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»Hart am Limit« warnt vor Alkoholkonsum

Kreis Euskirchen. »Die Zahl der Alkoholentgiftungen, die das Kreiskrankenhaus Mechernich jährlich durchführt, ist in den vergangenen Jahren stetig gesunken«, weiß Jörg Zerche vom Gesundheitsamt des Kreises Euskirchen. Diese positive Entwicklung führt er unter anderem auf die gelungene Ausstellung »HaLt - Hart am Limit« zurück, die über die Gefahren von alkoholischen Getränken aufklärt. Ab sofort »wandert« diese wieder durch den gesamten Kreis.

Seit 2009 wird das Projekt »HaLt« (=Hart am Limit) durchgeführt. Jedes Jahr lässt sich Jörg Zerche von der Abteilung Gesundheit des Kreises mit seinen Kooperationspartnern wieder neue Elemente einfallen, um Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen viele interessante Informationen zu präsentieren und sie dazu anzuregen, über Alkoholkonsum und Risiken nachzudenken. Viele Jugendliche wissen übrigens mit Bier, Sekt, Cocktails und Hochprozentigem umzugehen: Untersuchungen belegen, dass 80 Prozent der 15-Jährigen selten oder gar kein Alkohol trinken. »Dennoch ist unmittelbar vor dem Höhepunkt der fünften Jahreszeit Alkoholprävention ein sehr wichtiges Thema«, so Jörg Zerche. Damit die Menschen nicht ans Limit und somit in Gefahr geraten, sei es wichtig, dass sie darauf achten, ob und wie sie trinken.

Gewinnspiel

Für die Gäste wurde dazu eine Frage-Rallye vorbereitet. Wer gut aufpasst, kennt die Antworten und bekommt einen Preis. »Zu gewinnen gibt es natürlich kein Pittermännchen«, scherzt Landrat Günter Rosenke bei der Ausstellungseröffnung im Kreishaus.

Die Wanderausstellung soll ab sofort in verschiedenen öffentlichen Räumen, zum Beispiel in Rathäusern, aufgestellt werden und durch das ganze Kreisgebiet »wandern«.

Die Aausstellung ist vom 15. bis 22. Februar im Rathaus der Stadt Euskirchen zu sehen. Weilerswist: 3. bis 17. März; Hellenthal: 4. bis 13. April. Weitere Ausstellungsorte folgen

Zehn Regeln

Regeln für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol:

1. Für Frauen > Trinken Sie täglich nicht mehr als ein Standardglas Alkohol; für Männer > nicht mehr als zwei Standardgläser Alkohol täglich.

2. Vermeiden Sie es, sich zu betrinken.

3. Bleiben Sie an zwei oder mehr Tagen pro Woche alkoholfrei.

4. Trinken Sie keinen Alkohol, wenn es auf Leistungsfähigkeit, Konzentrationsvermögen und schnelle Reaktion ankommt.

5. Kein Alkohol in Kinderhand.

6. Dass Jugendliche alkoholische Getränke kennenlernen möchten ist normal, starker, häufiger oder sogar täglicher Alkoholkonsum ist ein Warnsignal.

7. Seien Sie als älterer Mensch besonders zurückhaltend mit Alkohol

8. Leben Sie als Schwangere und in der Stillzeit alkoholfrei.

9. Klären Sie, ob Sie trotz Einnahme bestimmter Medikamente Alkohol trinken dürfen.

10. Klären Sie, ob gesundheitliche Risiken und Belastungen Ihnen zu Alkoholfreiheit bzw. Zurückhaltung beim Alkohol raten.

 

 

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Damit der Bürger weiß, was er tun kann und muss

Monschau. »Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung des Atomkraftwerks »Tihange 2« in Belgien. Nun wurde unter seiner Federführung eine 24-seitige Informationsbroschüre verfasst.Region (Fö). Warum ist das Kernkraftwerk in Tihange gefährlich? Wie verhalte ich mich im Falle eines Falles richtig? Und: Was hat es mit den Jodtabletten auf sich? Das sind nur drei von vielen Fragen, die die Bevölkerung derzeit beschäftigen. Antworten darauf gibt jetzt die auf der EUREGIO-Wirtschaftsschau vorgestellte Informationsbroschüre. Herausgeber ist die StädteRegion Aachen gemeinsam mit der Stadt Aachen, den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg in Kooperation mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz. Die Broschüre, die in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit aller Partner entstanden ist, trägt den Titel »Informationen für die Bevölkerung in der Umgebung des Kernkraftwerks Tihange (B)«. Fachleute aus der ganzen Region haben die Informationen zusammen getragen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg: »Die Broschüre ist die erste ihrer Art und nur der erste Baustein unserer Katastrophenschutzplanung.«Schwerpunkte sind die Kraftwerke in Belgien, die Wirkung von Radioaktivität und der Katastrophenschutz in NRW. Es wird geklärt, wie die Bevölkerung im Ernstfall gewarnt wird, und welche Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen beachtet werden müssen. Die Einnahme von Jodtabletten und das richtige Verhalten bei einem GAU in Tihange werden erläutert. »Das Medienhaus Weiss ist nicht nur der Klage gegen Tihange beigetreten, es hat uns auch bei der Produktion der Informationsbroschüre unterstützt«, dankt Etschenberg dafür, dass nicht nur Politiker und Institutionen, sondern auch Unternehmen für die »gemeinsame Sache« einstehen.36.000 Broschüren sind gedruckt worden. Die Exemplare sind in den Rathäusern sowie den Kreishäusern und im Haus der StädteRegion Aachen erhältlich. Mehr Informationen und die gesamte Broschüre als E-Paper gibt es unter www.staedteregion-aachen.de/tihange»Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung…

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