Zunächst nur mit einer Wetterstation im heimischen Garten in Sinzenich. »Der Regenmesser wurde im Kernforschungszentrum in Jülich gefertigt und hatte eine Lichtschranke, mit der man die Größe und Menge der Regentropfen messen konnte«, erinnert sich Linden. Und auch sein Sohn hatte schnell gefallen am Messgerät gefunden: »Er hat über die Lichtschranke Pipi gemacht und ich habe mich gewundert, wie in kürzester Zeit so viel Regen fallen konnte«. Ende der 80er-Jahre kaufte sich Linden einen Commodore Amiga und war begeistert von den technischen Möglichkeiten, die ihm die Arbeit und Dokumentation so viel einfacher machten. 500 Anrufe Auf sein Fachwissen griff bisher nicht nur der bekannte TV-Meteorologe Jörg Kachelmann zurück, mit dem er 1999 in eine weitere Wetterstation investierte, sondern auch das Radio Euskirchen, die Aachener und Dürener Zeitung, Naturschutzverbände, Wasserbehörden, Versicherungen, Landwirtschaftskammern, der Kreis Euskirchen und Bürger. »Ich bekomme allein von Privatpersonen ungefähr 500 Anrufe im Jahr. Sie wollen wissen, wie das Wetter am Hochzeitstag wird und wann sie die Heuernte einholen müssen«, so Karl Josef Linden.Anekdoten Kurioses hat der Wettermann schon viel erlebt. »Bei der Arbeit für einen Winzer bin ich in der Nähe von Eicks in eine Wildschweintreibjagd geraten«. Außerdem berichtet er von einem kalten Januar-Tag an der Oleftalsperre: »Dort war die Wetterstation überflutet und ich sprang kurzerhand in Unterhose in das kalte Wasser und rettete Messgegenstände«. Über die meisten Vorfälle kann der Meteorologe heute lachen. Auch über die »schlimmste Erkältung in seinem Leben«, die er sich in Kalterherberg zuzog. Dort ist er mit einer Schulklasse in einen Schneesturm geraten und hat unterkühlten Kindern seine warmen Schuhe geliehen. »Danach war es das Fieberthermometer, das 42,1 Grad anzeigte«, weiß Linden. Doch auch die Polizei nahm seine Dienste in Anspruch. »Diese Einsätze gingen unter die Haut«, erzählt er. Er musste bestimmen, welche Temperatur zu welcher Zeit am Tatort herrschte.Mehr FreizeitDoch der Wetterexperte Karl Josef Linden hört auf - schrittweise. Im vergangenen Jahr hat er bereits das Unterrichten an den Nagel gehängt. »Vor zwei Wochen teilte er uns mit, dass er auch in Radio-Pension gehen will«, sagte Norbert Jeub, Chefredakteur von Radio Euskirchen. Karl Josef Linden freut sich nun über mehr Zeit mit seinen beiden Enkeln (zwei und drei Jahre), zu denen er eine sehr intensive Beziehung hat. Außerdem will er mit seiner Frau in Zukunft mehr reisen und vermehrt Bücher lesen. Und ganz wird er das »wettern« auch nicht sein lassen. Er wird nach wie vor unter anderem für den Nationalpark Eifel die Jahresberichte erstellen. Denn so ganz ohne »Lindenwetter« geht es dann auch nicht.Durch ein Praktikum während seines Studiums (4 Semester Meteorologie und 8 Semester Geografie und Sport) entdeckte der Sohn des ehemaligen Landrats Josef Linden seine Leidenschaft zum Wetter. »Ich habe in dieser Zeit eine Wetterstation geführt und…

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Freilingen zeigt Kunst im Garten

Freilingen. Bereits zum vierten Mal findet am letzten Wochenende im August die beliebte Ausstellung »Kunst und Kunsthandwerk im Garten« von 12 bis 18 Uhr auf den Grünanlagen des Dorfplatzes und im Bürgerhaus in Freilingen statt. In diesem Jahr wird die Veranstaltung nur am Sonntag, 28. August, stattfinden. Künstler und Kunsthandwerker stellen ihre Bilder und Kunstwerke aus. Dabei werden nicht nur Bilder und Fotografien angeboten, auch Handarbeiten, Keramiken, Blumengestecke, Holzarbeiten, Tonkunst, Schmuckunikate und Genähtes warten auf die Besucher. Auch die »Livezeichnerin« Ingrid Müller-Marx sowie die Künstlerin Annemieke Kern-Ruijg aus den Niederlanden, die Gäste wieder mit ihrem Querflötenspiel erfreut, haben ihr Kommen zugesagt. Selbst wenn es regnen sollte, rückt man in den Räumen des Bürgerhauses und den angrenzenden Räumlichkeiten etwas näher zusammen. Die Ausstellung findet bei jedem Wetter statt. Die Dorfgemeinschaft Freilingen hat Kaffee, selbstgebackene Kuchen und Herzhaftes vorbereitet. Erstmalig werden auch frisch gebackene Flammkuchen angeboten. Der Weg zum Bürgerhaus ist ausgeschildert, Parkmöglichkeiten gibt es genügend. AnmeldenKünstler und Handwerker, die Interesse haben, bei »Kunst und Kunsthandwerk im Garten« auszustellen, können sich gerne noch bei Michael Hermanns, Tel.: 02697/9078085, melden.@ Internetwww.wir-in-freilingen.deBereits zum vierten Mal findet am letzten Wochenende im August die beliebte Ausstellung »Kunst und Kunsthandwerk im Garten« von 12 bis 18 Uhr auf den Grünanlagen des Dorfplatzes und im Bürgerhaus in Freilingen statt. In diesem Jahr wird die…

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Neue Ausstellung: Die Eifel im Bild

Frauenkron. Im Kunstkabinett der Dr. Axe-Stiftung in Kronenburg/Dahlem gibt es ab Samstag, 11. Juni, eine sehenswerte neue Ausstellung mit dem Titel „Die Eifel im Bild – Düsseldorfer Malerschule“ zu sehen. Bei dieser Ausstellung geben 29 Künstler mit mehr als 70 Werken erstmals einen umfassenden Überblick über die Eifelbilder der Düsseldorfer Malerschule. Mit ihren Werken dokumentieren sie die Entwicklung der Landschaftsmalerei von der Ideallandschaft mit phantastischen Schlossanlagen in der Zeit der Spätromantik über den Realismus und Impressionismus bis zu den Anfängen der Moderne. Die Basis für diese Ausstellung bilden die Gemälde aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung. Ergänzt werden sie durch großzügige Leihgaben aus dem Museum Zitadelle, Jülich, dem Mittelrhein-Museum, Koblenz und der Sammlung RheinRomantik, Bonn sowie privater Sammler.Zur Ausstellung wird, herausgegeben von Ekkehard Mai, ein 208 Seiten umfassender Katalog im Imhof Verlag erscheinen. Die Dr. Axe-Stiftung baut seit 2009 eine Sammlung mit Gemälden der Düsseldorfer Malerschule auf, die sie in wechselnden Präsentationen in ihrem Kunstkabinett in Kronenburg in der Eifel dem Publikum zugänglich macht.FührungenDie Ausstellung ist bis zum 11. Juni 2017 jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 17 Uhr zu sehen. Öffentliche Führungen finden an jedem ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr statt. Eintritt und Führungen sind kostenfrei.Im Kunstkabinett der Dr. Axe-Stiftung in Kronenburg/Dahlem gibt es ab Samstag, 11. Juni, eine sehenswerte neue Ausstellung mit dem Titel „Die Eifel im Bild – Düsseldorfer Malerschule“ zu sehen. Bei dieser Ausstellung geben 29 Künstler mit mehr als…

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Dogstations werden gut angenommen

Kall. Im Dezember 2015 hat die Gemeinde Kall an sechs Stellen sogenannte Dogstations aufgestellt. Dort können Hundebesitzer Plastiktüten ziehen, um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einzupacken. Anschließend werden die Tüten in einen Mülleimer direkt in der Dogstation geworfen und schließlich von der Gemeinde entsorgt.»Die Dogstations sind sehr gut angenommen worden«, zieht Sigrun Hochscheid vom Kaller Ordnungsamt nun Bilanz. Es gebe sogar Anfragen aus der Bürgerschaft nach Alternativstandorten, etwa an den Banketten an der Kölner Straße. Zwar bestückt der Bauhof die Hundestationen regelmäßig mit neuen Beuteln. Dennoch kann es vorkommen, dass alle Plastiktüten aufgebraucht sind. »Dann reicht ein Anruf bei der Gemeindeverwaltung, um die Station wieder aufzufüllen«, sagte Harald Heinen vom Ordnungsamt. Zwar sei die Zahl der Hundehaufen in Kall nie gezählt worden, sodass es keinen exakten Vorher-Nachher-Vergleich gibt. »Gefühlt sind die Häufchen aber weniger geworden«, sagte Heinen an der Station hinter dem Aktivpark an der Ecke Auelstraße/Falkenweg. Dieser Standort sei damals auf Wunsch der Landwirte ausgewählt worden, da viele Hunde ihre »Geschäfte« am Rand der Felder verrichteten und so das Erntegut verunreinigten. Für die Gemeinde sind die Dogstations eine recht günstige Angelegenheit. Lediglich die Fundamente mussten vom Bauhof errichtet werden, der auch die Befüllung der Stationen mit neuen Tüten sowie die Leerung der Mülleimer vornimmt. Die Stationen an sich wurden von Sponsoren finanziert. »Deshalb können wir auch keine Zusagen für Alternativstandorte machen. Wir brauchen zunächst neue Sponsoren«, sagte Sigrun Hochscheid. Erika Schmitz nutzt die Gogstations regelmäßig. »Ich finde sie ganz super«, sagte sie, »man tut was für die Bürger«. Auch Sigrun Hochscheid ist sich sicher: Für die Sponsoren sind die Dogstations trotz des eher delikateren Themas ein Superwerbeeffekt. Die Hundetoiletten befinden sich an der Eisenauerstraße am Hundeplatz Ecke Wackerberg, Auelstraße am Parkplatz Wanderweg Richtung Anstois, Neuer Markt, Zum Ostlandkreuz/Heidekopf (Bolzplatz), Friedhof Kall (Heistert) und Am Hallenbad zwischen Feuerwehrgerätehaus und Parkplatz. red/pp/Agentur ProfiPressIm Dezember 2015 hat die Gemeinde Kall an sechs Stellen sogenannte Dogstations aufgestellt. Dort können Hundebesitzer Plastiktüten ziehen, um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einzupacken. Anschließend werden die Tüten in einen Mülleimer…

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Stadt Mechernich erhöht die Grundsteuern

Mechernich. Die Stadt Mechernich hat mit dem Haushalt 2016 auch eine Erhöhung der Grundsteuern beschlossen. Die sei zwar keineswegs »kostendeckend« – dafür hätten die Steuern auf Grundstücke um weitere 180 Prozentpunkte angehoben werden müssen. Einige Bürger haben sich beschwert. »Wir haben die Grundsteuern auf ein Maß erhöht, das uns vor Nothaushalt und Sparkommissar bewahrt hat«, begründete Mechernichs Kämmerer Ralf Claßen den Schritt: »Wir sind unterhalb der Schwellenwerte geblieben, bei denen das Land eingegriffen hätte.«Für mehr als die Hälfte der Mechernicher Grundstücksbesitzer bedeutet die Erhöhung Mehrkosten von etwa 20 bis 40 Euro pro Jahr , bei weiteren 35 Prozent steigt die Belastung auf zwischen 61,50 und 82 Euro. Mit einem Grundsteuerhebesatz von 595 Prozentpunkten (vorher 513) bleibt Mechernich zwar unter denen von etwa Schleiden (695 %), dennoch fühlten sich einige Grundstücksbesitzer und Firmeninhaber über Gebühr belastet. »Fünf von 11.500 Haushalten haben uns geschrieben. Das ist objektiv nicht viel«, so Ralf Claßen. Er habe jedes Schreiben ernsthaft und ausführlich beantwortet und die Position der Stadt dargelegt.»In den vergangenen Jahren sind unsere Gewerbesteuereinnahmen kontinuierlich angewachsen«, so Claßen. Auch profitiere der Etat 2016 von den deutlich reduzierten Flüchtlingszuweisungen. Claßen: »Das sah bei den Schätzungen zum Jahresanfang noch ganz anders aus.« Andererseits bekämen Kommunen mit erhöhtem Gewerbesteueraufkommen im Jahr darauf automatisch niedrigere Schlüsselzuweisungen des Landes. Mechernich erhalte so 2016 1,4 Millionen Euro Schlüsselzuweisungen des Landes weniger als 2015.Von einer grundlegenden Konsolidierung der städtischen Finanzen am Bleiberg könne also trotz einzelner Lichtblicke noch lange nicht die Rede sein. Ralf Claßen: »Fakt ist aber leider auch, dass sich bei allen Aufs und Abs der vergangenen zehn Jahr konsumtive Schulden von rund 18 Millionen Euro angehäuft haben.« Das seien Kredite, die die Stadt aufgenommen hat, um ihren laufenden Verpflichtungen nachzukommen, also keineswegs Investitionskapital. Die Stadt habe die Konsumkredite keineswegs alleine verursacht, so Ralf Claßen: »Im Jahre 2001 hat der Kreis Euskirchen von uns 8,6 Millionen Euro Kreisumlage kassiert, 2016 das Doppelte, 17,1 Millionen.« red/pp/Agentur ProfiPressDie Stadt Mechernich hat mit dem Haushalt 2016 auch eine Erhöhung der Grundsteuern beschlossen. Die sei zwar keineswegs »kostendeckend« – dafür hätten die Steuern auf Grundstücke um weitere 180 Prozentpunkte angehoben werden müssen. Einige Bürger…

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Mechernich und Kommern wachsen aufeinander zu

Mechernich. Mechernich-Nord und Kommern-Süd sollen aufeinander zuwachsen. Und daher sieht die städtebauliche Entwicklung der Stadt Mechernich gleich drei neue Baugebiete vor.Bei den neuen Baugebieten handelt es sich einmal um zwei Erweiterungsflächen in Mechernich-Nord: Im Bereich »Auf der Wacholder II« sind unterhalb des bereits bestehenden Baugebietes »Auf der Wacholder I« 48 Einfamilienhäuser auf Grundstücken zwischen 480 und 800 Quadratmetern vorgesehen, während auf dem Baugebiet »Auf der Donnermaar« 40 Einfamilienhäuser auf Grundstücken von 490 bis 680 Quadratmetern entstehen sollen.Das dritte Baugebiet »Am Großen und Kleinen Bruch« befindet sich in der Randlage von Kommern-Süd zwischen dem Becherhofer Weg und dem Seniorenheim Falkenhorst. Auch dort sollen ausschließlich 61 Einfamilienhäuser auf Grundstücken von 460 bis 740 Quadratmetern errichtet werden. »Insgesamt reden wir von rund 500 Einwohnern«, so Stadtplaner Thomas Schiefer. Für alle drei Baugebiete wurde bereits vor zehn Jahren mit der Zustimmung des Mechernicher Stadtrates zum Gebietsentwicklungsplan und Flächennutzungsplan die rechtliche Grundlage geschaffen. Einerseits trägt die Stadt Mechernich mit der Ausweisung der neuen Baugebiete der Baulandentwicklung der vergangenen Jahrzehnte Rechnung. HochwasserschutzDie Ausweisung der drei geplanten Baugebiete soll für die Bürger in Kommern und Mechernich auch mit einer erheblichen Verbesserung des Hochwasserschutzes einher gehen. Die bestehenden beiden Versickerungsbecken in Mechernich-Nord sollen unter anderem durch ein riesiges Rückhalte-Kammersystem mit 4000 Kubikmetern Stauraum unterhalb des Neubaugebiets »Auf dem Wacholder« ersetzt werden. In zwei nacheinander volllaufenden Kammern kann zum einen die kontinuierliche Einleitungsmenge von maximal 20 Litern pro Sekunde in den Wälschbach laufen. »So sollen die Auswirkungen temporärer Starkregenereignisse zeitlich gestreckt und Überschwemmungen verhindert werden«, so Tiefbauingenieur Mario Dittmann. Dieser Zeitpuffer sei ein wichtiger Faktor, wenn es darum gehe, Hochwasser zu verhindern.In Kommern-Süd will der Erftverband unterhalb des bestehenden Regenüberlaufbeckens »Unter den Eichen« ein zusätzliches Bodenfilterbecken bauen. Durch die geplanten teuren und weit über das gesetzliche Maß hinausgehenden Rückhaltemaßnahmen werde der Wasserabfluss im Raum Mechernich-Nord/Kommern-Süd trotz der zusätzlichen Bebauung keinesfalls zunehmen. »Vielmehr kommt es zu einer deutlichen Verbesserung der aktuellen Entwässerungssituation«, so Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick hervor.Jungen Menschen eine Heimat bieten»Mit den Neubaugebieten gelingt es uns, die Einwohnerzahl stabil zu halten«, verweist Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick auf einen Gegentrend in Mechernich zur allgemeinen Entwicklung mit einer sinkenden Bevölkerungszahl im ländlichen Raum. Außerdem wollen Schick und die Stadtväter jungen Mechernichern auf lange Sicht die Möglichkeit geben, in ihrer Heimatstadt zu bleiben und zu bauen.Für die Bürger habe diese zukunftsorientierte Stadtentwicklung ausschließlich positive Effekte. Nur dank neuer Einwohner könne die bestehende Infrastruktur mit Kindergärten, Schulen und vielen anderen Einrichtungen der Daseinsvorsorge erhalten und langfristig so ausgelastet werden, dass die Kosten (zum Beispiel Wasser- und Abwassergebühren), die jeder Bürger dafür zu tragen hat, bezahlbar bleiben.»Die Stadt Mechernich ist in diesen Dingen top aufgestellt und soll es auch weiterhin bleiben«, erklärte Bürgermeister Dr. Schick mit Nachdruck. Die Nachfrage nach bezahlbarem Bauland von jungen Familien aus dem Großraum Köln/Bonn sei nicht nur ungebrochen, sondern nehme sogar deutlich zu. red/pp/Agentur ProfiPressMechernich-Nord und Kommern-Süd sollen aufeinander zuwachsen. Und daher sieht die städtebauliche Entwicklung der Stadt Mechernich gleich drei neue Baugebiete vor.Bei den neuen Baugebieten handelt es sich einmal um zwei Erweiterungsflächen in…

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Johanniter wollen Rettungsdienst unterstützen

Buir. Der Johanniter-Ortsverband Euskirchen will den Rettungsdienst im Südkreis stärken. Dazu Silvia Mostert: »Wir möchten gerne unseren Krankentransportwagen umbauen und zur Verfügung stellen. Denn wenn ein Rettungswagen im Südkreis bereits im Einsatz ist und ein weiterer Notfall eintritt, können die Anfahrtswege sehr weit werden.«Das sei gerade dann kritisch, wenn jede Minute zählt. Mostert: »Deshalb wollen wir diese Lücke im Rettungsdienst schließen.« Dazu müsste das Einsatzfahrzeug der Johanniter aber weiter aus- und umgerüstet werden. Unter anderem fehlt es dazu an einem Digitalfunkgerät. Das kann aber nun bestellt werden, wie Holger Glück, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Euskirchen (KSK), jetzt bei einem Besuch zusammen mit Markus Ramers, stellvertretender Landrat und Vorsitzender der KSK-Bürgerstiftung, in Buir berichten konnte. Denn die KSK hat den Johannitern mit 1500 Euro unter die Arme gegriffen. Holger Glück: »Wenn wir Sie damit ihrem Ziel Rettungswagen näher gebracht haben, ist das Geld sehr gut investiert und kommt wieder direkt der Bevölkerung zur Hilfe.« Ramers bestätigte, dass ein Ausbau des Rettungsdienstes sehr wichtig sei: »Die Einsatzzeiten müssen möglichst kurz gehalten werden.« Zu den vielfältigen Tätigkeitsbereichen der Euskirchener Johanniter gehören unter anderem Erste-Hilfe-Kurse, die jeden Monat entweder an zwei Abenden oder an einem Samstag stattfinden. Ausbilder Wolf Falko Reinke: »Wir bilden aber auch Ersthelfer in Betrieben aus und kommen dazu auch vor Ort in die Unternehmen.« In Tondorf hat Reinke auch schon einen speziellen erste-Hilfe-Kursus für Flüchtlinge gegeben, mit Dolmetscher: »Das war ein toller Kurs, der hat viel Spaß gemacht.« Tragbare Bekleidung gibt es in der Kleiderkammer in Roderath. Mostert: »Neben Obdachlosen und Flüchtlingen kann jeder mal auf schnelle Kleiderhilfe angewiesen sein – wir haben etwa einer Familie geholfen, deren gesamtes Haus ausgebrannt ist.« FahrradstaffelMostert: »Wir entwickeln gerade Angebote für Senioren. Dabei wollen wir aktive Senioren wiederum einbinden und vernetzen, etwa in Fahrdienste zu Arzt oder Apotheke.« Reinke berichtete außerdem von einer Fahrradstaffel der Helfer: »Damit könnten wir größere Wander- oder Radaktionen wie die Tour de Ahrtal oder die Burgenfahrt begleiten und wären damit auch abseits befestigter Straßen einsatzbereit.« (red/epa)Weitere Informationen, auch zu Kleiderspenden, unter Telefon 02440-3439944, E-Mail ov.euskirchen@johanniter.de oder im @ Internetwww.johanniter-bonn.deDer Johanniter-Ortsverband Euskirchen will den Rettungsdienst im Südkreis stärken. Dazu Silvia Mostert: »Wir möchten gerne unseren Krankentransportwagen umbauen und zur Verfügung stellen. Denn wenn ein Rettungswagen im Südkreis bereits im Einsatz…

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Erinnerung an Wollseifen in der »Alten Schule«

Schleiden. 70 Jahre nachdem die Wollseifener in nur drei Wochen auf Befehl der britischen Militärverwaltung ihre Heimat verlassen mussten, erinnert jetzt eine Ausstellung in der ehemaligen Dorfschule an die schicksalhafte Geschichte dieser Menschen, die zu den wenigen Westvertrieben nach dem Zweiten Weltkrieg gehören. Der Vorsitzende des Traditionsvereins Wollseifen, Wilfried Ronig, berichtete, dass 16 ehrenamtliche Helfer zwischen sechs und 86 Jahren gut 1400 Stunden an dem Gebäude gearbeitet hatten. Bereits 2012 hatte man mit den Planungen begonnen. Doch im Zuge der Diskussionen um den Abriss der Kampfhäuser, die noch aus der Zeit des Kalten Kriegs stammen und in denen man den Häuserkampf probte, wurde für ganz Wollseifen ein Bauverbot verhängt, von dem auch die Alte Schule betroffen war. »Wir mussten zahlreiche Genehmigungen einholen und waren erstaunt, was es alles für Behörden gibt«, berichtete Ronig. Dennoch müsse er betonen, dass alle involvierten Behörden der Idee eines Erinnerungsortes aufgeschlossen gegenüber gewesen seien. Erinnerung»Jeder wollte helfen, keiner hat versucht, unser Anliegen zu verhindern«, so Ronig. »Wir sind unserem Ziel, Vogelsang in eine Erinnerungs- und Gedenkstätte zu verwandeln, mit dem heutigen Tag ein großes Stück näher gekommen«, betonte Manfred Poth, Allgemeiner Vertreter des Landrats und Aufsichtsratsvorsitzender der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang. Mit der Erinnerungsstätte »Alte Schule« werde das Gesamtensemble vervollständigt. Hier werde erlebbar gemacht, was Vertreibung und Heimatverlust bedeute und jeder, der sich diese Ausstellung ansehe, könne daraus die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen.KriegsdramaDer neue Leiter der Nationalparkverwaltung, Dr. Michael Röös, versprach, die Alte Schule zukünftig auch in die Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparks Eifel einzubauen. Der ehemalige belgische Kommandant von Vogelsang, Victor Neels, appellierte besonders an die Jugend, diesen Ort in Ehren und die Erinnerung an die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs und an die Folgen aufrecht zu halten. Neels bezeichnete das Schicksals Wollseifens als »Kriegsdrama«, das Folge menschlichen Versagens in der großen Politik gewesen sei. Heute sei Wollseifen ein Denkmal der neuen deutschen Geschichte und Deutschland ein Pfeiler der friedlichen Zukunft.Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, Vorsitzender der NRW-Stiftung, die 51.000 Euro für das Projekt gestiftet hatte, betonte, dass man sich sehr gern für diesen Umbau eingesetzt habe. »Wir hoffen, dass sich die Wollseifener und die Gäste des Nationalparks über diese Einrichtung freuen«, sagte er. FörderungNeben der NRW-Stiftung zeigte sich auch die Kreissparkasse Euskirchen (KSK) von dem Projekt überzeugt. Nachdem Vorstandsmitglied Hartmut Cremer sich bereits im November 2014 vor Ort über die Pläne informiert hatte, flossen von der KSK 10.000 Euro und noch einmal 10.000 Euro von der Kulturstiftung Rheinland, die der KSK-Vorstandsvorsitzende Udo Becker und Hartmut Cremer rasch von der Wichtigkeit des Projekts überzeugen konnten. red/epa70 Jahre nachdem die Wollseifener in nur drei Wochen auf Befehl der britischen Militärverwaltung ihre Heimat verlassen mussten, erinnert jetzt eine Ausstellung in der ehemaligen Dorfschule an die schicksalhafte Geschichte dieser Menschen, die zu…

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Ein Roadtrip mit dem Bulli an die Ostsee

Schleiden. Förster ist die Hauptfigur in Frank Goosens aktuellem, im Februar erschienenen Romans »Förster, mein Förster«. Und aus dem wird der Autor aus Bochum bei seinem Gastspiel im Rahmen des Literaturfestivals Lit.Eifel am Donnerstag, 1. September, 19.30 Uhr im Clara-Fey-Gymnasium, Malmedyer Straße 2, in Schleiden vorlesen.»Ilsebill salzte nach.« Der erste Satz aus Günter Grass‘ Roman »Der Butt« ist laut einer Jury der schönste erste Satz in der deutschsprachigen Literatur. Der erste Satz eines Romans ist entscheidend. Ein guter erster Satz sorgt dafür, dass der Leser dranbleibt. Er gibt die Stimmung vor. Er macht Lust auf mehr. Der Schriftsteller Förster hat den ersten Satz gemeistert. Einziges Problem: Es kommen keine weiteren Sätze hinzu – Schreibblockade.Förster ist ein Mann in der Midlife-Crisis, dessen Freundin sich lieber auf den Äußeren Hebriden rumtreibt als bei ihm. Als seine verwirrte Nachbarin, die betagte Saxofonspielerin Frau Strobel, einen Brief aus der Vergangenheit erhält, begibt sich Förster auf eine Reise an die Ostsee, um dem Reunion-Konzert der Tanzkapelle Schmidt beizuwohnen. In einem VW Bulli begibt er sich auf einen Roadtrip in den Norden. Mit an Bord sind neben Frau Strobel der 70-jährige Nachbar Dreffke mit seiner Vorliebe für knappe Badehosen, Försters Schulfreunde Fränge und Brocki, die beide auf ihre Art in ihrem Leben scheitern, sowie der wohlstandsverwahrloste Teenager Finn. Eine Sache haben alle gemeinsam: Sie müssen unbedingt mal rauskommen!KomikFrank Goosen erweist sich in »Förster, mein Förster« als brillanter Beobachter des Zwischenmenschlichen und erschuf einen Roman zwischen absurder Komik und feiner Melancholie. Wie kaum ein anderer schreibt er mit viel Humor Geschichten über die Befindlichkeiten der Menschen seiner Generation (und über Fußball sowie den Ruhrpott). Der 50-Jährige verfasste nicht nur Bestseller wie »Liegen lernen«, der verfilmt wurde, sondern auch Kurzgeschichten und Kolumnen, etwa im »Kicker Sportmagazin«. Von 1992 bis 2000 trat er mit Jochen Malmsheimer als Duo Tresenlesen auf, dessen Programm 1997 mit dem Publikumspreis des Prix Pantheon ausgezeichnet wurde. Goosen ist außerdem Kabarettist, war als Vorstand des Trägervereins des Prinz-Regent-Theaters in seiner Heimatstadt tätig und ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Fußballvereins VfL Bochum. Am Schauspielhaus Bochum stellt er außerdem regelmäßig neue Bücher vor.Der Eintritt zur Lesung in Schleiden kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro. Alle Lit.Eifel-Termine und Vorverkaufsstellen gibt es im @ Internet www.lit-eifel.deFörster ist die Hauptfigur in Frank Goosens aktuellem, im Februar erschienenen Romans »Förster, mein Förster«. Und aus dem wird der Autor aus Bochum bei seinem Gastspiel im Rahmen des Literaturfestivals Lit.Eifel am Donnerstag, 1. September, 19.30…

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Die Fischarten in der Urfttalsperre erfasst

Gemünd. Fischereifachleute vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) waren auf der Urfttalsperre im Nationalpark Eifel unterwegs. Sie zählten dabei mit verschiedenen Methoden (E-Befischung, Reusen, Netzfang) Fische, bestimmten Arten und untersuchten Mageninhalte, um Schlüsse auf das Futterverhalten ziehen zu können. Einmal im Jahr kommt Fischwirtschaftsmeister Sven Hüttemann mit seinem Team in das Großschutzgebiet, um das so genannte Fischmonitoring für die Nationalparkverwaltung und den Wasserverband Eifel-Rur durchzuführen. Der Fischbestand hat große Bedeutung für die Wasserqualität. »Wie schon in den Vorjahren konnten wir auch 2016 hauptsächlich Flussbarsche feststellen«, so Hüttemann. Da es sich bei der Urfttalsperre um ein künstliches Gewässer mit starken Wasserstandsschwankungen handelt, haben es verschiedene Fischarten, insbesondere die für die Wasserqualität wichtigen Raubfischarten Hecht und Zander, nicht leicht sich natürlich zu vermehren. Die Ergebnisse des Fischmonitorings werden neben Befunden zur Wasserqualität alljährlich im Arbeitskreis Urfttalsperre durch Fachleute des Landes und des Eigentümers Wasserverband Eifel-Rur mit Beteiligung der Fischerei-Pächtergemeinschaft bewertet. Angeln verbotenDanach waren zur Sicherung der Wasserqualität seit dem ersten Monitoring im Jahr 2003 keine Entnahmemaßnahmen beim Fischbestand der in der Managementzone des Nationalparks liegenden Urfttalsperre erforderlich. Mit der Gründung des Nationalparks Eifel und Aufgabe der militärischen Nutzung nach 2005 übernahm das Land vertraglich die Fischereinutzung an der Urfttalsperre. Aus Naturschutzgründen ist das Angeln jedoch weiterhin an der Urfttalsperre ausgeschlossen. Fischereifachleute vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) waren auf der Urfttalsperre im Nationalpark Eifel unterwegs. Sie zählten dabei mit verschiedenen Methoden (E-Befischung, Reusen, Netzfang) Fische,…

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Erste Wetteraufzeichnung kam aus Monschau

Sinzenich. Durch ein Praktikum während seines Studiums (4 Semester Meteorologie und 8 Semester Geografie und Sport) entdeckte der Sohn des ehemaligen Landrats Josef Linden seine Leidenschaft zum Wetter. »Ich habe in dieser Zeit eine Wetterstation geführt und selber Geräte gebastelt, mit denen man Regen auffangen konnte«, erzählt Linden. Seitdem hat er nie mit seinen Beobachtungen aufgehört. Dennoch wurde der 63-Jährige Lehrer an der Marienschule in Euskirchen. »Der Stellenmarkt hielt mehr freie Arbeitsplätze für diesen Beruf bereit«, begründet Karl Josef Linden seine Entscheidung. 125 Aktenordner»Was für manche Frauen Schuhe sind, sind für mich Aktenordner«. Und davon hat er ganz schön viele - nämlich 125 an der Zahl. Linden: »Ab dem Jahr 1000 etwa wurden die Wetterdaten genauer dokumentiert, Landwirte fingen etwa 1550 damit an, die Daten zu sammeln, beispielsweise die Senfbauern in Monschau«. Und aus seinen Daten geht auch hervor: Die erste richtige Wetteraufzeichnung in der Nordeifel wurde im Hohen Venn bei Monschau aufgenommen. Seit 1977 beobachtet er das Wetter. Zunächst nur mit einer Wetterstation im heimischen Garten in Sinzenich. »Der Regenmesser wurde im Kernforschungszentrum in Jülich gefertigt und hatte eine Lichtschranke, mit der man die Größe und Menge der Regentropfen messen konnte«, erinnert sich Linden. Und auch sein Sohn hatte schnell gefallen am Messgerät gefunden: »Er hat über die Lichtschranke Pipi gemacht und ich habe mich gewundert, wie in kürzester Zeit so viel Regen fallen konnte«. Ende der 80er-Jahre kaufte sich Linden einen Commodore Amiga und war begeistert von den technischen Möglichkeiten, die ihm die Arbeit und Dokumentation so viel einfacher machten. 500 Anrufe Auf sein Fachwissen griff bisher nicht nur der bekannte TV-Meteorologe Jörg Kachelmann zurück, mit dem er 1999 in eine weitere Wetterstation investierte, sondern auch das Radio Euskirchen, die Aachener und Dürener Zeitung, Naturschutzverbände, Wasserbehörden, Versicherungen, Landwirtschaftskammern, der Kreis Euskirchen und Bürger. »Ich bekomme allein von Privatpersonen ungefähr 500 Anrufe im Jahr. Sie wollen wissen, wie das Wetter am Hochzeitstag wird und wann sie die Heuernte einholen müssen«, so Karl Josef Linden.Anekdoten Kurioses hat der Wettermann schon viel erlebt. »Bei der Arbeit für einen Winzer bin ich in der Nähe von Eicks in eine Wildschweintreibjagd geraten«. Außerdem berichtet er von einem kalten Januar-Tag an der Oleftalsperre: »Dort war die Wetterstation überflutet und ich sprang kurzerhand in Unterhose in das kalte Wasser und rettete Messgegenstände«. Über die meisten Vorfälle kann der Meteorologe heute lachen. Auch über die »schlimmste Erkältung in seinem Leben«, die er sich in Kalterherberg zuzog. Dort ist er mit einer Schulklasse in einen Schneesturm geraten und hat unterkühlten Kindern seine warmen Schuhe geliehen. »Danach war es das Fieberthermometer, das 42,1 Grad anzeigte«, weiß Linden. Doch auch die Polizei nahm seine Dienste in Anspruch. »Diese Einsätze gingen unter die Haut«, erzählt er. Er musste bestimmen, welche Temperatur zu welcher Zeit am Tatort herrschte.Mehr FreizeitDoch der Wetterexperte Karl Josef Linden hört auf - schrittweise. Im vergangenen Jahr hat er bereits das Unterrichten an den Nagel gehängt. »Vor zwei Wochen teilte er uns mit, dass er auch in Radio-Pension gehen will«, sagte Norbert Jeub, Chefredakteur von Radio Euskirchen. Karl Josef Linden freut sich nun über mehr Zeit mit seinen beiden Enkeln (zwei und drei Jahre), zu denen er eine sehr intensive Beziehung hat. Außerdem will er mit seiner Frau in Zukunft mehr reisen und vermehrt Bücher lesen. Und ganz wird er das »wettern« auch nicht sein lassen. Er wird nach wie vor unter anderem für den Nationalpark Eifel die Jahresberichte erstellen. Denn so ganz ohne »Lindenwetter« geht es dann auch nicht.Durch ein Praktikum während seines Studiums (4 Semester Meteorologie und 8 Semester Geografie und Sport) entdeckte der Sohn des ehemaligen Landrats Josef Linden seine Leidenschaft zum Wetter. »Ich habe in dieser Zeit eine Wetterstation geführt und…

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Der Indemann bleibt den Zülpichern erhalten

Zülpich. »Nach der Landesgartenschau werden der kleine Indemann, die Bänke und Schautafeln eine neue Heimat im rekultivierten Naherholungsgebiet im rheinischen Revier finden«, hieß es vor zwei Jahren in einer Zeitschrift von RWE Power. »Diese Kriterien sind am Zülpicher See wahrlich erfüllt. Bekanntlich sind der See und seine grüne Umgebung die Hinterlassenschaft eines früheren Braunkohlentagebaus«, meinte Zülpichs Bürgermeister Ulf Hürtgen. Und deshalb bleibt der Kleine Indemann jetzt auf Dauer im Gartenschaupark am See: RWE, ein Hauptsponsor der LAGA 2014, stiftet die sechs Meter hohe Stahlgitterfigur den Zülpichern. Jetzt fand die Übergabe statt. Die Figur ist eine maßstabsgetreue Kopie des großen Indemanns, der sich seit 2008 mit rund 36 Metern Höhe über dem Tagebau Inden bei Eschweiler (Städteregion Aachen) erhebt. Drei weitere, kleinere Exemplare stehen in Aldenhoven, Inden und Langerwehe, also ebenfalls in der Region. »Das Zülpicher Familienmitglied ist damit ein Botschafter unseres Projekts Indeland, mit dem wir den Strukturwandel in der von der Braunkohle geprägten Region westlich und nördlich von Düren vorantreiben«, erklärte Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft indeland. »RWE Power wird noch bis Mitte diesen Jahrhunderts Braunkohle in der Region fördern. Wir bleiben den Kommunen und den Menschen der Region damit langfristig verbunden und stärken damit die heutige und zukünftige Wirtschaftsstruktur. Der von unseren Azubis gefertigte kleine Indemann ist ein sichtbares Zeichen unserer Verbundenheit« , ergänzte Michael Eyll-Vetter vom Unternehmen RWE Power. Der Zülpicher Indemann wurde Anfang 2014 als eine Attraktion der LAGA errichtet. Auszubildende des Bergbauunternehmens fertigten ihn aus verzinktem Stahl und Gitterrosten. Er wiegt rund vier Tonnen und steht auf einem 40 Zentimeter starken Betonfundament.»Nach der Landesgartenschau werden der kleine Indemann, die Bänke und Schautafeln eine neue Heimat im rekultivierten Naherholungsgebiet im rheinischen Revier finden«, hieß es vor zwei Jahren in einer Zeitschrift von RWE Power. »Diese Kriterien sind…

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