Wolfgang Andres

City-Outlet Bad Münstereifel bundesweit im Fokus

Kreis Euskirchen. Das City Outlet Bad Münstereifel erregt bundesweit die Aufmerksamkeit anderer Städte und Gemeinden. Unlängst war der bundesdeutsche Städte- und Gemeindebund in der Eifeler Kurstadt zu Gast, um sich das Projekt und den Stand der Dinge anzusehen.

Im Rats- und Bürgersaal in Bad Münstereifel fand eine Sitzung des Gremiums statt, zu der Bürgermeister Alexander Büttner sowie Mit-Investor und Mitinitiator Georg Cruse zahlreiche Bürgermeister und Funktionäre aus anderen Städten und Gemeinden Deutschlands begrüßen konnten. Nach dem Treffen am Vormittag ging es auf eine kleine Stadtführung mit Besuch einiger markanter Objekte des entstehenden City Outlets Bad Münstereifel. Bei der Führung zeigte Georg Cruse nicht nur die schönen Fassaden und anmutigen Straßenzüge Bad Münstereifels, er stellte auch das bis jetzt in Deutschland einmalige Konzept eines Outlets mitten in einer geschlossenen historischen Altstadt vor.

 

Als Teil seiner Altersvorsorge wollte Cruse mit zwei Freunden, die zum Teil schon 20 Jahre in Bad Münstereifel leben, in örtliche Immobilien investieren. Man dachte an den guten Werterhalt und sogar Wertzuwachs, den Häuser beispielsweise in Köln gerade hatten. In Bad Münstereifel aber sah die Sache anders aus.

In den letzten zehn Jahren standen in der Einkaufszone mehr und mehr Ladenzeilen und Häuser leer. "Durch ein größeres Angebot und damit niedrigere Preise machten sich Billigläden im einst so gut von Tagesgästen und Touristen besuchten Kurstädtchen breit", berichtete Georg Cruse vor den Vertretern des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Der große Wurf

Mit seinen Freunden Marc Brucherseifer und Rainer Harzheim, beide erfolgreiche Unternehmer wie er, fasste Georg Cruse bei einer Winterwanderung einen Plan: Cruse, der aus der Textil-Branche kommt, wusste um den noch unerschlossenen Markt an Fashion Outlet Centren in Deutschland, da zum Teil die Landesregierungen dagegen arbeiten.  Und was Bad Münstereifel anging, so war nicht nur den drei Investoren klar, dass kleine Maßnahmen alleine die »guten Läden« und kaufkräftige Kunden nicht in die Stadt zurückbringen würden. "Der große Wurf musste her", so Cruse vor den Vertretern des Städte- und Gemeindebundes bei ihrem Besuch in Bad Münstereifel, nämlich ein City Outlet Center in der City.

Als gewissenhafte Geschäftsleute klopfte das nunmehr potenzielle Investorentrio den Plan zunächst auf alle Eventualitäten ab. Gutachten, Einwilligungen und Kaufpreise wurden eingeholt, der Markt eruiert, juristische Fragen geklärt. Am Ende stand die Gewissheit: Das Projekt City Outlet Bad Münstereifel kann angegangen werden.

Einmalig in Deutschland

Mit 30 Läden und insgesamt rund 12.000 Quadratmetern Verkaufsfläche in den alten Gebäuden der Innenstadt ist das Projekt einmalig in ganz Deutschland.

Auch das Einzugsgebiet des Outlets könne sich sehen lassen: In einem Radius von 90 Minuten Fahrzeit um Münstereifel herum leben nicht weniger als 13,6 Millionen Menschen. Von der Abfahrt 112 der Bundesautobahn 1 sind es bis zu den Outlet-Parkplätzen an der Erft nur 7,8 Kilometer ohne ein einziges Stoppschild oder eine Ampel.         

Auch die Kaufkraft, die mit den Outlet-Centren in Roermond oder Maasmechelen aus Deutschland nach Benelux abfließe, werde mit dem City Outlet Bad Münstereifel nach Deutschland zurückgezogen. Georg Cruse: "Münstereifels Bürgermeister Alexander Büttner und der Stadtrat haben einstimmig für das Outlet-Center gestimmt, da damit eine wirkliche Reanimation der Stadt möglich ist. Tourismus, Hotels, Gastronomie und das Outlet Center bringen sich dann gegenseitig Kunden ins Haus." (pp)

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Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

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