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»Weiße Erde« bei Bauwilligen heiß begehrt

Kreis Euskirchen. »Was lange währt wird endlich gut«, freute sich Euskirchens Bürgermeister Dr. Uwe Friedl anlässlich des symbolischen Spatenstiches des Baugebietes »Weiße Erde« im Süden der Kreisstadt.

Bereits im Jahr 2008 hatte man Überlegungen bezüglich der Entwicklung eines Baugebietes in der Südstadt angestellt. Doch erst 2015 nach einer neuerlichen Vorstellung des Projektes in der Bürgerversammlung, in Zusammenarbeit mit der ausführenden Firma Karst Ingenieure GmbH aus Nörtershausen, konnten sich die Verantwortlichen damit beschäftigen, den Plan in die Tat umzusetzen.

Im Gegensatz zu den meisten Kommunen in NRW, könne der Kreis Euskirchen ein stetiges Wachstum verzeichnen, berichtete der Bürgermeister. Nicht nur die günstigeren Grundstückspreise zögen Bauwillige auch aus dem Köln/Bonner Umland an, so Friedl. Auch die Kindergärten und Schulen, die gut ausgebaute Bus- und Bahnanbindung, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten sowie der Stadtwald und die umgebende Natur als Naherholungsmöglichkeit, machten die Stadt als Wohn- und Arbeitsgebiet attraktiv.

Gute Teamarbeit

Klaus Voussem in der Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt- und Planung bekräftigte die Aussage des Bürgermeisters bezüglich der Anzugskraft der Stadt Euskirchen: Hand in Hand steuere man inzwischen auf die Marke von 60.000 Einwohnern im Kreis zu. Mit einer Investitionssumme von rund 12 Millionen Euro zähle das zwischen der Billiger Straße und der Gottfried-Disse-Straße gelegene Baugebiet zu den größten Projekten, die die Firma Karst aus dem Hunsrück betreut, berichtete Geschäftsführerin Jutta Karst. Zusammen mit der Stiftung des Marienhospitals Euskirchen und der Eugebau erschloss und entwickelte die Firma das insgesamt 80.000 Quadratmeter große Gelände. »Das Baugebiet ‚Weiße Erde‘ ist das Ergebnis von guter Teamarbeit mit der Stadt Euskirchen und den beiden weiteren Investoren«, so Karst. Die Nachfrage der zukünftigen Bauherren dürfe man aber auch nicht außer Acht lassen, sagte sie. Denn ohne sie könne man das Gebiet nicht nachhaltig mit Leben füllen. Im zeitigen Frühjahr des kommenden Jahres solle Baubeginn sein, berichtete er zuversichtlich. Der Endausbau würde 2020 erfolgen.

Fast alle Grundstücke verkauft

Über 99 Prozent der circa 110 Baugrundstücke im Baugebiet »Weiße Erde« mit Größen zwischen 360 bis 950 Quadratmetern wurden bereits abverkauft. Den größten Teil bilden die Grundstücke für Ein- oder Zweifamilienhäuser, darüber hinaus sind auch Parzellen für Mehrparteienhäuser vorgesehen. Der Preis für den Quadratmeter Baugrund läge in der »Weißen Erde« unter 270 Euro, so Oliver Karst, der mit Schwester Jutta die Firma Karst leitet. Seit 1,5 Jahren betreuen sie die Bauherren persönlich.

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