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Die Dahlemer Binz ist in der Republik bekannt

Flugplatz feiert sein 60-jähriges Bestehen

Dahlem. Über den Wolken mag die Freiheit ja grenzenlos sein, aber man muss zunächst dorthin kommen. Will heißen: Man braucht einen Flugplatz. Und da besitzt ausgerechnet die kleinste Gemeinde Nordrhein-Westfalens den wohl »schönsten und modernsten Verkehrslandeplatz in der Bundesrepublik.« So sieht jedenfalls Helmut Etten als Geschäftsführer der Flugplatz-Gesellschaft der »Dahlemer Binz«.

»Dieser Flugplatz«, weiß auch Jan Lembach, Bürgermeister der Gemeinde Dahlem, »ist ungeheuer bekannt und ein Alleinstellungsmerkmal unserer Kommune.« Und dieser Flugplatz kann jetzt sein 60-jähriges Jubiläum feiern. Dort, wo sich einst Ginsterbüsche befanden, entstand auf einer ursprünglich 43 Hektar großen Fläche durch das Betreiben des Luftsportclubs Eifelflug 1957 die »Dahlemer Binz«. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich der Platz zu einer sehr guten Adresse im Flugsport entwickelt, den immer mehr Luftsportler ansteuern.

Eindrucksvolle Zahlen

Die Zahlen belegen das eindrucksvoll. So haben 14 Vereine mit über 300 Mitgliedern in Dahlem ihre flugsportliche Heimat gefunden. Rund 55 Motorflugzeuge sowie in etwa die gleiche Anzahl an Segelflugzeugen sind in der Eifel fest stationiert und zum Teil in den insgesamt sieben Hangars untergebracht. Rund 25.000 Flugbewegungen gibt es im Jahr, die sich zu je 20 Prozent auf Ultraleicht- und Segelflieger und 60 Prozent auf den Motorflug aufteilen. Die Start- und Landebahn ist asphaltiert und weist bei 30 Metern Breite eine Länge von 1.270 Metern auf. Zugelassen ist der Flugplatz derzeit für Motorflugzeuge mit einem Abfluggewicht bis zu 5,7 Tonnen. Drei Segelflugbahnen für Winden- und Flugzeugschlepp gibt es für den Segelflugsport. Neuestes Angebot am Standort ist das sehr bekannte Fallschirmsport-Zentrum der Sky-Fun GmbH, das Tandemsprünge, Fallschirmsprung-Ausbildung, Demo- und Wertesprünge sowie Fallschirmsprünge für Lizenzspringer anbietet.

Wirtschaftsfaktor

»Der eigentliche Sportflugplatz«, so Helmut Etten, »hat sich längst zu einem interessanten Unternehmensstandort entwickelt.« Nicht nur, dass der Flugplatz 40 Menschen einen Arbeitsplatz bietet. Unternehmen finden dort großzügige Gewerbeflächen und siedeln sich dort an. Zudem gibt es ein Hotel-Restaurant und einen Campingplatz. »Wir sind für die Zukunft gerüstet«, so Etten. Alleiniger Gesellschafter der Dahlemer Binz ist seit 1980 übrigens die Gemeinde Dahlem.

»Transall« und der »Fieseler Storch« landen

Auf der Dahlemer Binz wird bei 60-jährigen Flugplatzjubiläum einiges geboten. So wird unter anderem das Transportflugzeug der Bundeswehr, die Transall, in der Eifel erwartet. Nach Auskunft von Dr. Andreas Knöffler, zuständig für den fliegerischen Teil, werden unter anderem der Hubschrauber der Bundespolizei, die Antonov AN-2 als größter Doppeldecker der Welt und viele historische Flugzeuge, darunter auch der legendäre Fieseler Storch auf den Flugplatz kommen. Das Hauptgeschehen wird dabei am Sonntag, 3. September, ab 9 Uhr stattfinden. Bereits am Samstagabend, 2. September, steigt ab 19 Uhr eine zünftige Fliegerparty. »Wenn die Wetterlage es zulässt«, verrät Dr. Mario Wichmann, Vorsitzender der Fluggemeinschaft Dahlemer Binz, soll durch »glühende Heißluftballons in der Dunkelheit eine tolle Atmosphäre geschaffen werden. »Wir wollen den Besuchern die außergewöhnliche fliegerische Vielfalt des Flugplatzes präsentieren«, umschriebt Helmut Etten die Intension des Festes. Die ausführliche Historie des Flugplatzes als PDF gibt es hier. 

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Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

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