Das historische Karussell ist über 70 Jahre alt

Bad Münstereifel. »Das ist modernes Kneippen«, witzelt Bad Münstereifeles Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian. Im vergangenen Jahr war es am Kirmeswochenende in der Kurstadt richtig heiß. So heiß, dass die Mitarbeiter der Outletstores am Handwerkerhof die Becken des Entchenangelns zur Abkühlung der Arme nutzten. Daran erinnert sich Pascal Raviol, der erstmals mit einer historischen Kirmes zum Fest beigetragen hatte. Auch wenn er im vergangenen Jahr aufgrund der Hitze keine Umsätze habe machen können, ist er diesmal wieder dabei. Noch bis Sonntag, 16. Juli, ist die Kirmes in Bad Münstereifel aufgebaut. »Wir hatten eine tolle Zeit«, sagt er. Und: »Wir waren im Frühjahr privat in Bad Münstereifel einkaufen und sind zehn Mal angesprochen worden: Ihr seid doch die von der Kirmes. Ihr kommt doch in diesem Jahr wieder, oder?« Das gebe es in anderen Städten nicht. Diesmal hat Raviol unter anderem ein Karussell mitgebracht, das Ende der Dreißigerjahre gebaut wurde. Finanzielle Unterstützung erhält Pascal Raviol dabei vom City-Outlet. »Die historische Kirmes hat den Leuten im vergangenen Jahr sehr gut gefallen«, so Outlet-Geschäfstführer Lars Wenninger. Feuerwerk »Ich finde es toll, dass es diese Symbiose gibt. Alles alleine ist nicht zu schaffen«, freut sich die Bürgermeisterin. Denn neben dem City-Outlet wird die Kirmes auch von der Stadt und der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft organisiert. Die Stadtverwaltung kümmert sich um die klassischen, moderneren Kirmesattraktionen, die Familien und Jugendliche ansprechen wollen. Insbesondere der Klosterplatz wird Fahrgeschäfte bieten. Ein Highlight ist das Höhenfeuerwerk am Samstag, 15, Juli, gegen 22.30 Uhr, das die Schützenbruderschaft traditionell organisiert. »Vorher ziehen die Schützen in einem Fackelzug mit Musik durch die Stadt«, kündigt der Vorsitzende Dirk Kälble an. Ab 20 Uhr spielt die Coverband »Just for Fun« auf der Werther Straße vor dem »Café T« und der »Werther Stube«. Die Deutsche Bahn setzt um 22.05 Uhr ab Bahnhof Euskirchen (Ankunft Bad Münstereifel: 22.27 Uhr) und um 0.02 Uhr ab Bahnhof Bad Münstereifel (Ankunft Euskirchen: 0.23 Uhr) Sonderzüge ein. Die Geschäfte des City-Outlets haben am Samstag bis 22 Uhr geöffnet. Offiziell beginnt die Kirmes mit dem Fassbieranstich am Freitag, 14. Juli, um 18 Uhr durch die Bürgermeisterin. Wie im Vorjahr spielt das Duo TÌR SAOR zum Kirmesauftakt Irish Folk. Am Kirmessonntag gibt es dann den verkaufsoffenen Sonntag, an dem die Geschäfte von 12.30 bis 17.30 Uhr geöffnet haben. Für zünftige Kirmesmusik sorgen ab 14 Uhr die Eifeldombläser aus Houverath. WochenSpiegel-Fotowettbewerb Gegen 22.30 Uhr startet am Samstag, 15. Juli, das große Höhenfeuerwerk. Insbesondere von den höheren Lagen aus bietet sich den Zuschauern ein tolles Bild auf den historischen Ortskern im Lichterglanz. Der WochenSpiegel Eus-kirchen ruft seine Leser dazu, ihm die schönsten Bilder vom Feuerwerk bis Donnerstag, 20. Juli, zuzuschicken – entweder per E-Mail an red-euskirchen@weiss-verlag.de oder postalisch an: WochenSpiegel Euskirchen Gerberstr. 41 53879 EuskirchenJeder Einsender kann nur mit einem Bild teilnehmen.Zu gewinnen gibt es zehn hochwertige Drucke des Künstlers Paul Siebertz vom Orchheimer Tor.»Das ist modernes Kneippen«, witzelt Bad Münstereifeles Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian. Im vergangenen Jahr war es am Kirmeswochenende in der Kurstadt richtig heiß. So heiß, dass die Mitarbeiter der Outletstores am Handwerkerhof die Becken des…

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Jetzt sind die Kurstadt-Bürger gefragt

Bad Münstereifel. »Aufgeregt, mobil, gut aufgestellt und bekannt.« So sieht die Bad Münstereifeler Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian die Kurstadt im Jahr 2030. »Wo steht Bad Münstereifel im Jahr 2030?«, lautet eine der Fragen, die beim Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) im Fokus stehen.Für das ISEK arbeitet die Stadt mit dem Unternehmen complan Kommunalberatung zusammen. »Wir werden im Tourismusbereich breiter aufgestellt sein. Hier liegt viel Potenzail brach. Wir sind als aktiver Gesundheitsstandort unterbewertet«, sagt Preiser-Marian. Schwerpunkte legt sie auch auf die nördliche Vorstadt, die Weiterführung des Kurparks, Hotelansiedlungen und die Gewerbegebiete in Bad Münstereifel, Arloff-Kirspenich und Wald. Auch das Bahnhofsumfeld will sie neu gestalten. »An der Feuerwache fließt die Erft entlang. Die kommt gar nicht richtig zur Geltung«, nennt Preiser-Marian als Beispiel. Kein Reißbrett-Plan Aber: »Wir wollen keine Planung am Reißbrett machen. Wir wollen die Meinung von Verwaltung und Planungsbüro mit den Vorstellungen der Bürger abgleichen.« Dazu lädt die Stadt Bad Münstereifel am Donnerstag, 13. Juli, um 18.30 Uhr zur Bürgerversammlung in die Rechtspflegeschule ein. Und deshalb ist es der Bürgermeisterin auch gar nicht so recht, wenn sie nach ihren eigenen Vorstellungen gefragt wird. Sie möchte die Bürger zu Wort kommen lassen. Wichtig ist ihr aber zu betonen, dass das ISEK nicht nur für die Kernstadt, sondern auch für die Dörfer konzipiert werde. »Vielfach wird eine Trennung von Stadt und den Dörfern empfunden. Das ist sehr präsent«, sagt Preiser-Marian. Zwar gelte: »Man kann die Stadt am besten aus der Kernstadt heraus vermarkten. Da kann man am schnellesten ein Image aufbauen, da in der Stadt alles dichter beieinander ist.« Dennoch seien die Dörfer genauso wichtig. »Die Dörfer müssen zum Beispiel in den Tourismus eingebunden werden«, findet Preiser-Marian. Schließlich gebe es auch dort beispielsweise Museen und Kunst. Aber auch die Schwierigkeiten in der Nahversorgung und der Mobilität sollen Themen des ISEK sein. Wichtig sei die Aufstellung des Konzepts auch aus finanziellen Gründen. Denn nur so können Mittel aus den Städtebau- und sonstige Stadtentwicklungsförderungen generiert werden. »Ich bin mal frech und sage, die ersten Schritte müssen in den nächsten drei Jahren sichtbar werden«, legt sich die Bürgermeisterin auf die ersten Ergebnisse fest. Bürgerversammlung Für Donnerstag, 13. Juli, lädt die Stadt Bad Münstereifel die Einwohner um 18.30 Uhr zur Bürgerversammlung in die Rechtspflegeschule ein. In fünf Gesprächskreisen beschäftigen sich die Teilnehmer mit den Themen »Dorflage: Herausforderung und Handlungsbedarf im ländlichen Stadtraum«, »Historischer Ortskern: Denkmale, denkmalwerte Bausubstanz, Baukultur«, »Wirtschaft und Handel als Handlungsfeld der Stadtentwicklung«, »Tourismus, Kunst, Kultur, Erholung und Gesundheit als Entwicklungspotenzial« und »Stadt für alle: Kinder, Jugendliche, Senioren, Menschen mit Handicap«. Die Gesprächskreise werden begleitet von Mitarbeitern des Unternehmens complan Kommunalberatung, Verwaltungsvertretern sowie Themenpaten aus Bad Münstereifel, die die jeweiligen Themen aus dem Alltag kennen. Die Ergebnisse des Abends sollen in das Integrierte Entwicklungskonzept einfließen.»Aufgeregt, mobil, gut aufgestellt und bekannt.« So sieht die Bad Münstereifeler Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian die Kurstadt im Jahr 2030. »Wo steht Bad Münstereifel im Jahr 2030?«, lautet eine der Fragen, die beim Integrierten…

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Digitale Aufmerksamkeit erzeugen

Nettersheim. Wer sich heute über touristische Angebote informiert, nutzt dazu häufig das Internet. Deshalb rückt das Projekt »EifelVital 2 – Customer Journey in der Vitalheimat« den Ausbau der digitalen Kompetenz von kleinen und mittleren Betrieben aus dem Tourismusbereich in den Fokus. Das Projekt wird durchgeführt von den Kommunen Nettersheim, Blankenheim und Bad Münstereifel. Es ist eine Fotzsetzung des Projekts »EifelVital«, das 2011 startete. »Es wäre gut gewesen, wenn wir direkt an das erste Projekt hätten anschließen können«, so der Nettersheimer Bürgermeister Wilfried Pracht. Doch erst jetzt kam der Förderbescheid. 360.000 Euro wurden über den »Masterplan Tourismus NRW« generiert. Das Geld fließt aus dem »Europä-ischen Fonds für nationale Entwicklung« (EFRE) in den Masterplan.  20 Prozent der Gesamtsumme des Projekts müssen die Kommunen selbst tragen. Rund drei Jahre lang wird das Projekt laufen. Es fußt im Wesentlichen auf den drei Säulen, die auch schon der ersten Projektphase zu Grunde lagen. – diesmal mit besonderem Augenmerk auf die digitale Vermarktung. Online-Buchungen »Buchungen werden fast nur noch online getätigt. Nicht jeder kleine Betrieb kann da mithalten. Das ist zwar verständlich, aber es ist essentiell«, sagt der Blankenheimer Bürgermeister Rolf Hartmann. »Unserer Erfahrung nach steigt die Wettbewerbsfähigkeit kleiner Unternehmen durch die Nutzung digitaler Kommunikation«, ergänzt Jan-F. Kobernuß, Geschäftsführer der Freizeit- und Tourismusberatung GmbH (ift), die das Projekt begleitet. Die Urlauber sollen vor, während und nach dem Besuch der Region passende digitale Angebote nutzen können, die entwickelt werden müssen. Eine zweite Säule ist die Bildung von Netzwerken zwischen den Betrieben. »Wir müssen uns als Region vermarkten«, betont die Bad Münstereifeler Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian. Das ist eng verknüpft mit der dritten Säule, der Entwicklung innovativer Tourismusprodukte – insbesondere mit heimatlichem Charakter. So könnten verschiedene Betriebe etwa gemeinsam Angebotspakete schnüren.Wer sich heute über touristische Angebote informiert, nutzt dazu häufig das Internet. Deshalb rückt das Projekt »EifelVital 2 – Customer Journey in der Vitalheimat« den Ausbau der digitalen Kompetenz von kleinen und mittleren Betrieben aus dem…

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Arloff-Kirspenich liebt die große Bühne

Kirspenich. Was vor 17 Jahren bei einer Geburtstagsfeier mit einer spontanen Idee begann, hat sich mittlerweile als eine der bekanntesten Theatergruppen der Umgebung etabliert. Wenn der Theaterverein „Vorhang auf“ aus Arloff-Kirspenich ein neues Stück aufführt, kommen die Zuschauer in Scharen – und nicht nur aus dem Doppelort.Gerade erst stand die Gruppe mit dem Stück „Miss Sophies Erbe“ auf der Bühne. Gleich sechs Vorstellungen hatte der Theaterverein  angesetzt. Rund 1100 Zuschauer wollten die Komödie sehen. Da ist es gut, wenn man auf ein starkes Team zurückgreifen kann. Etwa 50 Mitglieder gehören dem Verein an. Davon mischen 18 Mitglieder aktiv kräftig mit. Die Idee, ein Theaterstück einzustudieren, stammte aus den Reihen des Männerballetts Arloff-Kirspenich. Dabei blieb es nicht, denn sogleich entschloss man sich, einen Verein zu gründen. Ihre ersten Gehversuche machten die Hobbyschauspieler im Jugendraum der Sporthalle Arloff. Inzwischen ist der Verein seit 14 Jahren auf der Burg Kirspenich zu Hause. Einige Gründungsmitglieder stehen noch heute regelmäßig auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Neben dem Theaterspiel wird in Arloff-Kirspenich auch der Musik gefröhnt. Einen guten Ruf genießt auch der Musikverein Eifelland, der ebenfalls weithin bekannt ist und Auftritte nicht nur in nächster Nähe absolviert. Ausbildung am Instrument Auch der Musikvereins Eifelland geht auf eine gesellige Runde zurück, die am 10. Oktober 1971 die Gründung des Vereins beschloss. Mittlerweile hat das Orchester einen weitreichenden guten Ruf. Die Mitglieder kommen inzwischen von weit her. Und die Musiker nennen ein eigenes Vereinsheim ihr Eigen, in dem dienstags um 19.30 Uhr und sonntags um 10 Uhr geprobt wird. Wichtig ist dem Verein die Jugendarbeit. Die jungen Musiker werden an den Instrumenten ausgebildet. Zum Teil übernehmen das die erfahrenen Musiker aus den eigenen Reihen. Höhepunkt ist stets das Jahresabschlusskonzert, das der MV Eifelland unter dem Dirigat von Franz-Josef Strick in diesem Jahr am Sonntag, 17. Dezember, ab 18 Uhr im Euskirchener City-Forum begeht. Auch im eigenen Wohnzimmer kann man den Musikverein erleben, denn im vergangenen Jahr nahm er die CD „Von der Eifel nach Tirol“ auf.Was vor 17 Jahren bei einer Geburtstagsfeier mit einer spontanen Idee begann, hat sich mittlerweile als eine der bekanntesten Theatergruppen der Umgebung etabliert. Wenn der Theaterverein „Vorhang auf“ aus Arloff-Kirspenich ein neues Stück aufführt,…

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