mn 1 Kommentar

Unliebsame Hinterlassenschaften

Papiertaschentücher säumen Wanderwege und Rastplätze

Kronenburg. Ausgerechnet in der spannend aussehenden Felsspalte leuchtet weiß ein schmuddeliges Papiertuch und beendet sofort jeden Forscherdrang. Denn man weiß sofort: Dort lauert eine menschliche Hinterlassenschaft.

Brigitte Löhr aus Kronenburg ärgern diese weißen Papiertaschentücher, auf die sie auf ihren Wanderungen durch die Eifel immer wieder trifft. Sie will dabei gar nicht einmal den Zeigefinger erheben, sondern an das Umweltbewusstsein der Menschen appellieren. »Wenn ich eingeladen bin, bringe ich doch auch nicht meinen Müll mit und hinterlasse ihn im Garten des Gastgebers«, bemüht sie ein einleuchtendes Beispiel. Ähnlich verhalte es sich im Prinzip doch auch, wenn man in Feld, Wald und Flur unterwegs sei. Für Hunde gebe es spezielle Tüten, mit und in denen die Notdurft eingesammelt und anschließend entsorgt werde. Das werde von den Hundehaltern so erwartet. Vor diesem Hintergrund müsse dann auch die Frage erlaubt sein, warum dieses Verfahren nicht auch beim Menschen Anwendung finden sollte. »Das ist«, mutmaßt Brigitte Löhr, »wohl auch eine Mentalitätsfrage.«

Neue Mentalität

Man gehe heute noch immer viel zu viel davon aus, »dass da einer kommt, der uns die Sache abnimmt.« Als Beispiel nennt sie die Abfalleimer an den einschlägigen Rastplätzen. »Da liegt immer sehr viel Müll neben statt in den Körben«, hat Brigitte Löhr festgestellt. Das sei nicht nur ein unschöner Anblick, sondern berge auch noch Gefahren für das Wild, das sich an Glasscherben oder scharfen Kanten verletzen könnte. Für Brigitte Löhr sollte es selbstverständlich sein, dass man den Müll, den man in den Wald bringt, auch wieder mitnimmt. In Manderfeld laufe ein Versuch. Dort verzichte man auf das Aufstellen von Papierkörben.

Ihre Meinung zählt

Sind Sie auch der Meinung von Brigitte Löhr und haben ähnliche Erfahrungen gemacht? Was sagen Sie zu den Papiertüchern in der Landschaft und überfüllten Papierkörben an Rastplätzen? Muss hier wirklich ein Umdenken stattfinden und welche Lösungsmöglichkeiten fallen Ihnen ein. Schreiben Sie uns doch einfach Ihre Meinung unten in die Kommentare. 

Artikel kommentieren

Kommentar von Susanne
Ja, die Erfahrung hab ich als Hundehalter täglich! Die Erftauen in Euskirchen sind von Menschen vollges.......!
Auch rings um die Wanderparkplätze dasselbe! Besonders schön, wenn der Hund sich einen "Brownie" aus dem Gebüsch zieht und im Auto dann hechelt....viell. sollte man auch "Kackbeutel" an nicht Hundebesitzer verteilen!